88 Prozent: So viele Steuerpflichtige erhalten laut Statistischem Bundesamt im Schnitt eine Erstattung von 1.172 Euro, eine Zahl, die jede Softwarewahl wirtschaftlich relevant macht. In mehreren Vergleichstests führen IMTEST (FUNKE Mediengruppe), Finanztip und COMPUTER BILD die WISO Steuer Lösung als beste App für komplexe Fälle an, während die unabhängige Stiftung Warentest einem neuen, kostenlosen Anbieter den Testsieg zuschreibt. Wer jetzt eine Steuer-App wählt, sollte drei Dinge abwägen: die Komplexität des eigenen Steuerfalls, die Bezahlstruktur der Software und die Funktionen für Übernahme, Belegverwaltung und digitale Abgabe. Die konkrete Frist für die Einkommensteuererklärung 2025 ist der 31. Juli 2026, planen Sie deshalb die Einrichtung von Elster und den Upload Ihrer Belege rechtzeitig ein.

1. Schritt: Welche Steuerfälle muss die App abdecken?

Die wichtigste Entscheidung zuerst: Welche Einkunftsarten müssen Sie abbilden können. Tests von IMTEST (FUNKE Mediengruppe), Finanztip, COMPUTER BILD und Finanzfluss heben WISO Steuer als tauglich für komplexe Fälle hervor. Das Programm unterstützt nach den Testergebnissen Rentner, Selbstständige, Vermieter sowie spezielle Ertragsarten wie Krypto, Gewerbeeinkünfte und Photovoltaik. Das macht WISO zur Standardwahl, wenn Ihre Steuererklärung mehr als die Lohnsteuerbescheinigung enthält.

Stiftung Warentest hingegen berichtet, dass in ihrem Durchlauf ein neuer, kostenloser Anbieter die bisherigen Favoriten überholt hat. Zudem das zeigt: Ein Testsieg in einer Einzelprüfung kann die Marktlage verändern. Für Sie bedeutet das konkret: Arbeitnehmer mit einfachen Fällen kommen oft mit kostenlosen oder sehr günstigen Angeboten weit, während Nutzer mit Einnahmen aus Gewerbe, Vermietung oder selbstständiger Tätigkeit eine Funktionsausstattung wie bei WISO prüfen sollten.

Beispiel: Wenn Sie Vermieter sind und Einnahmen aus mehreren Objekten sowie Abschreibungen angeben müssen, verlangt das nach einer App, die Vermietungsformulare, AfA-Berechnungen und Zuordnungen sauber abbildet. Für einfache Angestelltenfälle reicht dagegen oft ein Basisangebot.

Gute Apps führen durch die Erklärung, prüfen Plausibilität und geben Hilfestellung bei Fachfragen. Finanztip betont, dass WISO plattformübergreifend funktioniert: Lizenzinstallation auf PC und Mac, Browserzugang und eine App mit Cloud-Synchronisation. So können Sie mobil beginnen und am Rechner fertigstellen.

COMPUTER BILD nennt die integrierte KI-Funktion Steuer-GPT in WISO, die bei Fragen hilft und Anwender an die richtige Stelle in der Erklärung führt.

Finanzfluss lobt bei CHECK24 Steuer die Fotofunktion für Lohnsteuerbescheinigungen, die automatische Kategorisierung im Belegordner und den elektronischen Belegabruf. Diese Funktionen sparen Zeit und reduzieren Eingabefehler. IMTEST und Stiftung Warentest betonen, dass Testfälle und Musterberechnungen zentral sind, damit die Software die richtige Steuerberechnung liefert; mehrere Programme erreichten korrekte Berechnungen, einige fielen wegen grober Fehler durch.

Beispiel: Sie beginnen mit dem Upload einer Lohnsteuerbescheinigung per Foto. Eine App mit automatischer Kategorisierung erkennt Lohn, Steuerklasse und Sozialabgaben, legt die Daten an der richtigen Stelle ab und signalisiert fehlende Angaben durch eine Plausibilitätsprüfung.

3. Schritt: Kostenmodelle und Zusatzleistungen vergleichen

Die Preismodelle unterscheiden sich deutlich. Finanztip nennt konkrete Preise für WISO: eine reguläre Lizenz kostet 45,99 Euro und deckt fünf Erklärungen pro Steuerjahr ab. Alternativ gibt es ein Abo-Modell, den sogenannten Steuer-Sparvertrag, für 35,99 Euro für die 2025er Version. Finanztip weist zudem auf einen optionalen ProfiCheck hin, bei dem eine Steuerberaterprüfung der fertigen Erklärung ab mindestens 119 Euro angeboten wird.

Andere Anbieter setzen auf unterschiedliche Modelle: Einmalkauf, Abo oder Gratisbasis mit kostenpflichtigen Zusatzfeatures. Finanzfluss kategorisiert CHECK24 Steuer als kostenlose Lösung für Browser und App. IMTEST und Vergleichsseiten berichten, dass bei manchen Angeboten die Zahlung erst bei Abgabe fällig wird. Entscheiden Sie vorab, ob Sie einmalig zahlen, ein Abo bevorzugen oder ein kostenloses Basisangebot mit optionalem Kauf nutzen wollen.

Beispiel: Bei jährlicher Nutzung mit einfachem Arbeitnehmerfall ist ein kostenloses oder sehr günstiges Angebot wirtschaftlich sinnvoll. Bei jährlicher Nutzung mit mehrfachen Einkunftsarten kann die Investition in WISO oder den ProfiCheck die bessere Wahl sein, weil Zeitaufwand und Fehlerkosten reduziert werden.

4. Schritt: Belegmanagement und Datenübernahme prüfen

Praktisches Belegmanagement spart Zeit beim Befüllen der Erklärung. Finanztip beschreibt WISOs Schnittstellen zu Banking-Software und die App Steuer-Scan zum Digitalisieren von Belegen. Die sogenannte Steuer-Box erlaubt das Befüllen per E-Mail. Finanzfluss hebt den automatischen Belegabruf für die vorausgefüllte Steuererklärung hervor sowie einen QR-Code-gestützten Foto-Upload.

CHECK24 und andere Anbieter bieten ähnliche Funktionen: Foto-Uploads, automatische Kategorisierung und elektronische Belegabrufe. IMTEST weist jedoch auf getrennte Belegerfassungs-Apps hin und stuft Datenschutz und AGB von WISO nur als "befriedigend" ein. Nutzer mit sensiblen Daten sollten deshalb die Datenschutzbedingungen und AGB genau prüfen.

Beispiel: Sie sammeln Spendenquittungen und Handwerkerrechnungen. Eine App mit E-Mail-Import und OCR-Erkennung ordnet die Belege automatisch zu und macht sie in der Erklärung auffindbar. Prüfen Sie trotzdem, wie lange Anbieter Daten speichern und welche Rechte Sie haben.

5. Schritt: Kontrolle der inhaltlichen Qualität und Exportfunktionen

Die Qualität der Nutzerführung, Plausibilitätsprüfung und die Druck- beziehungsweise Exportoptionen unterscheiden sich. COMPUTER BILD und IMTEST bemerken Qualitätsunterschiede bei der Nutzerführung und beim Druck. COMPUTER BILD kritisierte bei WISO eine unkomfortable Auswahl der zu druckenden Elemente und einen knappen Themenfilter zu Beginn.

Stiftung Warentest nutzte drei realistische Musterfälle und bewertete Steuerberechnung, Nutzerführung und Datenschutz. Anwender sollten die Plausibilitätsprüfungen aktiv nutzen. Diese Funktionen schlagen vor, wo Eingaben fehlen oder wann eine Günstigerprüfung sinnvoll ist. Exportfunktionen sind wichtig, falls Sie eine papierbasierte Ablage bevorzugen oder eine Steuerberatung einbinden wollen.

Beispiel: Nach Fertigstellung führen Sie einen Plausibilitätscheck durch. Die App meldet fehlende Belege und schlägt Korrekturen vor. Anschließend exportieren Sie PDF und speichern die Dateien in Ihrer Ablage.

Die meisten getesteten Apps erlauben die digitale Übermittlung an das Finanzamt über die Schnittstelle der Finanzverwaltung, also über ELSTER oder über direkte Brücken. Finanzfluss berichtet, dass nach Fertigstellung die Erklärung elektronisch übermittelt werden kann. COMPUTER BILD und Finanztip nennen explizit die Möglichkeit, mobil zu starten und am PC zu versenden, vorausgesetzt, die App synchronisiert per Konto oder Cloud.

Achten Sie auf Hinweise zur Authentifizierung und auf gegebenenfalls notwendige Elster-Zertifikate. Wer steuerlich vertreten ist, etwa durch einen Steuerberater, hat in der Regel verlängerte Fristen. Prüfen Sie dazu die Regeln Ihres Finanzamts und die Vorgaben für steuerliche Vertretung.

Beispiel: Sie füllen die Erklärung auf dem Smartphone aus, synchronisieren per Cloud und senden das Dokument final über ELSTER vom PC aus. Kontrollieren Sie vorher, ob Ihr Konto korrekt verbunden ist und ob Sie ein Elster-Zertifikat benötigen.

Nach der Abgabe ist die Arbeit nicht vorbei. Bewahren Sie Belege digital und in Papierform auf, bis die Festsetzungsfrist abgelaufen ist oder eventuelle Prüfungen abgeschlossen sind. Finanztip weist darauf hin, dass Sie bei komplexen Fällen eine professionelle Prüfung durch einen Steuerberaterdienst in Anspruch nehmen können.

Vergleichen Sie den Steuerbescheid mit Ihrer Eingabe. Viele Apps unterstützen den Abgleich oder bieten einen Rahmen, in dem Sie Abweichungen markieren und dokumentieren können. Legen Sie einen Ordner an, in dem Sie die exportierten PDFs, die E-Mails mit Bestätigungen und gescannte Belege sammeln.

Beispiel: Nach Eingang des Steuerbescheids setzen Sie einen Abgleich an. Stimmen entscheidende Zahlen nicht, dokumentieren Sie die Differenzen und entscheiden, ob Sie einen ProfiCheck oder die Hilfe eines Steuerberaters nutzen.

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Für komplexe Fälle bleibt WISO Steuer die praktikable Wahl, für einfache Arbeitnehmerfälle sind kostenlose Testsieger eine wirtschaftliche Alternative. Richten Sie Ihr ELSTER-Konto ein, importieren Sie Vorjahresdaten und digitalisieren Sie die wichtigsten Belege, damit die Abgabe vollständig vorbereitet ist. Die elektronische Übermittlung der Einkommensteuererklärung erfolgt über ELSTER.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.