Zehn Entwürfe für neue Euro-Banknoten stehen zur Wahl: Bürgerinnen und Bürger in der Eurozone können bis zum 21. September 2026 online abstimmen. Die Europäische Zentralbank (EZB) stellt zwei Themenwelten mit je fünf Serien zur Auswahl, „Flüsse und Vögel“ sowie „Europäische Kultur“. Die Abstimmung, erstmals in diesem Umfang, soll Angaben der EZB zufolge die Fälschungssicherheit, Haltbarkeit und Barrierefreiheit der Scheine verbessern und fließt direkt in die Entscheidung des EZB-Rats ein.

10 Entwürfe bilden die Grundlage der laufenden Online-Abstimmung über neue Euro-Scheine. Die EZB hat die Arbeiten in zwei klar getrennte Konzepte gebündelt. Das erste nennt sich "Flüsse und Vögel" und zeigt auf den Vorderseiten Naturlandschaften sowie jeweils eine Vogelart als Beispielmotiv. Konkret nennt die EZB Mauerläufer für den 5-Euro-Schein, Eisvogel für den 10-Euro-Schein, Bienenfresser für den 20-Euro-Schein, Weißstorch für den 50-Euro-Schein, Säbelschnäbler für den 100-Euro-Schein und Basstölpel für den 200-Euro-Schein.

Motivwelten und Herkunft der Entwürfe

Das zweite Themenfeld trägt den Arbeitstitel "Europäische Kultur" und setzt auf bekannte Persönlichkeiten und kulturelle Szenen. Zu den aufgezählten Namen gehören Maria Callas, Ludwig van Beethoven, Marie Curie, Miguel de Cervantes, Leonardo da Vinci und Bertha von Suttner. Die Rückseiten der Entwürfe zeigen dem Konzept zufolge Alltagsszenen und gemeinschaftliches Kulturleben.

Mehr als 1.200 Grafikdesignerinnen und Grafikdesigner hatten sich, nach Angaben der Deutschen Bundesbank, für den Wettbewerb beworben. Aus diesem Pool wählte eine unabhängige Jury zehn Entwürfe für die öffentliche Abstimmung aus. Unter den Finalisten finden sich auch Arbeiten aus Bayern, namentlich aus Passau und Regensburg. Lokale Künstler und Designer sehen die Nominierung als Auszeichnung; ausgewählte Entwürfe verbinden traditionelle Illustrationsmethoden mit den gestalterischen Anforderungen für Banknoten.

Die EZB nennt technische und praktische Ziele als Treiber der Neugestaltung. Im Vordergrund stehen eine erhöhte Fälschungssicherheit und eine bessere Haltbarkeit durch neue Materialien und Beschichtungen. Außerdem sollen längere Lebensdauern der Scheine und optimierte Produktionsprozesse die Umweltbelastung verringern. Zur Modernisierung der Barrierefreiheit gehören neue fühlbare Elemente, die Menschen mit Sehbehinderung die Unterscheidung der Scheine erleichtern sollen.

Gleichzeitig betont die EZB Kontinuität: Farben und Abmessungen der Scheine bleiben unverändert, damit bestehende Automaten, Bezahlterminals und Geldbörsen nicht angepasst werden müssen. Stefan Hardt, Leiter des Generaldirektorats Bargeld bei der Deutschen Bundesbank, erklärte, dass für die Entwürfe kein Formatzwang bestanden habe und dass Hochformat-Varianten technisch berücksichtigt werden.

Die aktuelle Initiative reiht sich in die routinemäßige Erneuerung von Banknoten ein. Die erste Euro-Serie wurde 2002 eingeführt, die sogenannte Europa-Serie kam schrittweise zwischen 2013 und Mai 2019 in Umlauf.

Aber Die EZB hatte bereits vor einigen Jahren angekündigt, die Banknoten weiterzuentwickeln; die jetzige öffentliche Abstimmung folgt Umfragen unter der Bevölkerung, aus denen die beiden Themenwelten hervorgingen.

Erstmalig hat die EZB die öffentliche Beteiligung in diesem Ausmaß vorgesehen. Die Online-Abstimmung wird kombiniert mit der Bewertung einer unabhängigen Jury sowie einer technischen Prüfung der Sicherheits- und Produktionsanforderungen. Die Ergebnisse aller drei Säulen sollen in die Entscheidung des EZB-Rats einfließen.

Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das Verfahren eine echte Einflussmöglichkeit auf ein weit verbreitetes Alltagsobjekt. Für Hersteller von Automaten und die Zahlungsinfrastruktur ist die Zusicherung, dass Farben und Maße gleich bleiben, ein wichtiges Signal zur Vermeidung technischer Umrüstungen. Auf politischer Ebene zeigt die öffentliche Einbindung, dass die EZB Designfragen nicht allein intern entscheidet, sondern eine Komponente demokratischer Rückkopplung zulässt.

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Die Abstimmung läuft bis zum 21. September 2026; der EZB-Rat will die endgültige Auswahl voraussichtlich gegen Jahresende 2026 treffen. Ursprünglich berichtet von mdr.de.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.