US-Leichtöl stieg am Montag um knapp sieben Prozent, und Brent notierte zeitweise wieder über 100 Dollar. Die Ölpreise zogen damit deutlich an, während die US-Aktienmärkte am Dienstag infolge geopolitischer Spannungen und erhöhter Volatilität schwächer schlossen.
Geopolitische Risiken dämpfen Anlegerstimmung
Die US-Aktienmärkte drehten im Verlauf des Handelstages ins Minus, nachdem neue Nachrichten aus dem Nahen Osten die Hoffnungen auf einen dauerhaften Frieden eintrübten. Am späten Dienstagabend weiteten sich die Verluste aus, als Berichte bekannt wurden, wonach ein angekündigter Besuch eines US-Vertreters zu Friedensgesprächen in Pakistan abgesagt worden sei; zuvor hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, der Vertreter werde binnen weniger Stunden in Pakistan eintreffen.
Ein ranghoher iranischer Regierungsvertreter machte deutlich, Teheran könne an Gesprächen in Pakistan teilnehmen, sofern die USA ihre Politik des Drucks und der Drohungen aufgäben; Verhandlungen, die auf eine Kapitulation abzielten, lehnt die iranische Führung jedoch ab. Diese Signale zeigten Anlegern, dass die Lage alles andere als stabil ist — und dass ein erneuter Eskalationsschub jederzeit möglich bleibt. "Der unberechenbare Faktor ist in der Tat, was mit dem Iran passiert", sagte Thomas Martin, Portfoliomanager bei Globalt Investments.
Ausgewogene Datenlage: Starke Zahlen, aber Sorge bleibt
Zumindest kurzfristig lieferten makroökonomische Daten und Quartalsbilanzen Stütze für die Kurse. Die US-Einzelhandelsumsätze stiegen im März um 1,7 Prozent und damit so stark wie seit März 2025 nicht mehr, berichteten Wirtschaftsdaten. Analysten hatten im Mittel mit 1,4 Prozent gerechnet.
Die Berichtssaison zeigte überwiegend solide Gewinne. Laut LSEG-Daten liegen die Gewinnerwartungen für das erste Quartal bei rund 14 Prozent, und mehrere große Unternehmen übertrafen die Schätzungen. Besonders auffällig war UnitedHealth: Der Gesundheitskonzern hob seine Jahresgewinnprognose an und meldete ein besseres erstes Quartal als erwartet. Das half dem Dow Jones, die Verluste zunächst zu begrenzen. Gleichzeitig wiesen Banken vor allem darauf hin, dass Verbraucherkredite und Konsumausgaben bislang in Ordnung aussehen. "Bisher hat man von den Banken gehört, dass die Verbraucherkredite und die Konsumausgaben in Ordnung aussehen", sagte Tom Hainlin, Anlagestratege bei U.S. Bank Wealth Management.
Rohöl treibt Energiesektor — und die Volatilität
Die Spannungen schlugen sich unmittelbar an den Ölmärkten nieder. Angaben aus verschiedenen Berichten zeigten, dass die Ölpreise deutlich zulegten: Am Montag stieg US-Leichtöl laut Marktberichten um knapp sieben Prozent auf 89,61 Dollar je Barrel, während Nordseeöl der Sorte Brent um knapp sechs Prozent auf 95,48 Dollar kletterte. In der Folge notierte Brent zeitweise wieder über der 100-Dollar-Marke, fiel dann aber leicht zurück und lag in einem späteren Stand bei rund 99 Dollar pro Fass.
Das wirkte sich auf Sektoren und Risikoindikatoren aus: Im S&P 500 gehörte der Energiesektor zu den stärksten Branchen, weil höhere Rohölpreise die Gewinnerwartungen dort nach oben schoben. Höhere Benzinpreise führten außerdem zu einem Rekordanstieg der Einnahmen an den Tankstellen, was die Konsumausgaben im Bereich Kraftstoff vorübergehend verzerrte. Und die Nervosität an den Märkten spiegelte sich im Volatilitätsindex VIX wider: Nach acht Verlusttagen stieg der VIX um 1,57 Punkte auf 19,08 Zähler, was auf gestiegene Marktunsicherheit hindeutete.
Börsenbilanz: Indizes geben ab
Am Ende des Handelstages standen alle drei großen US-Indizes im Minus: Der Dow-Jones-Index der Standardwerte, der S&P 500 und die Nasdaq gaben nach.
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Thomas Martin, Portfoliomanager bei Globalt Investments, sagte: "Der unberechenbare Faktor ist in der Tat, was mit dem Iran passiert."
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.