Der bereinigte operative Mittelzufluss AFFO fiel im ersten Halbjahr um 12,7 Prozent auf 110,5 Millionen Euro, doch LEG Immobilien bestätigte trotzdem den Ausblick für 2026. Gleichzeitig stiegen die Investitionen in den ersten sechs Monaten auf 202 Millionen Euro, was das geringere AFFO erklärt. Die Nettokaltmiete auf vergleichbarer Fläche wuchs um 3,4 Prozent auf 473,4 Millionen Euro, die Miete pro Quadratmeter stieg von 6,96 auf 7,21 Euro. LEG verweist auf geringere Investitionen und zusätzliche Fördermittel in der zweiten Jahreshälfte als Stützen für den weiteren Mittelzufluss.

Das operative Bild wirkt gegensätzlich: sinkender AFFO bei gleichzeitigem Mietwachstum und höheren Investitionen. LEG meldete für H1 2026 einen AFFO von 110,5 Millionen Euro, ein Rückgang von 12,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und begründete das mit einem bewussten Anstieg der Investitionstätigkeit.

Ergebnisse im ersten Halbjahr

Die Nettokaltmiete auf vergleichbarer Fläche legte um 3,4 Prozent auf 473,4 Millionen Euro zu. Die Durchschnittsmiete pro Quadratmeter auf vergleichbarer Fläche kletterte von 6,96 Euro auf 7,21 Euro. Diese Zahlen, so LEG, spiegeln die anhaltend hohe Nachfrage nach preisgünstigem Wohnraum in den Kernmärkten wider, wie das Unternehmen in Düsseldorf mitteilte. Unternehmenschef Lars von Lackum bestätigte bei der Vorlage der Halbjahreszahlen die Ziele für 2026.

Weitere Ergebniskennzahlen: Die FFO I belief sich im ersten Halbjahr auf 230,5 Millionen Euro, das bereinigte EBITDA lag bei 368,1 Millionen Euro. Das Periodenergebnis fiel deutlich von 448,1 Millionen Euro auf 283,5 Millionen Euro, weil Bewertungsaufwertungen niedriger ausfielen als im Vorjahr.

LEG erhöhte die Investitionen in den ersten sechs Monaten auf 202 Millionen Euro, was kurzfristig den operativen Mittelzufluss belastete. Die Gesellschaft erwartet für das Gesamtjahr einen AFFO zwischen 220 und 240 Millionen Euro und rechnet mit einer Entlastung in der zweiten Jahreshälfte durch geringere Investitionen und höhere Fördermittel.

Die Bilanzentwicklung zeigt Fortschritte beim Schuldenabbau. Ende Juni 2026 sank der Loan-to-Value auf 45,5 Prozent, ein Rückgang um 1,3 Prozentpunkte. LEG plant, das Verhältnis im laufenden Jahr weiter auf rund 45 Prozent zu senken.

Zum Schuldenabbau trägt unter anderem der Verkauf von Wohnungen bei.

Ein struktureller Faktor im Portfolio ist der hohe Anteil geförderter Wohnungen. Rund 28 000 geförderte Einheiten machen gut 15 Prozent des Bestands aus. Für etwa 16 000 dieser Wohnungen laufen Bindungsfristen bis 2028 aus. LEG rechnet damit, dass nach Auslaufen der Bindungen die Mieten an Marktmieten herangeführt werden können, was eine mögliche Erhöhung um rund 12 Prozent pro Einheit bedeuten könnte. Rechnerisch würde das auf Portfolioebene ein zusätzliches Mietwachstum von etwa einem Prozentpunkt bringen. Dieser Effekt erklärt, weshalb das Management trotz kurzfristiger Volatilität an den Jahreszielen festhält.

Das Transaktionsumfeld bleibt hingegen schwach. LEG nannte geopolitische Unsicherheiten, höhere Energiepreise und verstärkte Inflationserwartungen als Belastungsfaktoren. Diese Bedingungen schränken die Optionen für Verkäufe und das Timing von Kapitalfreisetzungen ein und wirken damit auf die Bilanzpolitik und die Laufzeitplanung des Unternehmens.

Für Mieter und Investoren hat die Kombination aus operativem Mietwachstum und erhöhten Investitionen direkte Bedeutung. Einerseits stützen wachsende Bestandsmieten die Erträge und die Portfolioqualität. Andererseits können Investitionsspitzen und das Timing von Fördermitteln kurzfristig Kennzahlen wie den AFFO drücken, was die kurzfristige Renditeplanung für Anleger komplizierter macht.

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LEG peilt für 2026 weiterhin einen AFFO von 220 bis 240 Millionen Euro an und will das LTV-Verhältnis im laufenden Jahr auf rund 45 Prozent senken. Ursprünglich berichtet von finanzen.net.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.