Verlage und Autoren werfen Meta vor, zum Training des Sprachmodells Llama ohne Lizenz Millionen urheberrechtlich geschützter Bücher und Texte kopiert und verbreitet zu haben. Sie reichten am Dienstag eine Sammelklage vor dem US-Bundesgericht in Manhattan ein. Zu den Klägern gehören die Verlagshäuser Elsevier, Cengage, Hachette Book Group, Macmillan und McGraw Hill sowie Autoren wie Scott Turow, James Patterson und Donna Tartt. Meta kündigte an, sich entschieden zu verteidigen und beruft sich auf frühere gerichtliche Hinweise, dass das Training von KI-Modellen in bestimmten Fällen unter die US-Doktrin Fair Use fallen könne.

Die Klage, eingereicht am Dienstag vor dem US-Bundesgericht in Manhattan, richtet sich gegen Meta Platforms Inc. Und persönlich gegen Mark Zuckerberg. In der Einreichung heißt es, Meta habe systematisch Millionen geschützter Bücher und Texte ohne Lizenz zum Trainieren seines Sprachmodells Llama kopiert und verbreitet, und Zuckerberg habe das Vorgehen persönlich genehmigt und gefördert. Laut der Klageschrift fordern die Verlagshäuser und beteiligten Autoren Entschädigungen für die unautorisierte Nutzung ihrer Werke.

Die Klage und die Vorwürfe

In der Klage werden namentlich die Verlagshäuser Elsevier, Cengage, Hachette Book Group, Macmillan und McGraw Hill genannt, außerdem der US-Autor Scott Turow. Zu den Klägern zählen zudem prominente Autoren wie James Patterson und Donna Tartt. Die Verlage behaupten, Meta habe ohne Genehmigung urheberrechtlich geschützte Werke vervielfältigt und in den Trainingsdaten von Llama verwendet, ohne Autoren oder Verlage zu entschädigen.

Die Kläger werfen Meta vor, das Vorgehen sei bewusst gewesen und habe das Ziel gehabt, die Leistungsfähigkeit des Modells durch Zugriff auf umfangreiche urheberrechtlich geschützte Inhalte zu steigern. In der Klageschrift wird behauptet, Meta habe die Werke in großem Umfang kopiert und verbreitet, sodass Autoren und Verlage wirtschaftlicher Schaden entstanden sei.

Reaktionen, Rechtliche Argumente und Branchenkontext

Meta erklärte, künstliche Intelligenz fördere "transformative Innovationen, Produktivität und Kreativität" und kündigte an, sich "entschlossen gegen diese Klage zu wehren". Das Unternehmen verwies auf frühere Gerichtsentscheidungen, die darauf hindeuteten, dass das Training von KI-Modellen unter bestimmten Umständen durch die Fair Use-Doktrin gedeckt sein könne. Gleichzeitig gibt es vor US-Gerichten bislang keine einheitliche Rechtsprechung zu dieser Frage.

Maria Pallante, Präsidentin der Association of American Publishers, bezeichnete das Vorgehen von Meta als Piraterie und forderte klaren Schutz für Wissenschaft und Kreativität. Pallantes Äußerung wurde in einem Beitrag bei ZEIT ONLINE wiedergegeben.

Richterliche Einschätzungen in früheren Verfahren sind uneinheitlich. Einige Urteile haben in bestimmten Fällen dem Training von KI auf geschützten Materialien Schutz durch Fair Use zugestanden, andere Richter betonten, dass die unerlaubte Verwendung geschützter Werke zum Trainieren von KI unter vielen Umständen rechtswidrig sein kann.

In einzelnen Verfahren haben Gerichte auch festgestellt, dass Kläger nur unzureichende Belege für eine Marktverwässerung vorgelegt hätten.

Die Branche erinnert in diesem Zusammenhang an einen früheren Vergleich, der in der öffentlichen Debatte häufig genannt wird. Wie ZEIT ONLINE berichtet, einigte sich das Unternehmen Anthropic mit Autoren auf eine Zahlung von insgesamt 1,5 Milliarden Dollar an etwa 500.000 Urheber. Dieser Vergleich wird von Verlagen und Autoren als Referenzpunkt für mögliche Entschädigungen angeführt.

Parallel zu der jetzt eingereichten Klage gegen Meta laufen weitere Verfahren. Gruppen von Autoren, unter anderem um den Journalisten John Carreyrou, haben bereits Klagen gegen mehrere Technologieunternehmen angestrengt. Der Spiegel berichtete, dass auch Zeitungen wie die New York Times rechtliche Schritte gegen KI-Anbieter verfolgen.

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Als relevanter Präzedenzfall gilt der Vergleich, den Anthropic laut ZEIT ONLINE für rund 1,5 Milliarden Dollar mit etwa 500.000 Urhebern geschlossen hat.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.