12,06 Euro pro 100 Kilometer beim Schnellladen und 10,45 Euro an Normalladepunkten, das ist der Mittelwert des Ladesäulenchecks 2025 von LichtBlick und Statista. Verbraucherschützer kritisieren erhebliche Transparenzmängel und warnen, dass Haushalte ohne private Lademöglichkeit finanziell benachteiligt werden. Betriebsformen und Abrechnungsmodelle reichen von Abrechnung nach kWh bis zu Zeit-, Pauschal- oder Flatrate-Modellen und erschweren Vergleiche. Verbände wie der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), ADAC Weser-Ems und LichtBlick fordern deshalb klare Regeln und verbindliche Preisangaben vor Beginn des Ladevorgangs.

Die Debatte um die Kosten des öffentlichen Ladens hat eine konkrete Zahl als Ausgangspunkt. Der Ladesäulencheck 2025 von LichtBlick und Statista bezeichnet 10,45 Euro pro 100 Kilometer an Normalladepunkten als durchschnittlichen Wert, beim Schnellladen liegt der Mittelwert bei 12,06 Euro pro 100 Kilometer, was 0,52 Euro pro Kilowattstunde (kWh) bei AC-Laden beziehungsweise 0,60 Euro/kWh bei DC-Laden entspricht. Diese Werte bilden einen Rahmen, innerhalb dessen einzelne Standorte deutlich darüber oder darunter liegen.

Preisunterschiede und Ausreißer

Mehrere Branchenanalysen und Verbraucherorganisationen beschreiben das Preisniveau 2025 als heterogen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) nennt ähnliche mittlere Werte: rund 0,54 Euro/kWh an Normalladern und etwa 0,64 Euro/kWh an Schnellladern. Mit diesen Zahlen steht öffentliches Laden deutlich über den Kosten fürs Laden zu Hause. Je nach Stromtarif und Photovoltaik-Nutzung könne Hauseigenes Laden unter 0,30 Euro/kWh liegen, so der vzbv.

Einzelne Nutzerberichte zeigen noch größere Abweichungen. In einem einzelnen WDR-Bericht wurden Preise von mehr als 1,00 Euro/kWh an einzelnen Säulen dokumentiert. Solche Extrema treffen Nutzer unvorbereitet und verstärken den Eindruck von Intransparenz. LichtBlick weist in seiner Auswertung zudem auf Fälle hin, in denen Drittanbieter bis zu 194 Prozent höhere Entgelte für die Nutzung von Ladepunkten zahlen müssen. Diese spezielle Zahl ist in der externen Berichterstattung jedoch nur in der Sonnenseite-Auswertung dokumentiert und gilt als Einzelquelle.

Marktstruktur, Abrechnung und Forderungen

Die Ursachen der unterschiedlichen Preisniveaus liegen nach Analyse von LichtBlick in der Marktstruktur und in den Abrechnungsmodellen. Lokal tätige Betreiber treten oft als faktische Monopolisten auf, sodass Fahrzeughalter vor Ort wenig Auswahl haben. Drittanbieter haben teilweise eingeschränkten Zugang zu bestimmten Ladepunkten, was Wettbewerb und Preisdruck schwächt. Aus Sicht der Anbieter mögen unterschiedliche Investitions- und Betriebskosten eine Rolle spielen, die Studien und Verbände als Erklärungsansatz nennen.

Die praktischen Abrechnungsformen sind uneinheitlich. Theoretisch ist die Abrechnung nach geladenen kWh vorgeschrieben. In der Praxis wird aber weiterhin nach Ladezeit, pro Ladevorgang oder über Flatrates und Volumentarife abgerechnet. Dazu kommen Grundgebühren, Kosten für Ladekarten und verschiedene Zahlungsmethoden wie proprietäre Ladekarten, Apps oder nachträgliche Rechnungsstellung.

Diese Vielfalt erschwert Nutzern die Auswahl und den Preisvergleich, befunden mehrere Verbraucherorganisationen.

Der Verbraucheralltag spiegelt diese Komplexität. ADAC Weser-Ems und die Verbraucherzentrale Bremen attestieren dem öffentlichen Ladesystem erhebliche Defizite bei Preistransparenz und Bedienbarkeit. Der ADAC stellt fest, dass das Laden an öffentlichen Ladestationen meist intransparent ist. Der vzbv warnt konkret davor, dass hohe Preise an öffentlichen Ladepunkten Menschen ohne private Lademöglichkeit vom Umstieg auf Elektromobilität abhalten können.

LichtBlick warnt ebenfalls, dass anhaltend hohe Ladepreise die Akzeptanz der Elektromobilität gefährden könnten. Vor diesem Hintergrund fordern Verbraucherverbände und Branchenakteure klare Preisangaben bereits vor Beginn des Ladevorgangs.

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Die aktuell belastbarste Referenz sind die Zahlen des Ladesäulenchecks 2025: 10,45 Euro pro 100 km an Normalladepunkten und 12,06 Euro pro 100 km beim Schnellladen.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.