Die Benzin- und Dieselpreise in Deutschland sind Anfang 2026 deutlich gestiegen. Der Iran-Krieg und die erhöhte CO₂-Steuer treiben die Kosten nach oben. Während der Liter Super E10 im Durchschnitt zwischen 1,65 und 1,85 Euro kostet, liegt Diesel etwas darunter bei 1,55 bis 1,75 Euro pro Liter. Im Vergleich zu 2025 sind das deutliche Anstiege, die viele Autofahrer vor Herausforderungen stellen.

Aktuelle Durchschnittspreise für Benzin und Diesel 2026

Anfang 2026 zahlen Autofahrer in Deutschland im Schnitt für einen Liter Super E10 zwischen 1,65 und 1,85 Euro. Diesel liegt im Durchschnitt etwas darunter bei 1,55 bis 1,75 Euro pro Liter. Diese Preise sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich höher. So lag der Benzinpreis vor Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar 2026 bei etwa 1,83 Euro, Diesel kostete rund 1,75 Euro pro Liter. Durch den Konflikt stiegen die Preise zuletzt teils auf bis zu 2,14 Euro für Benzin und 2,31 Euro für Diesel an. Das entspricht einem Anstieg von bis zu 17 Prozent bei Benzin und 32 Prozent bei Diesel innerhalb weniger Wochen.

Der Iran-Konflikt beeinträchtigt die Versorgungslage erheblich, da die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Ölpipelines weltweit, kaum noch passierbar ist. Etwa 30 Prozent des weltweiten verschifften Öls werden über diese Route transportiert. Bereits im März 2026 zeigte der Ölpreis an den internationalen Börsen Schwankungen von bis zu 15 Prozent innerhalb eines Tages. Diese Volatilität wirkt sich direkt auf die Kraftstoffpreise in Deutschland aus.

Zum Vergleich: Im Januar 2025 lag der durchschnittliche Benzinpreis noch bei 1,60 Euro, Diesel bei etwa 1,45 Euro pro Liter. Die Steigerungen innerhalb eines Jahres sind also deutlich spürbar. Insgesamt sind die Preise seit 2020 kontinuierlich gestiegen, allerdings wurde der größte Preissprung im Frühjahr 2026 durch die geopolitischen Ereignisse ausgelöst.

Preisbestandteile: CO₂-Steuer, Energiesteuer und Mehrwertsteuer

Die Spritpreise setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen, die den Endpreis maßgeblich beeinflussen. Ein genauer Blick auf die Steuern und Abgaben zeigt, warum die Preise in Deutschland so hoch sind:

  • CO₂-Preis 2026: Für das Jahr 2026 liegt der CO₂-Preis zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne CO₂. Im Vergleich zu 2025, als er noch bei 55 Euro pro Tonne lag, bedeutet das eine Erhöhung von bis zu 18 Prozent. Für Benzin und Diesel schlägt das mit einem Aufschlag von etwa 4 bis 5 Cent pro Liter zu Buche. Insgesamt macht die CO₂-Steuer damit rund 10 bis 12 Prozent des Endpreises aus.
  • Energiesteuer: Die Energiesteuer ist eine feste Abgabe, die für Benzin bei etwa 65 Cent pro Liter liegt. Diesel wird mit rund 47 Cent pro Liter besteuert. Diese Steuern sind seit Jahren relativ stabil, bilden aber weiterhin einen der größten Kostenblöcke im Endpreis.
  • Mehrwertsteuer: Auf den Gesamtpreis inklusive Steuern wird die reguläre Mehrwertsteuer von 19 Prozent erhoben. Die Mehrwertsteuer macht somit etwa 30 Prozent des Endpreises aus. Durch die Mehrwertsteuer steigen die Kosten für Verbraucher zusätzlich, da sie auf alle Preisbestandteile aufgeschlagen wird.

Zusätzlich spielen noch weitere Faktoren eine Rolle, wie zum Beispiel die Rohölpreise an den Weltmärkten, Raffineriekosten und Transportkosten. Im Jahr 2026 sind insbesondere die gestiegenen Rohölpreise durch die geopolitischen Spannungen ein entscheidender Preistreiber.

Regionale Unterschiede bei den Spritpreisen

Die Preise variieren je nach Region in Deutschland deutlich. Vor allem an den Grenzen zu Luxemburg, Polen und Tschechien sind die Preise oft günstiger. Dort liegen die Literpreise für Super E10 teilweise um bis zu 15 Cent unter dem bundesweiten Durchschnitt. Das führt zu einem anhaltenden Tanktourismus, bei dem deutsche Autofahrer gezielt in grenznahe Länder fahren, um zu sparen.

Innerhalb Deutschlands zeigen Supermarkt-Tankstellen wie Globus, Real oder Edeka oft die günstigsten Preise. Im Schnitt liegen diese 5 bis 10 Cent unter den Preisen an freien Tankstellen. Autobahntankstellen hingegen sind die teuersten Anlaufstellen: Hier zahlen Autofahrer bis zu 10 bis 15 Cent mehr pro Liter als an normalen Tankstellen in der Stadt oder auf dem Land.

Auch zwischen den Bundesländern gibt es deutliche Unterschiede. In Bayern und Baden-Württemberg sind die Preise tendenziell höher, oft um 3 bis 7 Cent pro Liter, während in Ostdeutschland die Preise im Schnitt etwas günstiger sind. Gründe sind neben regionalen Steuern auch unterschiedliche Wettbewerbsstrukturen und Logistikkosten.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die durchschnittlichen Literpreise für Super E10 Anfang 2026 in ausgewählten Regionen:

  • Bayern: 1,82 Euro
  • Baden-Württemberg: 1,80 Euro
  • Nordrhein-Westfalen: 1,75 Euro
  • Sachsen: 1,70 Euro
  • Brandenburg: 1,68 Euro
  • Grenzregion zu Luxemburg: 1,60 Euro

Der regionale Preisunterschied von bis zu 22 Cent pro Liter kann bei größeren Tankfüllungen schnell zu Einsparungen von mehreren Euro führen, weshalb viele Verbraucher genau vergleichen.

Prognose für die Benzin- und Dieselpreise in Deutschland

Blickt man auf die kommenden Monate, ist mit einer Fortsetzung der hohen Preise zu rechnen. Die Rohölpreise an den Weltmärkten bleiben volatil, da der Iran-Konflikt weiterhin ungelöst ist und die Versorgungslage angespannt bleibt. Experten gehen davon aus, dass der Benzinpreis im Jahresdurchschnitt 2026 bei etwa 1,75 Euro pro Liter liegen wird, während Diesel bei rund 1,65 Euro pro Liter erwartet wird.

Die CO₂-Steuer soll in den kommenden Jahren weiter steigen. Für 2027 ist bereits ein Anstieg auf 70 Euro pro Tonne CO₂ geplant, was weitere Mehrkosten von etwa 5 bis 6 Cent pro Liter mit sich bringen wird. Die Bundesregierung plant zudem keine Entlastungen bei der Energiesteuer, sodass die steuerliche Belastung hoch bleibt.

Alternativ sind Sparmaßnahmen wie Spritsparfahrten, Carsharing oder der Umstieg auf Elektrofahrzeuge für Verbraucher attraktiv, um die steigenden Kosten abzufedern. Auch der Ausbau von öffentlichen Verkehrsmitteln wird als wichtiger Faktor gesehen, um die Abhängigkeit vom Auto zu reduzieren.

Insgesamt ist für 2026 und darüber hinaus mit einer höheren Belastung durch Kraftstoffkosten zu rechnen, die vor allem von geopolitischen Entwicklungen und der Klimapolitik geprägt wird.

Die Benzin- und Dieselpreise in Deutschland haben sich Anfang 2026 durch den Iran-Krieg und die erhöhte CO₂-Steuer deutlich verteuert. Während Super E10 zwischen 1,65 und 1,85 Euro pro Liter liegt, kostet Diesel 1,55 bis 1,75 Euro. Regionale Unterschiede von bis zu 22 Cent pro Liter sorgen für Tanktourismus und Preisvergleiche. Die CO₂-Steuer steigt weiter an, sodass auch in den kommenden Jahren mit hohen Preisen zu rechnen ist. Verbraucher sollten sich daher auf dauerhaft höhere Spritkosten einstellen und über Sparalternativen nachdenken.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.