Ein möglicher Kerosin-Engpass infolge des Iran-Kriegs könnte im Sommer 2026 bis zu 20 Millionen Passagiere betreffen, warnt die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV). ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel nennt ein Worst-Case-Szenario mit regionalen Kapazitätseinbrüchen von bis zu zehn Prozent an einzelnen Flughäfen; hochgerechnet ergäbe das rund 20 Millionen betroffene Reisende bundesweit. Beisel sagte, die Kerosinpreise seien deutlich gestiegen, wodurch viele Verbindungen für Airlines wirtschaftlich nicht durchführbar seien. Das Bundeskabinett hat als Reaktion eine Senkung der Luftverkehrssteuer beschlossen, die ab Juli 2026 in Kraft treten soll.
Die ADV warnt vor weitreichenden Folgen eines durch den Iran-Krieg ausgelösten Engpasses bei Flugtreibstoff. Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer der ADV, sagte, die Perspektiven für 2026 reichten vom Best-Case einer stagnierenden Passagierentwicklung bis zum Worst-Case mit regionalen Kapazitätseinbrüchen von bis zu zehn Prozent an einzelnen Standorten. Auf alle deutschen Flughäfen hochgerechnet, ergäbe das Szenario nach Angaben der ADV rund 20 Millionen betroffene Passagiere im Sommer 2026.
ADV: Worst-Case 20 Millionen Betroffene
Beisel betonte, dass vor allem Billigfluggesellschaften und Verbindungen zu touristisch weniger bedeutenden Zielen besonders anfällig seien. Diese Routen hätten geringe Gewinnmargen. Steigen die Treibstoffkosten erheblich, werden sie schnell unwirtschaftlich, so Beisel. Er konkretisierte, die Kerosinpreise hätten sich seit mehr als zwei Monaten gegenüber der Zeit vor dem Krieg verdoppelt. Eine Normalisierung erwarte er in den kommenden Monaten nicht.
Als Auslöser nennt die ADV die Störung der Öltransporte durch die Straße von Hormus infolge des Iran-Kriegs. Diese Störungen beeinträchtigten weltweit die Treibstofflieferungen und trieben die Preise für Flugtreibstoff nach oben, berichten mehrere Quellen. Die Internationale Luftverkehrsvereinigung IATA und die Internationale Energieagentur IEA hatten ebenfalls vor erheblichen Behinderungen gewarnt, sollten die Versorgung weiter ins Stocken geraten.
Airlines reagieren bereits auf die veränderte Kostenlage. Mehrere Carrier haben dem Bericht zufolge ihr Angebot gekürzt oder Preise angepasst. Einige Fluggesellschaften haben bereits Flüge abgesagt, und gestiegene Kerosinkosten werden teils an die Passagiere weitergegeben, heißt es in einer Lageübersicht zum Markt. Als einzelnes Beispiel nennt ein Bericht, die Deutsche Lufthansa habe kurzfristig etwa 20.000 geplante Flüge in den kommenden Monaten gestrichen. Diese Zahl wird in der Berichterstattung nur in diesem einen Bericht genannt und ist daher als Einzelangabe zu werten.
Politik, Verbraucherrechte und Airline-Reaktionen
Die ADV fordert kurzfristig eine Aussetzung der Luftverkehrssteuer und mittelfristig zumindest eine Halbierung, um die wirtschaftliche Durchführbarkeit von Flügen zu verbessern. Das Bundeskabinett hat darauf reagiert und eine Senkung der Luftverkehrssteuer beschlossen, die ab Juli 2026 in Kraft treten soll.
Welche konkrete Wirkung diese Maßnahme auf Ticketpreise und Angebot haben wird, ist in den vorliegenden Quellen nicht detailliert beziffert.
Verbraucherschutzfragen sind bereits aufgetreten. Die EU-Fluggastrechteverordnung sieht bei Annullierungen Ausgleichszahlungen zwischen 250 und 600 Euro vor sowie Anspruch auf Verpflegung, Hotelunterbringung und Ersatzbeförderung für Reisende ab Abflug aus EU-Flughäfen. In Einzelfällen gibt es Beschwerden gegen nachträgliche Zuschläge. Ein Bericht nennt, die spanische Airline Volotea erhebe in bestimmten Fällen einen nachträglichen Kerosin-Zuschlag, gegen den die Verbraucherorganisation Facua Beschwerde eingereicht habe.
Parallel gibt es eine Differenz in der offiziellen Bewertung der Lage. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche wurde in einem einzelnen Bericht zitiert mit der Aussage, die Kerosin-Versorgung sei gesichert. Diese Einschätzung steht im Gegensatz zu den Warnungen der ADV, der IATA und der IEA sowie zu mehreren Medienberichten über bereits erfolgte Streichungen und spürbar gestiegene Preise. Die unterschiedliche Quellenlage ist damit eine zentrale Unsicherheit bei der Prognose für den Sommer.
Für Passagiere bedeutet die Warnung, dass sie im Buchungszeitraum für die Sommermonate 2026 mit kurzfristigen Änderungen rechnen müssen. Airlines und Flughäfen könnten Streckennetze anpassen, Flüge zusammenlegen oder Kurzstreckenverbindungen reduzieren, um Kosten zu sparen. Genaueres zu möglichen betroffenen Routen und zur Anzahl der tatsächlich gestrichenen Flüge bleibt in den vorliegenden Berichten offen.
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Das Bundeskabinett hat eine Senkung der Luftverkehrssteuer beschlossen; sie soll ab Juli 2026 in Kraft treten.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.