Erstmals flogen zwei Golfmonarchien im März und April Luftangriffe auf iranisches Territorium, ein Schritt, den westliche Diplomaten und arabische Sicherheitskreise als stille Eskalation werten. Den Berichten zufolge trafen die Vereinigten Arabischen Emirate im April die Insel Lavan und eine Raffinerie, während Saudi-Arabien im März und April mehrere iranische Ziele und im Irak von Iran gesteuerte Milizen angriff. Die Staaten haben die Einsätze nicht öffentlich bestätigt; Washington und Jerusalem bereiten laut Berichten Optionen für eigene Militäraktionen vor, und im iranischen Lager warf Außenminister Abbas Araghtschi den VAE beim BRICS-Treffen in Neu-Delhi laut Irna eine Verletzung des Völkerrechts vor.
Die wichtigste Lesart der Ereignisse lautet: Die Dynamik im Golf hat eine neue Schwelle überschritten. Dass zwei der mächtigsten Golfmonarchien nach Angaben westlicher Diplomaten und arabischer Sicherheitskreise erstmals direkte Schläge auf iranisches Territorium flogen, ist kein routinemäßiges Signal. Es ist eine bewusste Antwort auf monatelange Angriffe, die Abu Dhabi und Riad zufolge erlitten wurden.
Was genau geschah
Mehrere US- und westliche Medien sowie diplomatische Kreise berichteten, die Vereinigten Arabischen Emirate hätten im April eine Luftoperation gegen Anlagen auf der Insel Lavan durchgeführt und dort eine Raffinerie getroffen. Der Einsatz habe kurz vor der angekündigten Waffenruhe von US-Präsident Donald Trump stattgefunden, schreiben die Berichte. Saudi-Arabien wird in Berichten mit Angriffen auf mehrere iranische Ziele im März und April genannt. Zusätzlich griffen saudische Kräfte nach diesen Berichten Milizen an, die Teheran zugerechnet werden, insbesondere im Irak.
Offizielle Eingeständnisse aus Riad oder Abu Dhabi fehlen. Westliche Diplomaten und arabische Sicherheitskreise sagen, die Einsätze seien in unterschiedlichem Ausmaß mit den USA und Israel abgestimmt worden. Die Emirate hätten demnach versucht, auch andere Golfstaaten für gemeinsame Aktionen zu gewinnen, dies sei jedoch ohne Erfolg geblieben.
Motivation, Reaktion und Risiken
Die Angriffe sind nach mehreren Berichten als Reaktion auf monatelange iranische Vergeltungsaktionen zu lesen. Die Emirate melden eigenen Angaben zufolge fast 3000 Angriffe mit Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern, und in den Berichten wird zudem von mehr als 5000 Angriffen seit Kriegsbeginn in der Region gesprochen. In Führungskreisen Abu Dhabis und Riad habe sich die Ansicht verfestigt, man könne diese Angriffe nicht unbeantwortet lassen. Saudi-Arabiens Außenminister Faisal bin Farhan sagte im März öffentlich, das Königreich werde notfalls auch zu militärischen Mitteln greifen, um sich zu verteidigen.
Innerhalb der VAE ist die Haltung teils offen zustimmend. Der Politikprofessor Abdulkhaleq Abdullah, der in Emiratkreisen als Vertreter einer harten Linie gilt, sagte: „Ich bin sehr stolz.
Die Emirate haben bewiesen, dass sie eine glaubwürdige und beeindruckende militärische Macht in der Region sind.“ Solche öffentlichen Statements illustrieren, dass Teile der politischen Debatte in Abu Dhabi die militärische Option tolerieren oder begrüßen.
Parallel zu den Luftangriffen kam es zu weiteren sicherheitsrelevanten Zwischenfällen. In den Emiraten löste ein Drohnenangriff ein Feuer am Atomkraftwerk Baraka aus. Betreiber und die IAEA meldeten, die Sicherheit der Anlage sei nicht gefährdet, doch IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi warnte laut Mitteilung vor militärischen Handlungen, die Atomsicherheit gefährden könnten. Die vorsichtige Öffentlichkeitsarbeit von Riad und Abu Dhabi deutet darauf hin, dass beide Staaten eine direkte Kriegserklärung vermeiden wollen, zugleich aber klare Signale an Teheran senden.
Auf diplomatischer Ebene schlug Teheran zurück. Irans Außenminister Abbas Araghtschi bezeichnete die Emirate beim BRICS-Treffen in Neu-Delhi als aktiven Partner der Angriffe und sagte laut Irna, die VAE hätten die Grundlagen des Völkerrechts verletzt, indem sie mit ihren Kampfflugzeugen beteiligt gewesen seien. Solche Vorwürfe verschärfen das rhetorische Klima und erschweren Vermittlungsversuche.
Schließlich ist zu beachten, dass die Einsätze offenbar nicht isoliert stattfanden. Westliche Diplomaten und arabische Sicherheitskreise berichten, dass die Aktionen in unterschiedlichem Ausmaß mit den USA und Israel abgestimmt worden seien.
Laut den vorliegenden Berichten bereiten die USA und Israel Optionen für neue militärische Maßnahmen vor, und israelische Vertreter erwarteten eine Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die laut israelischen Quellen bald fallen könnte. Das macht deutlich: Die Entscheidungen in Washington und Jerusalem sind jetzt zentrale Knotenpunkte für die weitere Entwicklung.
Für regionale Akteure stellt sich die Frage nach Eskalationskontrolle. Die zurückhaltende Kommunikation von Riad und Abu Dhabi zielt offenkundig darauf ab, eine formale Kriegserklärung zu vermeiden und die Reaktion Teherans zu begrenzen. Zugleich erhöhen direkte Angriffe auf iranischem Boden die Gefahr unbeabsichtigter Kettenreaktionen, besonders wenn Milizen im Irak oder kritische Infrastrukturen betroffen sind.
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Eine Entscheidung von US-Präsident Donald Trump über mögliche US-Militäraktionen steht laut israelischen Quellen unmittelbar bevor. Damit ist die Entscheidung aus Washington die nächste konkrete Wegmarke für die weitere Entwicklung in der Region.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.