Festo will in Deutschland rund 1.300 Stellen streichen, das sind etwa 15 bis 16 Prozent der deutschen Belegschaft, also nahezu jede sechste Stelle. Betroffen seien vor allem Beschäftigte in Produktion, Entwicklung und Verwaltung an deutschen Standorten, das familiengeführte Unternehmen hat seinen Sitz in Esslingen. Festo erklärt den Schritt als Teil eines globalen Transformationsprogramms und nennt tiefgreifende Marktveränderungen, verstärkten Wettbewerb aus Asien und geopolitische Krisen als Gründe; Vorstandschef Thomas Böck betonte laut Unternehmensangaben, das Unternehmen handele weiterhin "aus einer Position der Stärke heraus". Die IG Metall Esslingen reagierte mit scharfer Kritik, Max Czipf sagte, "das hat uns und die Beschäftigten eiskalt erwischt"; konkrete Maßnahmen und ein Zeitplan liegen bislang nicht vor.
Der Automatisierungsspezialist Festo hat den geplanten Personalabbau offiziell bestätigt. Nach den Angaben des Unternehmens beschäftigte Festo Ende 2025 weltweit rund 20.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon etwa 8.200 in Deutschland. Der angekündigte Abbau von etwa 1.300 Stellen entspricht demnach rund 15 bis 16 Prozent der deutschen Belegschaft, ein Anteil, den mehrere Berichte als "ungefähr jede sechste Stelle" einordneten.
Warum Festo handelt
Festo selbst führt den Schritt auf ein globales Transformationsprogramm zurück, mit dem Wachstum gesteigert und die Effizienz erhöht werden soll. Als Treiber für die Entscheidung nennt das Unternehmen tiefgreifende Marktveränderungen, verstärkten Wettbewerb aus Asien und geopolitische Krisen. Vorstandschef Thomas Böck sagte laut Unternehmensangaben, Festo wolle seine Rolle in Automatisierungstechnik und technischer Bildung weiter ausbauen und handle "noch aus einer Position der Stärke heraus".
Finanzkennzahlen untermauern den Druck, unter dem das Management steht. Der Umsatz sank 2025 um 3,7 Prozent auf rund 3,33 Milliarden Euro, es handelte sich um den dritten Rückgang in Folge. Zum Vergleich nennt das Unternehmen für 2022 einen Umsatz von 3,81 Milliarden Euro. Angaben zum Gewinn macht Festo nicht.
Festo produziert Steuerungs- und Automatisierungstechnik, darunter pneumatische Komponenten sowie Software- und KI-Lösungen. Diese Produkte finden Einsatz in Branchen wie Nahrungsmittel, Automobil und Medizintechnik. Das Unternehmen ist zudem in der technischen Bildung aktiv und engagiert sich in Forschungsfeldern wie Bioreaktoren. In Stellungnahmen nennt Festo diese Geschäftsfelder als Teil des künftigen Schwerpunktes.
Reaktionen, Details und offene Fragen
Die Ankündigung traf Betriebsräte und Gewerkschaften hart. Die IG Metall in Esslingen sagte, "das hat uns und die Beschäftigten eiskalt erwischt". Max Czipf von der IG Metall Esslingen bezeichnete das Ausmaß als überraschend und besorgniserregend.
Die konkreten Arbeitsplatzverluste betreffen laut dem Unternehmen insbesondere Produktion, Entwicklung und Verwaltung an deutschen Standorten.
Festo betonte, der Stellenabbau solle "möglichst verantwortungsvoll und sozialverträglich" erfolgen und führt eigene Angaben zufolge derzeit Verhandlungen mit dem Betriebsrat über die konkrete Ausgestaltung der Maßnahmen. Konkrete Maßnahmen, Sozialpläne oder termingebundene Entscheidungen wurden bislang nicht genannt.
Ein Bericht nannte ein konkretes Sparziel von jährlich 200 Millionen Euro; diese Zahl findet sich jedoch nur in einer einzigen Quelle. Ebenfalls nur in einer einzelnen Quelle wurde Vorstandschef Thomas Böck mit der Aussage zitiert, dass Schließungen von Standorten in Deutschland ausgeschlossen seien und alle Produktionsstandorte in Deutschland erhalten blieben. Für diese beiden Punkte besteht damit keine mehrfache Quellenbestätigung in dem vorliegenden Material.
Unternehmensseite und Gewerkschaft stehen nun vor Verhandlungen, die klären müssen, wie viele Stellen tatsächlich wegfallen, an welchen Standorten und welche sozialen Maßnahmen greifen. Festo sagt, die Strukturen sollen verschlankt und die Kostenbasis angepasst werden. Die Firma betont zugleich, weiterhin in ihre Kernfelder investieren zu wollen, etwa in Automatisierungstechnik und technische Bildung.
Offen ist, wie schnell der Abbau erfolgen soll und ob einzelne Standorte tatsächlich erhalten bleiben. Festo schränkt ein, dass noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen sind und Verhandlungen mit dem Betriebsrat laufen.
Related Articles
- Rente mit 63: Bis zu 14,4% Abschlag möglich
- Bausparvertrag: 3,5% Zinsen und wann er sich rechnet
- TKMS: Auftragsbestand 20,6 Mrd., Ebit steigt 14%
Klar ist bisher vor allem die Zahl: rund 1.300 Stellen, etwa 15 bis 16 Prozent der Belegschaft in Deutschland. Termine für den Abbau, konkrete Sozialpläne und weitere Details sind noch offen, die nächsten Entscheidungen hängen von den Verhandlungen mit dem Betriebsrat ab.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.