Zum ersten Mal seit mehr als drei Jahrzehnten trafen sich Vertreter Israels und des Libanon zu direkten politischen Gesprächen. Das rund zweistündige Treffen fand im April im US-Außenministerium in Washington, D. C. Statt; beteiligt waren US-Außenminister Marco Rubio, die libanesische Botschafterin in den USA Nada Hamadeh Moawad und der israelische Botschafter Jechiel Leiter. Die US-Seite nannte das Gespräch einen "historischen Meilenstein" und bot beiden Seiten Unterstützung an. Themen waren eine Feuerpause, die Rückkehr Vertriebener, die humanitäre Lage und Israels Forderung nach Entwaffnung der Hisbollah; die Erfolgsaussichten gelten als begrenzt, weil die Hisbollah die Gespräche ablehnte.

Das Treffen fand im US-Außenministerium in Washington D. C. Statt und dauerte nach US-Angaben rund zwei Stunden. Formal nahmen die libanesische Botschafterin in den USA Nada Hamadeh Moawad und der israelische Botschafter Jechiel Leiter teil. US-Außenminister Marco Rubio bezeichnete die Verhandlungen als einen "historischen Meilenstein" und als "historische Chance" für Aussöhnung, so die US-Seite. Nach Angaben der US-Regierung sicherte Washington beiden Seiten Unterstützung für weitere Gespräche zu.

Das Treffen und seine Inhalte

Nach mehreren Berichten forderte die libanesische Delegation eine sofortige Feuerpause, die Rückkehr der Vertriebenen und konkrete Maßnahmen zur Linderung der humanitären Krise. Israel machte laut mehreren Quellen klar, dass es die Entwaffnung der vom Iran unterstützten Hisbollah zum Ziel hat, und stellte zugleich keine sofortige Einstellung seiner Militäroperationen als Bedingung für Gesprächsaufnahme. Diese Gegensätze bildeten den Kern der Diskussion.

Die US-Regierung bot an, direkte Verhandlungen zu unterstützen und erklärte, solche Gespräche zu einem späteren, noch festzulegenden Zeitpunkt und Ort fortzusetzen. Ein Bericht, der sich auf einen ranghohen US-Diplomaten berief, nannte als langfristiges Ziel eine schrittweise Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und dem Libanon und gegebenenfalls einen Beitritt des Libanon zu den Abraham-Abkommen. Dieses langfristige Ziel wurde in den Quellen jedoch durchweg als unsicher eingeschätzt.

Einige Berichte nannten darüber hinaus, dass US-Botschafter im Libanon Michael Issa und der US-Vertreter bei den Vereinten Nationen Mike Waltz anwesend gewesen seien. Diese Angaben erschienen nur in einem Bericht und sind damit nicht durch mehrere Quellen bestätigt.

Hürden: Hisbollah, Einfluss und Glaubwürdigkeit

Die Hisbollah lehnte die Gespräche deutlich ab. Der Hisbollah-Führer Naim Kassem bezeichnete die Verhandlungen im staatlichen Sender Al-Manar als "Unterwerfung und Kapitulation", eine Formulierung, die in Berichten der Miliz wiedergegeben wird. Mehrere Quellen stellen fest, dass die libanesische Regierung nur begrenzten Einfluss auf die Hisbollah hat.

Zugleich positioniert sich die derzeitige libanesische Regierung laut Berichten stärker gegen die Hisbollah als frühere Kabinette, bleibt aber militärisch schwächer als die Miliz.

Die Tatsache, dass die Miliz als eigenständiger Verhandlungspartner ausgeschlossen wurde und die Hisbollah die Gespräche ablehnte, begrenzt die unmittelbaren Erfolgschancen. Experten und Diplomaten nannten zwei Kernfragen, die sich kaum losgelöst voneinander lösen lassen: einerseits eine sofortige Waffenruhe und die Rückkehr Vertriebener, andererseits die Entwaffnung der Hisbollah. Ohne direkte Einbindung der Miliz wirken Lösungen fragil.

Der diplomatische Vorstoß folgt Wochen intensiver Kämpfe und wiederholter Angriffe auf Beirut sowie Gefechten im Süden des Libanon. In den Quellen ist von mehr als 2.000 Toten insgesamt die Rede, zugleich nennt Israel mehr als 1.400 getötete Hisbollah-Kämpfer. Diese Opferzahlen prägen die politische Lage und erhöhen den Druck auf beide Regierungen, zumindest lokale und menschlich orientierte Abhilfe zu schaffen.

Auch die innere politische Dynamik im Libanon spielt eine Rolle. Die Regierung in Beirut versucht laut mehreren Berichten, eine unabhängige Waffenruhe zu verfolgen, frei von iranischem Einfluss. Die praktische Durchsetzung einer solchen Politik ist schwierig, solange die Hisbollah militärisch über substanzielle Kapazitäten verfügt und Teile des Landes kontrolliert.

In den Quellen gab es zwei auffällige Widersprüche. Einige berichten, es sei das erste politische Direktgespräch seit mehr als 30 Jahren, andere sprechen von mehr als 40 Jahren.

Beide Formulierungen wurden ohne gemeinsame Bezugsbasis zitiert. Details zur US-Teilnehmerliste variierten ebenfalls; die Erwähnung von Michael Issa und Mike Waltz erschien nur in einem Bericht, ebenso war die dokumentierte direkte Rede von Naim Kassem nur in einem einzelnen Bericht vorhanden.

Trotz dieser Unsicherheiten ist die klare Zusage Washingtons, weitere direkte Verhandlungen zu unterstützen, ein konkreter diplomatischer Schritt. Ob die Zusage ausreichen wird, um praktische Vereinbarungen zu erzielen, hängt von mehreren Faktoren ab, unter anderem von der Bereitschaft der libanesischen Regierung, Druck auf die Hisbollah auszuüben, und von Israels Bereitschaft, schrittweise Zugeständnisse zu machen.

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Die US-Seite sagte zu, beide Regierungen bei weiteren direkten Verhandlungen zu unterstützen und vereinbarte, solche Verhandlungen zu einem späteren, noch festzulegenden Zeitpunkt und Ort wieder aufzunehmen.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.