31,5 Grad im Südwesten und zugleich die Warnung vor einer "überregional unwetterartigen Glatteis-Lage", diese ungewöhnliche Kombination bestimmt derzeit die Lage. Das Tief Gunda bringt von Westen zunächst Schnee und anschließend gefrierenden Regen; vor allem in der West- und Südhälfte besteht deshalb eine hohe Gefahr für glatte Straßen und Gehwege, sagte DWD-Meteorologe Oliver Reuter. In mehreren Bundesländern wurde der Unterricht ausgesetzt oder auf Distanz umgestellt, Nordrhein-Westfalen bot nur eine Notbetreuung an. Parallel registrierte der DWD erstmals in diesem Jahr Werte über 30 Grad im Südwesten, mit Messwerten bis 31,5 Grad in Waghäusel-Kirrlach und Heidelberg; für einzelne Regionen werden bis zu 34 Grad erwartet.
Schulen blieben geschlossen und Pendler wurden gewarnt, weil das Tief Gunda gefrierenden Regen und damit Blitzeis bringt. Oliver Reuter vom Deutschen Wetterdienst nannte als Folge "eine überregional unwetterartige Glatteis-Lage". Betroffen seien vor allem West- und Süddeutschland, dort bestehe eine hohe Gefahr für glatte Straßen und Gehwege. Polizeibehörden meldeten in der Nacht bislang keine schwerwiegenden glättebedingten Unfälle, wiesen aber darauf hin, dass sich die Auswirkungen erst im Tagesverlauf zeigen können.
Verkehr, Schulen, Empfehlungen
In mehreren Bundesländern reagierten die Behörden: Nordrhein-Westfalen stellte den Unterricht auf Distanz und bot nur eine Notbetreuung an. Auch Niedersachsen, Bremen, das Saarland und Teile Hessens sagten den regulären Schulbetrieb ab oder führten Distanzunterricht ein. Die Maßnahmen zielten darauf ab, unnötige Wege zu vermeiden und Kinder geschützt zu betreuen, solange die Glatteisgefahr anhält.
Der Autoclub ADAC riet ausdrücklich davon ab, bei Glatteis unnötige Autofahrten zu unternehmen. Ein Sprecher warnte besonders vor Blitzeis und empfahl, das Fahrzeug stehen zu lassen, wenn Alternativen bestehen. Für private Verkehrsteilnehmer ist das die kurzfristigste Schutzmaßnahme; wer nicht auf das Auto verzichten kann, sollte besonders vorsichtig fahren und längere Fahrzeiten einplanen.
Die Deutsche Bahn rechnet nach eigenen Angaben nur mit kleineren Einschränkungen durch gefrierenden Regen. Philipp Nagl, Chef des für Infrastruktur zuständigen Unternehmens DB InfraGo, sagte, es sei nicht damit zu rechnen, dass sich die Lage noch einmal so zuspitze wie in den vergangenen Tagen. Bahnchefin Evelyn Palla ergänzte, am Sonntagmittag fuhren rund zwei Drittel des Fernverkehrs in Norddeutschland wieder normal und die großen Hauptachsen seien freigeräumt und befahrbar. Dennoch mahnten Bahn-Verantwortliche zur Aufmerksamkeit: Auch bei grundsätzlich freigehaltenen Hauptachsen können kurzfristige Einschränkungen auftreten.
Hitze im Süden und dynamische Wetterlage
Parallel zur akuten Wintergefahr meldete der DWD in dieser Woche ungewöhnlich hohe Temperaturen im Südwesten. An mehreren Messstationen wurden erstmals in diesem Jahr Werte über 30 Grad registriert: In Waghäusel-Kirrlach bei Karlsruhe und in Heidelberg maß der DWD 31,5 Grad, in Regensburg wurden 31,4 Grad verzeichnet, weitere Stationen lagen bei etwa 31,0 Grad. Der DWD erwartet in den südwestlichen Landesteilen verbreitet Höchstwerte zwischen 29 und 34 Grad; das Maximum werde im Bereich des Oberrheins erwartet.
DWD-Meteorologe Sebastian Schappert nannte für einzelne Regionen bis zu 34 Grad und führte die Hitze auf eine blockierende Wetterlage zurück, bei der ein langlebiges Hochdruckgebiet sehr warme Luft stabilisiere.
Diese räumliche Nähe von Hitzewerten und winterlichen Gefrierereignissen spiegelt die starken Lageunterschiede innerhalb Deutschlands wider. Im Norden und Nordosten bleibt es deutlich kühler; der DWD prognostiziert dort tagsüber deutlich niedrigere Werte als im Südwesten. In den kommenden Tagen soll die Hitze in Teilen des Landes langsam abklingen, sie bleibt aber in südwestlichen Regionen zunächst präsent.
Gleichzeitig warnte der DWD vor einer Zunahme der Wetterdynamik gegen Ende der Woche. Ein Hoch über Schottland lenkt kältere Luft in Teile Deutschlands, während im Süden weiterhin sehr warme Subtropikluft wetterbestimmend bleibt. Aus dieser Konstellation können örtlich kräftige Gewitter entstehen. Für Freitag bis in das Wochenende hinein sagt der DWD in verschiedenen Regionen Gewitter mit Starkregen, stürmischen Böen und Hagel voraus. Als Kriterien für Unwetterstärke nennt der DWD unter anderem Starkregen mit mehr als 25 Liter pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde, Hagelkörner mit mehr als 1,5 Zentimeter Durchmesser sowie Dauerregen mit mehr als 40 Liter innerhalb von 12 Stunden.
Von Samstag bis Montag hält der DWD lokale Unwetter für "wahrscheinlich", mit der Folge erheblicher Schäden und einer "Gefahr für Leib und Leben" in betroffenen Bereichen. Betroffene Regionen sollten deshalb kurzfristig Vorkehrungen treffen und Warnungen ernst nehmen.
Was Betroffene jetzt tun sollten
Die Handlungsanweisungen sind pragmatisch und eindeutig: Aktuelle Warnmeldungen des Deutschen Wetterdienstes prüfen und regionale Schul- und Verkehrsankündigungen beachten. Wer seinen Weg nicht verschieben kann und mit dem Zug fährt, sollte Verbindungen unmittelbar vor Abfahrt kontrollieren, weil kurzfristige Einschränkungen möglich sind. Eltern und Arbeitgeber sollten lokale Hinweise zu Schul- und Betreuungsangeboten im Blick behalten.
Bei Glatteis ist die ADAC-Empfehlung, unnötige Autofahrten zu vermeiden, die wichtigste Maßnahme. Für den Fall, dass Fahrten unvermeidlich sind, gilt: Geschwindigkeit reduzieren, Abstand vergrößern und in Kurven besonders vorsichtig sein. Fahrzeugführer sollten außerdem damit rechnen, dass sich Verkehrslagen rasch ändern können, und entsprechend mehr Zeit einplanen.
Für Bewohner der Nord- und Westhälfte bedeutet die DWD-Prognose für das Wochenende, sich auf lokal schwere Gewitter vorzubereiten. Dazu gehört, draußen stehende Gegenstände zu sichern, auf Durchsagen der lokalen Behörden zu achten und bei akuten Unwettern Schutz in einem stabilen Gebäude zu suchen.
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Der DWD warnt: Für Freitag bis ins Wochenende sind in verschiedenen Regionen Gewitter mit Starkregen, stürmischen Böen und Hagel möglich; von Samstag bis Montag stuft der Dienst lokale Unwetter als wahrscheinlich ein.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.