Premium Bonds sind eine beliebte Anlageform, bei der Sie keine Zinsen erhalten, sondern stattdessen an monatlichen Gewinnziehungen teilnehmen. Im Jahr 2026 gibt es wichtige Änderungen bei den Gewinnchancen und der Rendite, die es zu beachten gilt. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Premium Bonds funktionieren, welche Neuerungen ab April 2026 gelten, warum diese für Anleger relevant sind und wie sich die Bedingungen im Vergleich zu anderen Sparformen darstellen.
Was sind Premium Bonds?
Premium Bonds sind eine besondere Art von Sparanlage, bei der Sie statt eines garantierten Zinsertrags Lose erwerben, die an monatlichen Gewinnziehungen teilnehmen. Anders als bei normalen Sparbüchern oder Festgeldkonten erhalten Sie keine festen Zinsen auf Ihr angelegtes Kapital. Stattdessen haben Sie die Chance, Preise zu gewinnen. Diese Preise reichen von kleineren Geldbeträgen von 25 Euro beziehungsweise Pfund bis hin zu einem Hauptgewinn von 1 Million Pfund beziehungsweise Euro.
Im Vereinigten Königreich werden Premium Bonds von National Savings and Investment (NS&I) ausgegeben, einer staatlichen Organisation. Diese Form der Geldanlage erfreut sich dort großer Beliebtheit, weil sie Sicherheit mit der Chance auf hohe Gewinne verbindet. In Deutschland gibt es vergleichbare Sparformen, doch Premium Bonds sind hier weniger verbreitet. Der Reiz liegt darin, dass das eingesetzte Kapital jederzeit verfügbar bleibt und die Gewinne steuerfrei sind – zumindest im Vereinigten Königreich.
Die Teilnahme funktioniert so: Für jeden investierten Betrag erhalten Sie eine bestimmte Anzahl von Losen. Jedes Los ist eine Gewinnchance bei den monatlichen Ziehungen. Je mehr Lose Sie besitzen, desto höher ist Ihre Chance auf einen Gewinn. Allerdings ist der Ertrag nicht sicher, sondern vom Glück abhängig. Manche Anleger gewinnen regelmäßig kleine Beträge, andere warten lange oder gewinnen gar nichts.
Wie funktionieren Premium Bonds 2026?
Ab April 2026 tritt eine bedeutende Änderung bei den Premium Bonds in Kraft. Die sogenannte Preisfondrate wird von 3,6 % auf 3,3 % gesenkt. Diese Rate beschreibt den Anteil des Gesamtbetrags, der als Gewinne ausgeschüttet wird.
Konkret bedeutet das, dass von der gesamten Summe, die Anleger in Premium Bonds investiert haben, künftig etwas weniger in monatliche Preise fließt.
Vor April 2026 lag die Gesamtgewinnsumme bei rund 408 Millionen Pfund pro Monat. Nach der Senkung liegt diese Summe bei etwa 375 Millionen Pfund. Das sind etwa 33 Millionen Pfund weniger, die monatlich ausgeschüttet werden. Gleichzeitig verschlechtern sich die Gewinnchancen leicht: Die Wahrscheinlichkeit, mit einem einzelnen Los einen Preis zu gewinnen, sinkt von 1 zu 22.000 auf 1 zu 23.000.
Die Zahl der monatlichen Preise reduziert sich von ungefähr 6,18 Millionen auf 5,94 Millionen. Interessanterweise steigt die Anzahl der kleinsten Gewinne zu 25 Pfund von etwa 2,64 Millionen auf 2,8 Millionen. Das heißt, es gibt mehr kleine Preise, aber weniger mittelgroße und große Gewinne. Die beiden Hauptgewinne von jeweils 1 Million Pfund pro Monat bleiben konstant.
Diese Änderungen wirken sich auf die durchschnittliche Rendite aus. Anleger sollten deshalb nicht nur auf den Hauptgewinn hoffen, sondern auch die Chancen auf kleinere Preise bedenken.
Die Verteilung der Gewinne verschiebt sich zugunsten vieler kleinerer Beträge.
Warum sind diese Änderungen wichtig?
Die Senkung der Preisfondrate und die leicht verschlechterten Gewinnchancen bedeuten, dass Anleger im Durchschnitt weniger zurückbekommen. Wer auf eine regelmäßige Rendite hofft, wird enttäuscht sein, denn Premium Bonds zahlen keine Zinsen. Stattdessen setzen Sie auf Glück – und das kann auch bedeuten, dass Sie gar nichts gewinnen.
Für Anleger, die ihr Kapital sicher parken wollen, bleiben Premium Bonds dennoch eine interessante Möglichkeit. Das eingesetzte Kapital ist jederzeit verfügbar, ohne Kündigungsfrist oder Strafgebühren. Außerdem sind Gewinne in Großbritannien steuerfrei, was die Attraktivität erhöht. Allerdings gilt diese Steuerfreiheit nicht automatisch in Deutschland. Hier sind Gewinne aus solchen Anlagen steuerpflichtig, was die Nettorendite schmälert.
Wer Premium Bonds aus dem Ausland besitzt oder mit deutschen Sparprodukten vergleicht, muss die steuerliche Behandlung genau beachten. Während in Großbritannien keine Abgeltungssteuer auf Gewinne anfällt, unterliegen in Deutschland erzielte Gewinne der Einkommensteuer. Das kann die tatsächliche Rendite deutlich verringern.
Die Inflation spielt ebenfalls eine Rolle. Weil Premium Bonds keine garantierten Zinsen zahlen, kann die reale Rendite bei steigender Inflation ins Minus rutschen. Die geringeren Auszahlungen durch die sinkende Preisfondrate verstärken diesen Effekt. Anleger sollten sich daher genau überlegen, ob sie auf die Chance eines Gewinns oder auf eine sichere Verzinsung setzen wollen.
Wie sehen die Konditionen 2026 aus? Ein Vergleich
Premium Bonds sind im Vergleich zu Tagesgeld, Festgeld oder Sparbüchern eher untypisch. Während Tagesgeldkonten in Deutschland aktuell Zinsen von etwa 3 % bis 4 % pro Jahr bieten (Stand Frühjahr 2026), sind Premium Bonds keine Zinsanlage, sondern eine Gewinnchance. Die durchschnittliche Rendite liegt bei Premium Bonds unter der neuen Preisfondrate von 3,3 % und wird durch das tatsächliche Gewinnverhalten bestimmt.
Festgeldanlagen bieten in der Regel eine feste Verzinsung, beispielsweise 4 % über 12 Monate, allerdings mit eingeschränkter Verfügbarkeit des Kapitals. Sparbücher, die früher beliebt waren, bringen aktuell oft weniger als 1 % Zinsen, sind aber sehr sicher und flexibel.
Ein Vorteil von Premium Bonds ist die Steuerfreiheit der Gewinne in Großbritannien, die es bei klassischen Zinsanlagen nicht gibt. In Deutschland sind Zinsen zwar ebenfalls steuerpflichtig, jedoch gibt es einen Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr für Ledige und 2.000 Euro für Verheiratete, bis zu dem keine Steuern auf Kapitalerträge anfallen. Gewinne aus Premium Bonds in Deutschland müssen dagegen komplett versteuert werden, wenn sie als Einkünfte aus Kapitalvermögen gelten.
Für Anleger, die auf eine Kombination aus Sicherheit und der Chance auf hohe Gewinne hoffen, können Premium Bonds eine Ergänzung zum Portfolio darstellen. Die reduzierten Gewinnchancen und die gesunkene Preisfondrate ab April 2026 sollten jedoch bei der Entscheidung berücksichtigt werden. Es lohnt sich, die persönlichen Anlageziele und die steuerliche Situation genau zu prüfen.
Darüber hinaus ist es sinnvoll, alternative Anlagen mit vergleichbarer Sicherheit und besser planbarer Rendite in Betracht zu ziehen, etwa Bundesanleihen oder ETFs mit Dividenden. Diese bieten zwar keine Gewinnspiele, aber kalkulierbare Erträge und sind in Deutschland steuerlich transparent geregelt.
Premium Bonds 2026 bieten eine sichere Kapitalanlage mit der Chance auf Gewinne, doch die kürzliche Senkung der Preisfondrate von 3,6 % auf 3,3 % und die verschlechterten Gewinnchancen drücken die durchschnittliche Rendite. Während die monatlichen Hauptgewinne von 1 Million Pfund konstant bleiben, sinkt die Gesamtgewinnsumme von 408 auf 375 Millionen Pfund und die Gewinnchance pro Los verschlechtert sich von 1 zu 22.000 auf 1 zu 23.000. Für Anleger in Deutschland ist zudem die steuerliche Behandlung der Gewinne ein wichtiger Faktor, da diese hierzulande steuerpflichtig sind. Wer auf sichere, planbare Erträge setzt, sollte Premium Bonds daher kritisch prüfen und Alternativen vergleichen.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.