Mehrere On‑Chain‑Signale deuten aktuell auf eine mögliche Bodenbildung bei Bitcoin, doch eine verbindliche Trendwende ergibt sich erst, wenn mehrere Indikatoren gleichzeitig bestätigen. Das Forschungsinstitut K33 meldet, dass 79 Prozent des zirkulierenden Angebots von Langzeitinhabern gehalten werden; bis zum 6. Juni wurden nur 218.421 Bitcoins, die älter als zwei Jahre sind, bewegt, gegenüber 1,18 Millionen zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Zugleich notiert ein hoher Anteil der Coins im Minus, und das Puell Multiple befindet sich in einem historisch niedrigen Bereich. Folgen Sie den sieben prüfbaren Schritten unten, um systematisch zu beurteilen, ob mehrere Signale zusammenlaufen; ein klarer Bezugspunkt bleibt der konventionelle Vierjahreszyklus.

1. Der Markt in Kürze

Wie lassen sich starke Akkumulationsdaten mit weiterhin niedrigen Preisen verbinden? Das ist die zentrale Widersprüchlichkeit, die aktuelle Marktanalysen prägte und die Anleger vor Entscheidungsfragen stellt.

Das Forschungsinstitut K33 meldete, dass 79 Prozent des zirkulierenden Bitcoin-Angebots derzeit von Langzeitinhabern gehalten werden. K33-Forschungsleiter Vetle Lunde deutet diesen Rekordwert als Hinweis auf anhaltende Akkumulation und eine Verschiebung zu einem konstruktiveren Markenumfeld. Parallel dazu ist die Aktivität alter Coins deutlich gesunken: Bis zum 6. Juni wurden nur 218.421 Bitcoins, die älter als zwei Jahre sind, bewegt, nach 1,18 Millionen zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres, ein Rückgang, den K33 als Zeichen für reduzierten Verkaufsdruck langjähriger Inhaber interpretiert.

Gleichzeitig zeigen On-Chain-Daten, dass ein erheblicher Anteil der Coins im Minus notiert. Historisch fielen Höchststände im Anteil der treuen Halter und hohe Anteile verlustbringender Coins oft mit lokalen Bärenmarkt-Tiefs zusammen. Doch kein einzelner Indikator ist endgültig, und genau hier setzt die systematische Prüfung an.

2. Die sieben prüfbaren Schritte

Erstens, prüfen Sie die Verteilung des Angebots und die Aktivität alter Coins. Der Anteil des Angebots, das von Langzeithaltern gehalten wird, ist ein strukturprägendes Signal. Ein hoher und steigender Anteil solcher Coins reduziert kurzfristigen Verkaufsdruck. K33 liefert hier konkrete Zahlen: 79 Prozent HODL-Anteil und nur 218.421 bewegte Coins älter als zwei Jahre bis zum 6. Juni. Wenn Sie diese Kennzahlen verfolgen, notieren Sie Trends über Wochen und Monate, nicht einzelne Tagesdaten.

Zweitens, vergleichen Sie das Verhältnis von Coins in Gewinn zu Coins in Verlust und beziehen Sie historische Extremwerte ein. Der Anteil verlustbringender Münzen ist ein klassischer Stimmungsindikator. Ein hoher Anteil verlustbringender Coins kann in früheren Zyklen mit Kapitulation und lokalen Tiefpunkten korrespondieren. Achten Sie darauf, ob dieser Zustand mit anderen Bodenzeichen zusammenfällt, denn isoliert ist er kein Beweis für das Ende des Abwärtstrends.

Drittens, lesen Sie Miner-spezifische Indikatoren, vor allem das Puell Multiple. Dieses Maß setzt die täglichen Miner-Erlöse ins Verhältnis zum 365-Tage-Durchschnitt und steht derzeit in einem historisch niedrigen Bereich, nahe der sogenannten grünen Zone, die in früheren Zyklen Tiefpunkte markierte. Analysten wie Lark Davis werten den Rückgang als Zeichen für finanziellen Druck bei Minern, der in der Vergangenheit zu Miner-Kapitulationen und damit zu Zyklustiefs geführt hat. Prüfen Sie, ob das Puell Multiple die Extremzone vollständig erreicht oder nur anschneidet, denn nur ein kompletter Extremwert hat die stärkste Aussagekraft.

Viertens, kontrollieren Sie klassische Chart- und Zyklensignale wie den 200-Wochen-Durchschnitt und den Vierjahreszyklus. Historisch lagen Tiefpunkte 2015 und 2018 nahe dem 200-Wochen-Mittel; 2022 war eine Ausnahme. Berichte verweisen allgemein auf den 200-Wochen-Durchschnitt als längerfristige Unterstützung, und einige Analysen beobachten wiederholte Wochenabschlüsse oberhalb dieses Mittels. Solche Schlusspreise können als frühes positives Zeichen gelten, sind aber kein Freifahrtschein, weil Abschlüsse und Wochenkerzen gelegentlich irreführen.

Fünftens, bewerten Sie On-Chain-Bewertungsmaße wie den MVRV Z-Score und die Anzahl der Adressen im Gewinn. Der MVRV Z-Score hilft zu erkennen, ob der Markt relativ über- oder unterbewertet ist, und diente in früheren Zyklen als Boden- oder Warnindikator. Aktuelle Berichte mahnen allerdings, dass MVRV-Zahlen und Adressgewinne noch keine einheitliche Bestätigung für einen nachhaltigen Aufwärtstrend liefern. Wenn diese Maße nicht in historische Extrembereiche fallen, bleibt die Vorsicht geboten.

Sechstens, beziehen Sie das Verhalten des Derivatemarkts und die Absicherungsaktivität mit ein. Beobachtungen zeigen, dass Optionshändler derzeit vorsichtig agieren und Absicherungsstrategien verbreitet sind.

Ein stark abgesicherter Derivatemarkt kann Hinweise auf das Vertrauen institutioneller Akteure geben, doch er sendet nicht immer eindeutige Trendwende-Signale. In den analysierten Berichten zeigte der Optionsmarkt bislang kein klares Krisensignal, allerdings vermindern gehäufte Absicherungen die Wahrscheinlichkeit eines unkontrollierten starken Anstiegs.

Siebtens, berücksichtigen Sie makro- und marktstrukturelle Einordnungen. Marktbeobachter beschreiben den aktuellen Markt oft als Übergangsphase mit hoher Unsicherheit, in der das Marktgleichgewicht gesucht wird. Ein längeres Verweilen in dieser Phase kann Voraussetzung für eine solide Bodenbildung sein, liefert aber keine Garantie. Analysten warnen, dass trotz typischer Bodenbildungsmerkmale weiterhin hochriskante Bedingungen bestehen. Legen Sie daher Wert auf mehrere übereinstimmende Signale, bevor Sie die Annahme eines Bärenmarktendes für wahrscheinlicher halten.

3. Warnhinweise, Differenzen und praktische Entscheidungen

Welche Widersprüche sollten Sie besonders gewichten? Einige Indikatoren liefern widersprechende Signale. K33 interpretiert die hohe Quote an Langzeithaltern und die jüngsten Wochenabschlüsse über dem 200-Wochen-Mittel als positive Zeichen, während andere Kennzahlen wie MVRV Z-Score und kurzfristige Adressgewinne noch keine einhellige Bestätigung liefern. Außerdem ist das Puell Multiple noch nicht in allen Ausprägungen in die historische Extremzone eingelaufen. Diese Diskrepanzen machen eine finale Beurteilung schwierig.

Praktische Entscheidungshilfe für Anleger: Folgen Sie der Schrittfolge vom Angebot über Miner- und Bewertungsindikatoren bis zu Chart- und Zyklensignalen. Stimmen mehrere dieser Schritte überein, erhöht das die Wahrscheinlichkeit, dass ein Boden naht. Bleiben die Indikatoren uneinheitlich, steigt das Risiko weiterer Rücksetzer. Konservativere Anleger können zwei Herangehensweisen wählen: Entweder sie reduzieren Exposure schrittweise bei jedem ausbleibenden Bestätigungszeichen oder sie definieren klare Reaktionspunkte, etwa wenn das Puell Multiple eine historische Extremzone erreicht und gleichzeitig MVRV und HODL-Anteil signifikante Niveaus zeigen.

Beispiel-Szenario zur Anwendung: Angenommen, Sie beobachten, dass HODL-Anteil und bewegte Altcoins die K33-Werte bestätigen, das Puell Multiple jedoch nur leicht fällt und MVRV noch keinen extrem niedrigen Wert erreicht. In diesem Fall teilen Sie Ihre Absichten in mehrere Zeitfenster: eine kleine Long-Position zur schrittweisen Akkumulation, Stop-Loss-Levels klar definiert und ein Plan, zusätzliche Mittel nur zuzuführen, wenn zwei weitere Indikatoren ebenfalls das Bodenbild bestätigen. So vermeiden Sie das typische Fehlerbild, bei dem ein einzelner positiver Indikator zur überstürzten All-In-Entscheidung verleitet.

Zum Risikomanagement gehört auch das Verständnis der Derivatemärkte: Wenn Optionshändler breit absichern, ist das ein Signal institutioneller Vorsicht. Das reduziert kurzfristig die Chance auf starke, schnell ansteigende Kursexplosionen, macht aber einen ordentlichen, nachhaltigen Anstieg nicht unmöglich. Sehen Sie Absicherungen als Faktor, der den Charakter einer Erholung verändert, nicht als alleiniges Gegensignal.

Schließlich: Dokumentieren Sie Ihre Beobachtungen. Legen Sie für jede Kennzahl eine Quelle und einen Schwellenwert fest, zum Beispiel die konkreten K33-Zahlen, das Puell Multiple und den 200-Wochen-Durchschnitt in US-Dollar.

Entscheiden Sie vorab, welche Kombination von Signalen für Sie eine handlungsrelevante Bestätigung darstellt.

4. Kurz zusammengefasst

Erstens: Starten Sie mit Angebot und HODL-Daten, denn sie bestimmen kurzfristigen Verkaufsdruck und sind in diesem Zyklus laut K33 außergewöhnlich hoch.

Zweitens: Ein hoher Anteil verlustbringender Coins ist ein klassischer Kapitulationsindikator, aber keine Garantie für einen Boden ohne Bestätigung anderer Maße.

Drittens: Das Puell Multiple und Miner-Daten geben Einblick in den finanziellen Druck auf Produzenten. Achten Sie auf vollständige Extremwerte, nicht nur auf Annäherungen.

Viertens: Chart-Parameter wie der 200-Wochen-Durchschnitt und Zyklusbetrachtungen sind signalgebend, aber nicht unfehlbar.

Fünftens: MVRV Z-Score, Adressgewinne und das Verhalten des Derivatemarktes liefern zusätzliche, oft moderierende Hinweise. Die Lage bleibt insgesamt von hoher Unsicherheit geprägt.

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Der konventionelle Vierjahreszyklus bleibt ein wichtiger Bezugsrahmen; ob das Bärenmarkt‑Ende eingeleitet ist, hängt davon ab, ob mehrere der beschriebenen Indikatoren simultan und nachhaltig bestätigen.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.