„Dieser leider unvermeidbare Schritt macht mich persönlich sehr betroffen“, sagte Michael Ostermann, Geschäftsführer der Varta AG, nachdem das Unternehmen vier Insolvenzanträge gestellt hatte. Die Anträge betreffen die Konzernmutter Varta AG sowie die operativen Gesellschaften Varta Microbattery GmbH, Varta Micro Production GmbH und Varta Storage GmbH und umfassen einen Antrag auf vorläufige Insolvenz in Eigenverwaltung. Das Amtsgericht Stuttgart bestätigte den Eingang der Anträge und prüft nun, ob die Voraussetzungen für ein Verfahren in Eigenverwaltung vorliegen. Varta nannte rund 3.260 Beschäftigte, andere Meldungen sprechen von etwa 4.000 Mitarbeitern weltweit; Gläubiger planen bereits, das profitable Haushaltsbatteriegeschäft aus dem Konzern herauszulösen.

„Dieser leider unvermeidbare Schritt macht mich persönlich sehr betroffen“, sagte Michael Ostermann, Geschäftsführer der Varta AG. Die Firma aus Ellwangen beantragte nach eigenen Angaben vorläufige Insolvenz in Eigenverwaltung für die Konzernmutter und mehrere operative Einheiten, ein Verfahren, das es dem bisherigen Management erlaubt, nach gerichtlicher Prüfung im Amt zu bleiben, während ein Sachwalter die Gläubigerinteressen überwacht.

Finanzielle Lage und Forderungen der Gläubiger

Eine Analyse der Sanierer von FTI kam, laut Angaben der Gläubiger, zu dem Ergebnis, dass Varta kurzfristig eine Finanzspritze im mittleren zweistelligen Millionenbereich benötigt hätte. Die Kreditgeber erklärten, trotz intensiver Gespräche sei von keiner Seite eine Zusage zur Bereitstellung der erforderlichen zusätzlichen Mittel eingegangen. Zu den bisherigen Eigentümern, denen Berichten zufolge Porsche und der österreichische Unternehmer Michael Tojner zählen, gehörte nach den Meldungen auch die Einschätzung, kein weiteres Kapital bereitstellen zu wollen.

Varta hatte 2024 einen Umsatz von rund 793 Millionen Euro und einen Verlust von 64,5 Millionen Euro gemeldet. Bereits 2024 war das Unternehmen unter ein Restrukturierungsverfahren nach StaRUG gegangen, bei dem Altaktionäre ihre Beteiligungen verloren und Gläubiger auf Teile ihrer Forderungen verzichteten. Beobachter und Unternehmensangaben nennen als Gründe eine strukturelle Finanzierungslücke, verschlechterte Marktbedingungen, eine schwächere Nachfrage, negative Währungseffekte sowie den Wegfall eines wichtigen Ankerkunden im Mikrobatteriegeschäft.

Strategische Optionen und betriebliche Folgen

Wichtige Gläubiger sehen nach Mitteilungen die Aufteilung des Konzerns als wahrscheinlichste Option. Eine Ad-hoc-Gläubigergruppe, zu der unter anderem die Deutsche Bank und Finanzinvestoren zählen, plant demnach, das profitable Geschäftssegment für Haushaltsbatterien aus dem Konzern herauszulösen. Für das Kerngeschäft mit Mikrobatterien, etwa Knopfzellen für Hörgeräte, wurde Interesse einzelner Investoren berichtet; namentlich wurde Michael Tojner als möglicher Interessent genannt.

Auf betrieblicher Ebene nennt Varta rund 3.260 Beschäftigte. Andere Berichte sprechen von etwa 4.000 Mitarbeitern weltweit, davon rund 3.000 in Deutschland. Insbesondere die Werke in Ellwangen und Dischingen sind betroffen. Für das Werk in Nördlingen war bereits eine Schließung angekündigt.

Die Landesregierung von Baden-Württemberg signalisierte Handlungsbereitschaft: Nicole Hoffmeister-Kraut, Wirtschaftsministerin des Landes, sagte, sie habe in den vergangenen Tagen und Wochen intensive Gespräche mit allen Beteiligten geführt und werde dies weiterhin tun.

Die möglichen Wege reichen von einer Sanierung in Eigenverwaltung über den Verkauf einzelner Sparten bis zur geordneten Zerschlagung des Konzerns, falls keine finanzierbare Gesamtlösung zustande kommt. Ziel dieser Maßnahmen wäre es, die wirtschaftliche Zukunft zu sichern und den Geschäftsbetrieb fortzuführen, wie Varta mitteilte.

Das Amtsgericht Stuttgart bestätigte den Eingang der vier Anträge und prüft nun formal, ob die Voraussetzungen für ein Verfahren in Eigenverwaltung erfüllt sind und ob ein Sachwalter einzusetzen ist. Bislang wurde kein Termin für eine Entscheidung genannt.

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Der nächste formale Schritt ist die Prüfung durch das Amtsgericht Stuttgart; das Gericht wird entscheiden, ob vorläufige Insolvenz in Eigenverwaltung angeordnet und ein Sachwalter eingesetzt wird. Ein Termin für diese Entscheidung wurde noch nicht genannt.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.