„Der Iran‑Krieg bremst den Aufschwung aus“, sagt Sebastian Dullien, Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung. Das Statistische Bundesamt meldete für das erste Quartal 2026 ein Wachstum von nur 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Eine IW‑Umfrage unter rund 1000 Firmen zeigt, dass 43 Prozent schlechter dastehen als vor einem Jahr, nur 14 Prozent eine Verbesserung sehen; mehr als ein Drittel erwartet sinkende Produktion, knapp 40 Prozent plant geringere Investitionen und fast 30 Prozent denkt an Personalabbau. Konkrete fiskalische Projektionen fehlen bislang.

Die jüngsten Zahlen und Umfragen legen nahe, dass der militärische Konflikt im Mittleren Osten die deutsche Konjunktur messbar schwächt. Das Statistische Bundesamt meldete für das erste Quartal 2026 ein Wachstum von nur 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Diese amtliche Zahl bildet den Ausgangspunkt für eine Reihe von Umfragen und Experteneinschätzungen, die das Risiko einer weiteren Abkühlung betonen.

Unternehmen ziehen sich zurück

Eine Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft, IW, die im März unter rund 1000 Firmen durchgeführt wurde, dokumentiert ausgeprägten Pessimismus in Teilen der Wirtschaft. IW-Konjunkturexperte Michael Grömling sagte, die Hoffnung auf eine Erholung sei "im Keim erstickt". Nach den Ergebnissen berichten 43 Prozent der Befragten, dass ihre Geschäfte schlechter laufen als vor einem Jahr, nur 14 Prozent sehen eine Verbesserung.

Die Umfrage zeigt deutliche sektorale Unterschiede. In der Industrie rechnen 39 Prozent der Unternehmen mit sinkender Produktion und nur 24 Prozent mit einem Plus. Bei Dienstleistern erwarten 35 Prozent schlechtere Geschäfte. Bei den Investitionsplänen gibt es einen klaren Rückgang: Rund 40 Prozent der Firmen wollen ihre Ausgaben 2026 reduzieren, während 21 Prozent mehr investieren wollen. In der Industrie sind es 42 Prozent mit reduzierten Plänen und 19 Prozent mit höheren Investitionen.

Die Personalplanung spiegelt diese Zurückhaltung wider. Insgesamt planen fast 30 Prozent der Firmen Stellen abzubauen. In der Industrie beabsichtigen 37 Prozent Abbau, 28 Prozent der Dienstleister und 26 Prozent der Bauwirtschaft planen ebenfalls Personalreduktionen. Diese Zahlen deuten auf einen spürbaren Rückgang der Binnennachfrage hin, falls die geplanten Entlassungen umgesetzt werden.

Wachstumsrisiken und fehlende fiskalische Zahlen

Jenseits der Umfragedaten warnen Ökonomen vor zusätzlichen Risiken. Aktuellere Indikatoren deuteten nach Angaben von Fachleuten auf eine weitere Abkühlung hin. Sebastian Dullien, Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung, IMK, fasst die Lage knapp: "Der Iran-Krieg bremst den Aufschwung aus". Dem IW zufolge werden die unmittelbaren Unternehmensreaktionen mit globalen Risiken verbunden, die auch der Internationale Währungsfonds genannt hat.

Dazu zählen steigende Energiepreise, gestörte Lieferketten und verschlechterte Finanzierungsbedingungen.

Trotz der klaren Warnsignale besteht eine bedeutende Datenlücke bei den fiskalischen Folgen. Weder die IW-Umfrage noch die Veröffentlichung des Statistischen Bundesamts enthalten konkrete Prognosen oder Schätzungen zu erwarteten Minder- oder Einbußen bei staatlichen Steuereinnahmen infolge der wirtschaftlichen Schwäche. Mögliche Auswirkungen auf Einnahmen aus Einkommen-, Umsatz- oder Unternehmenssteuern werden in den vorliegenden Quellen nicht beziffert.

Damit bleibt offen, wie stark der Staatshaushalt betroffen sein wird. Ohne belastbare Projektionen, etwa durch das Bundesfinanzministerium oder durch aktualisierte Konjunkturprognosen, lässt sich nicht seriös einschätzen, ob Mindereinnahmen kompensiert werden können oder ob Gegenmaßnahmen erforderlich werden. Die vorliegenden Quellen liefern die jüngsten konkreten Bezugsgrößen, vor allem das Q1-Wachstum von 0,3 Prozent und die März-Erhebung des IW, nicht jedoch ein fiskalisches Szenario.

Für Unternehmen und Politik ist die Kombination aus schwachem Wachstum, fallenden Investitionen und möglichem Personalabbau problematisch. Sie erhöht den Bedarf an belastbaren Prognosen und gegebenenfalls an haushaltspolitischen Gegenmaßnahmen. Solche aktualisierten Szenarien müssten vom Bundesfinanzministerium oder unabhängigen Konjunkturforschungsinstituten vorgelegt werden, um die erwarteten Mindereinnahmen bei Einkommen-, Umsatz- und Unternehmenssteuern seriös bewerten zu können.

Related Articles

Die einzigen konkreten, aktuell verfügbaren Zahlen in den vorliegenden Quellen sind das Q1-Wachstum von 0,3 Prozent und die IW-Umfrageergebnisse aus März 2026, die hohe Anteile an schlechter laufenden Geschäften, reduzierte Investitionspläne und geplante Personalabbau dokumentieren.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.