2027 nannte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth als mögliche Frist, bis zu der China für eine Invasion Taiwans bereit sein könnte. In einer Rede beim Shangri-La-Dialog in Singapur am 30. Mai 2026 warnte Hegseth vor einer unmittelbar drohenden militärischen Bedrohung im Indopazifik und forderte zugleich eine deutliche Erhöhung der Verteidigungsausgaben seiner Verbündeten. Der Minister sprach von "destabilisierenden Aktionen" Pekings, betonte zugleich aber die jünglichen direkten Gespräche zwischen US-Präsident Donald Trump und Xi Jinping als Basis für strategische Stabilität. Die Rede signalisiert eine härtere US-Doktrin gegenüber Peking und erhöht den Druck auf Partner in Asien und Europa, ihre Fähigkeiten rasch zu stärken.
Hegseth warnte vor einer unmittelbar drohenden militärischen Bedrohung durch China, setzte aber zugleich auf begrenzten Dialog mit Peking. Der Kontrast prägte den Kern seiner Rede beim dreitägigen Shangri-La-Dialog: einerseits scharfe Warnungen und konkrete Forderungen an Verbündete, andererseits Verweise auf diplomatische Kanäle, zuletzt die Treffen zwischen Präsident Donald Trump und Parteichef Xi Jinping vor zwei Wochen.
Warnung vor China und konkrete Frist
"Die Bedrohung durch China ist real", sagte Hegseth wörtlich und fügte hinzu, "Wir werden nichts beschönigen, die Bedrohung durch China ist real. Und sie könnte unmittelbar bevorstehen." Er erklärte, Peking bereite konkret den Einsatz militärischer Gewalt vor, um das Machtgleichgewicht im Indopazifik zu verändern, und verwies auf Äußerungen, wonach Chinas Führung das Militär angewiesen habe, bis 2027 für eine Invasion Taiwans bereit zu sein. Damit setzte Hegseth eine klar datierte Frist, die die Dringlichkeit seiner Forderungen unterstreicht.
Der Minister betonte, die USA beobachteten die "destabilisierenden Aktionen" Pekings genau und müssten sich gemeinsam mit Partnern gegen eine mögliche chinesische Vorherrschaft stellen. Als Teil dieser Strategie nannte Hegseth die kontinuierliche Unterstützung Taiwans mit Militärgerät in den vergangenen Jahrzehnten; er forderte asiatische Verbündete auf, ihre Verteidigungsfähigkeit "schnell zu erhöhen".
Parallel zu Hegseths Auftritt hatte das International Institute for Strategic Studies, IISS, in einem Bericht die katastrophalen regionalen Folgen eines Konflikts um Taiwan skizziert und vor einer möglichen Eskalation bis zu einem nuklearen Schlagabtausch gewarnt. Hegseth nutzte diese Einordnung, um die Dringlichkeit seines Appells zu untermauern.
Kritik an Europa und das Gebot der Lastenteilung
Gleichzeitig richtete Hegseth scharfe Kritik an europäischen Staaten. "Die Ära, in der die Vereinigten Staaten die Verteidigung wohlhabender Nationen subventionieren, ist vorbei", sagte er und forderte eine gerechtere Lastenteilung innerhalb der Bündnisse.
"Die USA brauchen Partner, keine Protektorate", lautete eine weitere Formulierung des Pentagon-Chefs, die sowohl als normative Forderung als auch als strategisches Signal an die Verbündeten zu lesen war.
Als messbaren Maßstab nannte Hegseth konkrete Verteidigungsausgaben. Er verwies auf Länder wie Deutschland, die laut seinen Angaben künftig fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgeben wollten. Demnach habe sich Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) zuletzt hinter das von den USA angemahnte Ziel gestellt. Mit dem Hinweis auf Prozentsätze legte Hegseth ein konkretes Kriterium vor, an dem er Bündnispartner künftig messen will.
Die Rhetorik des Pentagon-Chefs signalisiert damit eine härtere US-Doktrin gegenüber Peking und erhöht den Druck auf Verbündete in Asien und Europa, ihre Verteidigungsfähigkeiten rasch zu stärken. Die Forderung nach "Partnerschaften statt Protektoraten" verändert die Taktik: Es geht nicht mehr allein um militärische Präsenz, sondern auch um die Frage, wie Lasten und Risiken künftig geteilt werden.
Bemerkenswert war die Abwesenheit des chinesischen Verteidigungsministers Dong Jun; Peking verzichtete dieses Jahr auf eine Teilnahme, womit ein mögliches Treffen mit Hegseth ausblieb. Hunderte Minister, Militärs und Sicherheitsexperten diskutieren beim Shangri-La-Dialog aktuelle Krisenherde, darunter die Lage im Indopazifik und den Nahen Osten. Hegseth sprach in diesem Zusammenhang auch über die Einsatzbereitschaft der US-Streitkräfte im Iran-Konflikt und betonte, die USA seien "mehr als fähig", bei Bedarf wieder militärisch zu handeln.
Die Tonlage der Rede bewegt sich zwischen Abschreckung und Koexistenz. Hegseth verband harte Warnungen mit der Aussage, die jüngsten direkten Gespräche zwischen Präsident Trump und Xi Jinping hätten die Grundlage für eine "konstruktive Beziehung strategischer Stabilität" gestärkt. Diese Doppelstrategie richtet sich an zwei Adressaten gleichzeitig: an Partner, die mehr leisten sollen, und an Peking, zu dem sich Washington offen für Gespräche hält.
Für Europa bedeutet die Rede vor allem eines: Die USA erwarten künftig messbare Beiträge und weniger symbolische Zusagen. Für die asiatischen Partner ist der Appell zur schnellen Aufrüstung eine klare Aufforderung, ihre militärische Bereitschaft zu erhöhen, um der von Hegseth beschriebenen Bedrohung begegnen zu können.
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Die Sicherheitskonferenz geht in den dritten Tag. Entscheidend wird sein, wie europäische Regierungen in den anstehenden Haushaltsdebatten und in der Abstimmung mit Washington auf Hegseths Forderungen reagieren, und ob sie konkrete Zusagen zur Verstärkung ihrer Verteidigungsfähigkeit machen.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.