Der Krieg im Iran sorgt weiterhin für erhebliche Verwerfungen auf den globalen Energiemärkten. Während die Straße von Hormus blockiert ist und die Gaslieferungen aus Katar gestört werden, rechnet der Ölkonzern Shell für das laufende Quartal mit einem Gewinnplus. Doch die Lage bleibt angespannt – und die geopolitischen Folgen sind weitreichend.
Ölpreise steigen – Shell profitiert
Der andauernde Konflikt im Iran hat die Energiepreise weltweit deutlich nach oben getrieben. Die Blockade der Straße von Hormus, einer entscheidenden Meerenge für den weltweiten Öltransport, verursacht Lieferengpässe. Rund ein Fünftel des globalen Öls fließt normalerweise durch diese Passage. Nun ist sie faktisch blockiert, da die iranische Marine wiederholt Drohgebärden und Angriffe geübt hat. Das hat zu einem spürbaren Anstieg der Ölpreise geführt.
Point is, shell, einer der größten Öl- und Gaskonzerne der Welt, hat diese Entwicklung für sich genutzt. Trotz der gestörten Gaslieferungen aus Katar, wo eine wichtige Gasaufbereitungsanlage bei einem Raketenangriff beschädigt wurde, erwartet das Unternehmen für das erste Quartal ein Plus bei der Produktion und den Gewinnen. Der Konzern rechnet mit einer integrierten Gasproduktion von 880.000 bis 920.000 Barrel Öl-Äquivalent, was zwar etwas unter der bisherigen Prognose liegt, aber durch den Hochlauf der LNG-Produktion in Kanada kompensiert wird.
Basically, auch die Ölförderung soll mit 1,76 bis 1,86 Millionen Barrel pro Tag stabil bleiben. Die Raffinerie-Margen werden laut Shell voraussichtlich sogar leicht höher ausfallen als im vierten Quartal 2025. Analysten sehen Shell als robust im aktuellen Umfeld – das Handels- und Raffineriegeschäft läuft solide, und das Unternehmen hat sich offenbar gut auf die volatile Lage eingestellt.
Geopolitische Risiken und wirtschaftliche Verwerfungen
Der Krieg im Iran ist ein Ergebnis der anhaltenden Spannungen zwischen den USA, Israel und dem iranischen Regime. Seit Beginn des Konflikts sind mehr als 1.400 Menschen allein im Iran gestorben. Trotz gezielter Angriffe auf hochrangige Regimevertreter bleibt die iranische Führung stabil.
Die USA und ihre Verbündeten haben zwar militärische Übermacht, doch ein klarer Plan zur Beendigung des Konflikts fehlt.
Die iranische Drohung, die Straße von Hormus zu schließen, ist keine reine Propaganda. Schon vor Kriegsbeginn wurde die strategisch wichtige Passage in Marineübungen blockiert. Die Blockade führt zu erheblichen Unsicherheiten auf den Energiemärkten und treibt die Preise nach oben – ein Effekt, der weltweit spürbar ist.
Die USA haben darauf reagiert, indem sie Sanktionen gegen iranisches Öl vorübergehend lockerten. Ziel ist, den Ölmarkt mit mehr Angebot zu stabilisieren und den Preisanstieg zu bremsen. Ironischerweise unterstützt die US-Regierung damit den Ölverkauf des Landes, gegen das sie eigentlich militärisch vorgeht.
Russlands geopolitische Chance durch die Ölkrise
Während viele Länder unter den Folgen der Ölkrise leiden, hat Russland seine Position auf dem Weltmarkt ausgebaut. Der Krieg im Iran hat die Bedeutung Russlands als Energieexporteur gestärkt, vor allem durch die enge Zusammenarbeit mit China. Im Jahr 2023 gingen bereits rund die Hälfte der russischen Erdölausfuhren nach China, das dringend auf Importe angewiesen ist, da der eigene Verbrauch den Fördermengen weit übersteigt.
Vor dem Iran-Konflikt mussten russische Ölverkäufer ihre Produkte mit deutlichen Rabatten anbieten. Doch die aktuellen Unsicherheiten und Sanktionen gegen andere Produzenten haben den Kreml gestärkt. China hat wenig Interesse, seine russischen Ölimporte zu reduzieren, zumal Lieferungen aus anderen Golfstaaten unzuverlässig sind. Die geopolitische Allianz zwischen Moskau und Peking gewinnt so an Bedeutung, auch im Gasbereich.
Auswirkungen auf deutsche Wirtschaft und Energieversorgung
Die steigenden Energiepreise treffen die deutsche Wirtschaft in einer ohnehin angespannten Lage. Deutschland ist vom Import von Öl und Gas abhängig – sowohl aus Russland als auch aus dem Nahen Osten. Die Störungen an der Straße von Hormus und die Unsicherheiten im Nahen Osten erhöhen die Importkosten und die Risiken für die Versorgungssicherheit.
Die Gasversorgung aus Katar, einem wichtigen Lieferanten für Flüssigerdgas (LNG), ist durch die Angriffe im Golf stark beeinträchtigt worden. Für Deutschland, das LNG als Alternative zu russischem Gas ausgebaut hat, sind solche Unterbrechungen ein Warnsignal. Die Bundesregierung muss nun die Energieversorgung weiter diversifizieren, um stabil durch die Krise zu kommen.
Shells gute Quartalszahlen trotz dieser Herausforderungen zeigen, dass einige Unternehmen die Situation für sich nutzen können. Doch die Volatilität der Märkte lässt kaum langfristige Planung zu – und die politische Lage bleibt unsicher.
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Shell legt seine Quartalszahlen am 7. Mai vor. Die Ölkrise infolge des Iran-Kriegs sorgt für kurzfristige Gewinne bei Energiekonzernen, bringt aber auch geopolitische Verschiebungen und wirtschaftliche Risiken mit sich, die Deutschland weiter beschäftigen werden.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.