So stark wie zuletzt 2007: Die Deutsche Bank erzielte im ersten Quartal nach Steuern einen Gewinn von 2,2 Milliarden Euro und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Vor Steuern blieb das Ergebnis bei rund drei Milliarden Euro; konzernweit stiegen die Erträge um zwei Prozent. Treiber waren das Privatkundengeschäft und die Vermögensverwaltung, Belastungen kamen vom starken Euro und einer erhöhten Risikovorsorge in der Investmentbank.
Kernelemente des Ergebnisses
Die Deutsche Bank meldete für das März-Quartal einen Nachsteuergewinn von 2,2 Milliarden Euro. Das Vorsteuerergebnis lag bei etwa drei Milliarden Euro. Konzernweit stiegen die Erträge um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.
Der auf die Aktionäre entfallende Quartalsgewinn betrug 1,9 Milliarden Euro. Damit begann das Jahr für die Bank so stark wie zuletzt im Jahr 2007. Nach Darstellung des Instituts lagen die vorgelegten Zahlen über dem Konsens der Analysten, die mit Erträgen von 8,53 Milliarden Euro und einem Vorsteuerergebnis von 2,81 Milliarden Euro gerechnet hatten.
Welche Geschäftsbereiche zulegten
Als wichtigste Treiber konnten die Privatkundenbank und die Vermögensverwaltung identifiziert werden. Die Privatkundenbank erhöhte ihre Erträge um fünf Prozent auf 2,57 Milliarden Euro; das Ergebnis vor Steuern stieg sogar um 39 Prozent auf 681 Millionen Euro. Die Bank berichtete zudem über eine verbesserte Effizienz in diesem Segment: Die Kosten-Ertrags-Relation sank um 4,4 Prozentpunkte auf 66,5 Prozent. Das heißt konkret, die Einheit musste 0,665 Euro aufwenden, um einen Euro Ertrag zu erzielen.
In der Vermögensverwaltung wuchsen die Erträge um zehn Prozent auf 802 Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis legte um 37 Prozent auf 279 Millionen Euro zu. Beide Bereiche trugen damit deutlich zum positiven Quartalsergebnis bei.
Belastungen in anderen Einheiten
Demgegenüber fielen die Vorsteuerergebnisse in der Unternehmensbank und der Investmentbank niedriger aus. In der Unternehmensbank sanken die Erträge um drei Prozent auf 1,82 Milliarden Euro; das Vorsteuerergebnis ging um ein Prozent auf 623 Millionen Euro zurück.
Die Bank erklärte dies mit Wechselkurseffekten, namentlich dem gegenüber dem Euro schwächeren Dollar.
In der Investmentbank blieben die Erträge stabil bei 3,37 Milliarden Euro, doch das Vorsteuerergebnis fiel sieben Prozent niedriger aus und belief sich auf 1,44 Milliarden Euro. Als Ursache nannte die Bank eine erhöhte Risikovorsorge, die wegen eines "Einzelengagements" erforderlich wurde.
Management und Marktreaktionen
Raja Akram präsentierte die Quartalszahlen erstmals in seiner Funktion als Finanzvorstand. Er hob die Rentabilität hervor und verwies auf Kennzahlen: "Wir haben im ersten Quartal mit einer Nachsteuerrendite von 12,7 Prozent und einer Aufwand-Ertrag-Relation von unter 59 Prozent starke Ergebnisse erreicht – getragen von einem guten Ertragsmix und robustem Wachstum", sagte Akram.
Christian Sewing, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, adressierte die Belegschaft und schrieb, die Bank stehe erst am Anfang: "Wir haben noch so viel Potential vor uns. Dieses gilt es jetzt konsequent zu nutzen. Die Dynamik in unserem Umfeld verlangt von allen wirtschaftlichen Akteuren Resilienz und Anpassungsfähigkeit, aber sie bietet auch zusätzliche Chancen", laut Mitteilung des Hauses.
Warum Währungswechselwirkung und Risikovorsorge wichtig sind
Der starke Euro wirkte dämpfend auf Teile des Geschäfts, weil Umsätze und Gewinne in Dollar in Euro umgerechnet weniger wert sind. Das erklärt den Rückgang in der Unternehmensbank, obwohl das operative Geschäft nicht zwangsläufig schwächer lief.
Die Risikovorsorge in der Investmentbank beeinflusste das Vorsteuerergebnis ebenfalls deutlich.
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Finanzvorstand Raja Akram verwies auf eine Nachsteuerrendite von 12,7 Prozent und eine Aufwand-Ertrag-Relation von unter 59 Prozent.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.