Ab dem 1. Juli müssen Besucherinnen und Besucher zwölf Euro zahlen, weil das Domkapitel eine Eintrittsgebühr einführt, um gestiegene Kosten für Schutz, Pflege und Betrieb des Kölner Doms zu decken. Die Gebühr gilt für die Besichtigung des Innenraums, während Gottesdienstbesucher, Betende und bestimmte Gruppen ausgenommen bleiben, so das Domkapitel. Tickets sind bereits online und zusätzlich am Ticketschalter am Roncalliplatz 2 erhältlich, das Online-Portal war nach Angaben der Verantwortlichen seit dem 15. Juni zugänglich. Die Entscheidung zielt nach Angaben des Domkapitels auf die Finanzierung des laufenden Erhalts eines UNESCO-Weltkulturerbes ab.

Vor allem Touristinnen und Touristen sowie Gelegenheitsbesucher werden unmittelbar betroffen sein, weil das Domkapitel den westlichen Haupteingang künftig zur ticketpflichtigen Haupteintrittsstelle macht und den Nordeingang als kostenfreien Gebetsbereich freihält. Das Domkapitel nennt sechs Millionen Jahresbesucher als Bezugsgröße; Dompropst Guido Assmann schätzt, dass Touristen rund 99 Prozent der Gäste ausmachen.

Der volle Tarif von 12 Euro bezieht sich auf den Zugang zum großen Innenraum. Kinder bis 13 Jahre sowie Menschen mit Schwerbehinderung sind grundsätzlich von der Gebühr ausgenommen. Für Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren, Studierende, Auszubildende und Inhaber sozialer Pässe in Nordrhein-Westfalen sieht das Domkapitel einen ermäßigten Tarif von 6 Euro vor. Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins, Gottesdienstbesucher und Menschen, die zum Gebet kommen, sollen weiterhin ohne Ticket eintreten können.

Markus Frädrich vom Domkapitel betonte, der kostenfrei zugängliche Gebetsbereich sei ein wichtiger Bestandteil des neuen Besuchskonzeptes. "Der Kölner Dom bleibt auch künftig ein Gotteshaus, das Menschen für ihr Gebet und zur persönlichen Einkehr offensteht", sagte Frädrich. Zugleich kündigte das Domkapitel an, die Besucherführung anzupassen und Aufsichtskräfte so einzusetzen, dass keine Gesinnungsprüfung stattfinde.

Als treibender Grund für die Gebühr nennt das Domkapitel die steigenden Unterhaltskosten des UNESCO-Weltkulturerbes. Domrendant Clemens van de Ven fasste den Bedarf pointiert zusammen: "Der Dom kostet Geld, der Dom braucht viel Geld", und bezifferte die laufenden Kosten in der öffentlichen Diskussion mit 44.000 Euro pro Tag. Vor diesem Hintergrund versteht das Domkapitel die Einnahmen als Beitrag zum Schutz, zur Pflege und zum Betrieb des Bauwerks.

Die Reaktionen in Köln sind geteilt. Kritiker warnen davor, dass der Besuch nicht auf Wohlhabende beschränkt werden dürfe. Die ehemalige Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner forderte alternative Finanzierungsmodelle wie Stiftungen oder Fonds, um den Zugang breiter zu erhalten.

Andere Passanten verglichen den Preis mit Eintritten in anderen europäischen Kathedralen und bezeichneten 12 Euro als nachvollziehbar, einige nannten ihn "happig".

Die Verantwortlichen rechnen nicht mit einem chaotischen Start. Frädrich sagte, man habe sich seit Monaten vorbereitet, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien geschult worden, und es werde nach dem Start Erfahrungen geben, an denen Abläufe gegebenenfalls nachjustiert würden. Dompropst Guido Assmann räumte ein, dass die Regelung missbraucht werden könne, zeigte sich aber überzeugt, dass die Gebühr dazu beitragen werde, den Dom wieder stärker als Gotteshaus erlebbar zu machen.

Praktisch bedeutet das neue Konzept auch organisatorische Änderungen: Der westliche Haupteingang wird zur zentralen, ticketpflichtigen Eintrittsstelle, während der Nordeingang als kostenfreier Bereich für Gebet und Einkehr offenbleibt. Tickets können über das Online-Portal erworben werden, das seit dem 15. Juni zugänglich ist, oder am Ticketschalter am Roncalliplatz 2.

Das Domkapitel nennt die sechs Millionen Besucher als Referenzpunkt für die Kalkulation. In der öffentlichen Debatte dienen diese Zahlen als Rechtfertigung für die Maßnahme, zugleich sind sie der Kern der Kritik: Wenn fast alle Besucher touristisch motiviert sind, wie Assmann sagt, entsteht die Frage, ob Tourismusabgaben oder andere städtische Finanzierungsinstrumente als Alternative taugen würden. Die ehemalige Dombaumeisterin Schock-Werner sprach sich explizit für solche Modelle aus.

Für Besucherinnen und Besucher ändert sich nicht nur der Preis, sondern auch der Zugang. Für Bildungsgruppen, Studierende und Inhaber sozialer Pässe gibt es Ermäßigungen, für Kinder und Menschen mit Schwerbehinderung bleibt der Eintritt frei. Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins und Gottesdienstbesucher bleiben weiter außen vor der Gebührenpflicht.

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Der neue Tarif tritt am 1. Juli in Kraft; das Domkapitel will die Abläufe nach dem Start beobachten und Erfahrungen sammeln, um die Besucherführung gegebenenfalls nachzujustieren. Tickets sind bereits über das seit dem 15. Juni geöffnete Online-Portal sowie am Ticketschalter am Roncalliplatz 2 erhältlich.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.