1.200 Drohnen stiegen über der Galopprennbahn München-Riem auf.

Leuchtfiguren und Live-Musik

Am Abend verwandelte die DroneArt Show den Nachthimmel in ein bewegtes Bilderbuch: Sterne, Blumen, Tiere und zwei Friedenstauben schwebten in Lichtpunkten über München-Riem. Rund 3.000 Menschen verfolgten, wie die unbemannten Fluggeräte drei­dimensional Formen bildeten — von rotierenden Spiralen über ein Eichhörnchen bis zu einer Balletttänzerin. Begleitet wurde das Spektakel von einem Streichquartett, das Auszüge aus Piotr Iljitsch Tschaikowskys «Schwanensee» und Antonio Vivaldis «Die vier Jahreszeiten» spielte.

Look, die Szenerie wirkte wie eine Mischung aus Klassikkonzert und Lichtinstallation. Am Boden brannten tausende Kerzen; in der Luft war immer wieder das Surren hunderter Motoren zu hören. Nach einigen Sequenzen legten die Drohnen Pausen ein — die Geräte mussten landen, um kurz aufzuladen, bevor sie erneut starteten.

Technik hinter der Show

Fever, die Technologieplattform hinter der Show, sagte, die Drohnen seien mit LED‑Lämpchen ausgerüstet und würden per GPS gesteuert. So lassen sich synchronisierte Figuren programmieren, die in verschiedenen Höhen und Entfernungen ein Bild ergeben. Das macht die Darstellung im dreidimensionalen Raum erst möglich; Lichtpunkte, die aus mehreren Blickwinkeln ein zusammenhängendes Motiv bilden.

Aber die DroneArt Show setzt nicht auf einzelne Riesen‑Effekte, sondern auf viele kleine, genau positionierte Leuchtpunkte — so wirken die Bilder besonders fein. Das erlaubt detailreiche Motive wie Libellen oder Bienen, die auf im Himmel aufleuchtende Blüten landen. Weil jede Drohne ihre eigene LED hat, lassen sich feine Farbverläufe und fließende Muster erzeugen — etwas, das Feuerwerk so nicht bietet.

Sicherheit, Pause und Praxis

Immer wieder landeten die Drohnen zwischendurch. Die Organisatoren wiesen darauf hin, dass Läufe zur Ladung notwendig sind. So bleibt die Performance technisch stabil; gleichzeitig reduziert sich die Betriebsdauer einzelner Einheiten.

Von den Organisatoren hieß es, die München-Premiere habe es bereits im Vorjahr gegeben, damals allerdings mit deutlich weniger Drohnen.

Die Zuschauer registrierten das durchgehende Summen der Motoren; manche Sequenzen endeten abrupt, weil Bodeneinsätze zum Aufladen nötig wurden. Solche Unterbrechungen sind Teil der aktuellen Technik: Akkulaufzeit und Ladezyklen begrenzen noch die Dauer durchgehender Schwarmformationen.

Kontext: Drohnen zwischen Kunst und Krieg

Drohnen werden längst nicht nur für Lichtshows genutzt. In den Berichten der Nachrichtenagenturen wurde darauf hingewiesen, dass die unbemannten Fluggeräte in Konflikten wie dem in der Ukraine als Waffe eingesetzt werden. Gleichzeitig gewinnen sie als Showmittel an Bedeutung — vor allem in Teilen Asiens, wo Drohnenschwärme an Silvester und zum chinesischen Neujahr klassische Feuerwerke ersetzen.

Einerseits bringen Drohnen kreative Spektakel, die Leute zusammenbringen. Andererseits werfen sie Sicherheits- und Rüstungsfragen auf, zum Beispiel im Kontext des Ukraine‑Konflikts. In München selbst blieb die Veranstaltung eine Feier der Technik und Ästhetik, begleitet von Stimmen, die eher nach Unterhaltung als nach politischer Einordnung suchten.

Tour, Zahlen und lokale Details

Fever, die Technologieplattform hinter DroneArt, teilte mit, die Show sei bereits in mehr als 40 Städten weltweit gezeigt worden. Die Premiere in München im Vorjahr habe kleinere Formationen gezeigt; diesmal waren deutlich mehr Geräte im Einsatz: etwa 1.200 Drohnen. Veranstaltungsort war die Galopprennbahn München-Riem; Fotos der Agentur dpa, unter anderem von Sven Hoppe, dokumentierten die Szenen.

Rund 3.000 Besucherinnen und Besucher verfolgten das Programm auf dem Gelände. Am Boden sorgten Kerzen für zusätzliche Stimmung, am Himmel wechselten Farben und Formen im Rhythmus der live gespielten Musik.

Die Kombination aus klassischer Musik und moderner Lichttechnik erzeuge einen eigenwilligen Kontrast, fanden mehrere Anwesende.

Was die Technik kann und wo die Grenzen liegen

Die GPS-Steuerung und LED-Beleuchtung erlauben präzise, wiederholbare Figuren. Die Show demonstrierte, wie programmiertes Fliegen ästhetische Erlebnisse schafft. Doch technische Limits bleiben: Akku-Kapazität, Wind und behördliche Auflagen setzen der Dauer und der Flughöhe Grenzen; das zeigte sich an den Ladepausen und an der überschaubaren Dauer der einzelnen Sequenzen.

Außerdem sind Sicherheitsvorkehrungen nötig, weil sich in dicht besiedelten Gebieten Fehlfunktionen rasch auswirken können. Die Veranstalter nannten keine detaillierten Angaben zu Sicherheitskonzepten in den Berichten, doch die Landepausen und der Einsatz vieler kleinerer Geräte statt weniger großer scheinen auf ein vorsichtiges Vorgehen hinzuweisen.

Publikumsreaktionen und Blick auf die Zukunft

Viele Zuschauerinnen und Zuschauer fotografierten und filmten die Formationen; zugleich gab es Kommentare zur akustischen Präsenz der Motoren. Einige Besucher werteten die Show als nachhaltigere Alternative zu Feuerwerk, weil keine Knallkörper eingesetzt werden. Andere verwiesen auf die melancholische Seite: Die gleichen Fluggeräte, die hier Kunst produzierten, werden anderswo militärisch genutzt.

Die Organisatoren sehen in der Tournee eine Chance, technologische Möglichkeiten öffentlich zu zeigen. Fever betont die internationale Nachfrage: Die DroneArt Show laufe bereits in über 40 Städten weltweit, erklärten die Veranstalter.

Related Articles

Die Organisatoren von Fever teilten mit, die DroneArt Show sei bereits in über 40 Städten weltweit zu sehen gewesen.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.