Die Übernahme des Münchener Laserkommunikations-Herstellers Mynaric durch den US-Raketenbauer Rocket Lab ist abgeschlossen: Das Bundeswirtschaftsministerium hat den Deal genehmigt und damit einen monatelangen Prüfprozess beendet. Mynaric soll in München als erste europäische Basis erhalten bleiben und weiter Laserfunkterminals entwickeln; der Kaufpreis wurde überwiegend in Rocket-Lab-Aktien beglichen.

Übernahme nach Genehmigung aus Berlin

Der US-Konzern Rocket Lab hat die Übernahme des deutschen Hightech-Unternehmens Mynaric abgeschlossen. Nach Angaben von Rocket Lab wurde die Transaktion vom Bundeswirtschaftsministerium genehmigt, womit ein monatelanger Genehmigungsprozess beendet ist.

Der Kaufpreis wurde überwiegend in Rocket-Lab-Aktien beglichen. Mynaric soll als erste europäische Basis von Rocket Lab in München erhalten bleiben und weiter an seinen Laserfunkterminals arbeiten.

Technik, Auftrag und strategische Bedeutung

Mynaric entwickelt optische Datenverbindungen für Satelliten. Laserfunkterminals bieten hohe Datenraten bei geringerer Abhöranfälligkeit und gelten deshalb als strategisch relevant.

  • Vorteile der Technik: weniger abhöranfällig, hohe Datenraten zwischen Satelliten und zu Bodenstationen.
  • Strategische Einordnung: Die Technologie hat zivile und militärische Nutzungsmöglichkeiten (Doppelverwendungspotenzial).
  • Geschäftsverknüpfung: Rocket Lab stellt inzwischen nicht nur Trägerraketen her, sondern baut auch Satelliten und Sensorik für staatliche und kommerzielle Kunden.
  • Konkreter Treiber: Rocket Lab plant, Mynaric-Terminals in US-Militärsatelliten einzusetzen; in Medienberichten wurde das Auftragsvolumen als beträchtlich beschrieben.

Rückblick: Sanierung, Börse und Bieterwettlauf

Mynaric entstand als Ausgründung aus dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Das Unternehmen war seit 2017 an der Frankfurter Börse gelistet und seit 2021 zusätzlich an der Nasdaq.

  • Produktionsverzögerungen und Lieferprobleme führten zu finanziellen Schwierigkeiten; 2025 kam es zu einem Sanierungsverfahren, in dessen Folge Altaktionäre ihre Anteile verloren.
  • Nach Branchenangaben unterstützte die Investmentgesellschaft Pimco das Unternehmen in der Krise mit Überbrückungsdarlehen, wodurch ein finanzieller Neustart und eine anschließende Übernahme möglich wurden.
  • Rocket Lab hatte bereits im Frühjahr 2025 ein erstes Angebot vorgelegt; danach folgten Verhandlungen und formale Zustimmungen.

Bieterstreit und nationale Interessen

Im Genehmigungsprozess entstand in Deutschland ein Bieterwettbewerb um Mynaric. Der Rüstungskonzern Rheinmetall befürwortete eine "nationale Lösung", um sensible Technik im Inland zu halten und die eigene Raumfahrtsparte zu stärken.

Kritiker des Verkaufs ins Ausland warnten vor einem Abfluss von Technologie; solche Einwände beziehen sich auf das Doppelverwendungspotenzial der Optik- und Lasertechnik für zivile sowie militärische Anwendungen.

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Die Übernahme ist damit abgeschlossen. Mynaric bleibt in München und soll weiterhin Laserfunkterminals entwickeln — eine Technologie mit deutlicher zivil-militärischer Relevanz, deren Kontrolle im Genehmigungsprozess zuletzt im Mittelpunkt stand.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.