Mehr als 4.000 Filmschaffende — darunter 75 Oscar‑Preisträger und -Nominierte — haben in einem offenen Brief gegen die geplante Fusion von Paramount Skydance und Warner Bros. Discovery protestiert. Die Aktionäre von Warner stimmten dennoch dem Angebot zu: Paramount erhöhte sein Gebot auf 31 US‑Dollar je Aktie, was einem Kaufpreis von rund 111 Milliarden US‑Dollar (etwa 94 Milliarden Euro) entspricht. Nachdem Netflix aus dem Bieterwettstreit ausgestiegen war, stehen nun umfangreiche kartellrechtliche Prüfungen in den USA und Europa an, die den Abschluss noch verhindern können.
Der Deal und seine Zahlen
Paramount Skydance bietet etwa 31 US-Dollar je Aktie für Warner Bros. Discovery; das entspricht einem Kaufpreis von rund 111 Milliarden US-Dollar (etwa 94 Milliarden Euro). Das Angebot folgte auf einen intensiven Bieterwettstreit, in dessen Verlauf der Rivale Netflix sein Interesse zurückzog und Paramount den Weg freimachte.
Paramount war zuletzt in neue Eigentümerhände gelangt: Die Familie des Technologie-Milliardärs Larry Ellison hält inzwischen Anteile an Paramount. Mit dem Ende des Bieterwettstreits würde damit auch der Nachrichtensender CNN den Besitzer wechseln.
Die Zustimmung der Warner-Aktionäre ist ein wichtiger Schritt, doch sie beendet den Prozess nicht. Kartellbehörden in mehreren Jurisdiktionen müssen noch zustimmen, und einzelne Generalstaatsanwälte haben bereits Maßnahmen angekündigt. Bis zu einem endgültigen Vollzug bleibt die Übernahme damit rechtlich unsicher.
Prominenter Protest aus Hollywood
In Hollywood regt sich massiver Widerstand: Zu einem offenen Brief gegen die Fusion haben sich nach Branchenangaben mehr als 4.000 Branchenvertreter eingetragen. Unter den Unterzeichnern sind Schauspieler und Filmschaffende mit großen Namen sowie 75 Oscar-Preisträger und -Nominierte. Das Schreiben formuliert eine „unmissverständliche Ablehnung“ der geplanten Fusion. Die Unterzeichner argumentieren, die Zusammenlegung würde eine bereits konzentrierte Medienlandschaft weiter verengen, die Zahl der großen Studios auf vier reduzieren und damit die Auswahl für das Publikum sowie die Arbeitsmöglichkeiten für Kreative einschränken. Sie warnen vor weniger Jobs im Produktionssektor, höheren Kosten und einer geringeren Vielfalt an Inhalten.
Zu den prominenten Unterzeichnern zählen unter anderem:
- Florence Pugh, Pedro Pascal, Edward Norton, Joaquin Phoenix
- Ben Stiller, Kristen Stewart, Bryan Cranston
- Regisseure wie David Fincher, Denis Villeneuve, Yorgos Lanthimos und J. J. Abrams
- Weitere Namen: Jane Fonda, Glenn Close, Mark Ruffalo, Lin-Manuel Miranda
Aktionärsentscheid und interner Widerstand
Die Aktionärsabstimmung bei Warner Bros. Discovery fiel mehrheitlich zugunsten des Angebots aus. Analysten sehen darin ein klares Signal der Anteilseigner, die einen finanziellen Abschluss bevorzugen. Trotzdem stimmten viele Aktionäre gegen die geplanten Abfindungen und Vergütungen für das Management – darunter der Präsident von Warner, David Zaslav.
Die Ablehnung der großzügigen Entschädigungsregelungen für Zaslav und weitere Führungskräfte zeigt, dass Investoren zwar den Verkauf unterstützen, aber nicht alle Managemententscheidungen gutheißen. In der Unternehmensführung liegen damit Spannungen offen zutage.
Politische und regulatorische Gegenwehr
Die Fusion steht vor massiven regulatorischen Prüfungen. Rob Bonta, Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaates Kalifornien, kündigte bereits eine Wettbewerbsprüfung an und warnte, der Deal sei noch nicht in trockenen Tüchern. Senatorin Elizabeth Warren erklärte öffentlich, die Fusion sei „noch nicht unter Dach und Fach“ und Generalstaatsanwälte im ganzen Land würden Maßnahmen prüfen, um mögliche kartellrechtliche Probleme zu verhindern. Auch europäische Behörden prüfen den Deal.
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Konkrete Hürde bleibt die angekündigte Wettbewerbsprüfung durch Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta; zudem prüfen Behörden in den USA und Europa die kartellrechtlichen Folgen des 31‑Dollar‑Angebots (rund 111 Mrd. USD).
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.