Chinesische Autohersteller produzieren laut einer Kurzstudie von Roland Berger 20–30 Prozent günstiger als europäische Wettbewerber. Auf der Automesse in Peking stellen chinesische Marken 181 neue Modelle und 71 Konzeptfahrzeuge vor – eine Modelloffensive, die Preise, Margen und Geschäftsmodelle deutscher Konzerne wie Volkswagen, Mercedes und BMW unter Druck setzt.

Chinesische Hersteller legen vor

Auf der Automesse in Peking präsentieren Hersteller aus China laut Branchenverband 181 neue Modelle und 71 Konzeptfahrzeuge, viele davon im SUV‑Segment. Cui Dongshu, Generalsekretär des Verbands, nannte diese Zahlen und unterstreicht damit die Größenordnung der Modelloffensive.

Marken wie Geely und die Premiummarke Zeekr verhandeln das Preis‑Leistungs‑Verhältnis neu. Geely‑Chef Gan Jiayue bezeichnete den Zeekr 8X als „neuen König der Straße“; das Fahrzeug wird mit einem Einstiegspreis von rund 53.000 US‑Dollar genannt und wird in Vergleichen gegen deutlich teurere Wettbewerber wie den Porsche Cayenne oder BMW X5M gestellt.

Bo Yu von Jato Dynamics fasst den Trend so zusammen: „Der Preiskrieg ist in einen Wettstreit darüber übergegangen, was man für das Geld bekommen kann.“

Warum deutsche Marken unter Druck stehen

Die früheren Vorteile deutscher Hersteller in China sind nicht verschwunden, doch die Wettbewerbsbedingungen ändern sich. In der Elektromobilität kommen Software, Batterietechnik und schnelle Produktzyklen hinzu – Bereiche, in denen chinesische Firmen stark aufholen.

Frank Schwope, Berater und Lehrbeauftragter an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) in Köln, sagt, China baue Premiummarken heute deutlich schneller auf als erwartet. Er sieht Geschäftsmodell‑ und Margendruck für Hersteller wie Mercedes, Porsche und BMW.

Gleichzeitig zeigen erste Verkaufszahlen, dass die Dynamik nicht einseitig ist: Volkswagen verkaufte in den ersten beiden Monaten 2026 überraschend wieder die meisten Fahrzeuge in China und konnte so kurzfristig Marktanteile zurückgewinnen.

Kostenvorteile: Zahlen aus der Roland‑Berger‑Studie

Die Kurzstudie der Unternehmensberatung Roland Berger analysiert die Kostenstruktur und nennt klare Werte: Chinesische Autobauer liegen demnach bei den Gesamtkosten 20–30 Prozent unter europäischen Wettbewerbern.

  • Etwa 15 Prozent des Vorteils sind laut Studie dem Produktionsstandort China zuzuschreiben (niedrigere Löhne, Energiekosten).
  • Der Großteil ergibt sich aus schnelleren Entwicklungszyklen und einem kosteneffizienten Produktdesign.
  • Roland Berger stellt fest, dass deutsche Hersteller bis zu 80 Prozent der Einsparungen ebenfalls realisieren könnten, wenn sie Prozesse, Plattformstrategien und Bauteilstandardisierung anpassen.
  • Bei einzelnen Komponenten lassen sich dem Bericht zufolge bis zu 60 Prozent Kosten sparen, wenn unkritische Teile standardisiert und Lieferketten neu gestaltet werden.

Strategien der Konzerne und Gegenwehr

Die deutschen Hersteller reagieren unterschiedlich: Volkswagen konnte 2026 kurzfristig Marktanteile zurückerobern, teils durch Kooperationen mit lokalen Partnern und Anpassungen im Produktmix. BMW und Mercedes überarbeiten ihre China‑Strategien, darunter Produktplatzierung, lokale Fertigung und technologische Kooperationen.

Insgesamt zeichnet sich ab, dass Preis‑ und Leistungswettbewerb, schnellere Produktzyklen und lokales Know‑how die Branche in China nachhaltig verändern werden.

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Die Roland‑Berger‑Zahlen und die Vorstellung von 181 neuen Modellen in Peking machen den Druck auf deutsche Hersteller deutlich; kurzfristig konnte Volkswagen in den ersten beiden Monaten 2026 wieder die meisten Fahrzeuge in China verkaufen.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.