Islamabad baut seine Vermittlerrolle massiv aus: Zum zweiten Mal in dieser Woche entsandte Pakistan Spitzenvertreter nach Teheran, Innenminister Mohsin Naqvi und Armeechef Asim Munir, um über einen möglichen Friedensschluss zu verhandeln. Teheran signalisiert zugleich Skepsis; Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf warnte, „die offenen und verdeckten Bewegungen des Feindes“ deuteten auf das Streben nach einer neuen Kriegsrunde hin. Seit Anfang April gilt eine vorläufige, nach Angaben von Teilnehmern brüchige Waffenruhe, und iranische Stellen sagen, sie hätten die Pause genutzt, um Fähigkeiten wiederaufzubauen; zudem traf nach Reuters ein katarisches Verhandlungsteam ein, das in Abstimmung mit den USA handelt.
Die Ankunft von Mohsin Naqvi und Asim Munir in Teheran ist mehr als ein Diplomatenwechsel. Es ist ein deutliches Signal, dass Islamabad seine Vermittlerrolle in dem regionalen Konflikt ausbaut und auf mehreren Ebenen Einfluss nehmen will. Naqvi setzte dem staatlichen Rundfunk zufolge am dritten Tag seine Konsultationen fort und traf unter anderem mit Irans Innenminister Eskandar Momeni sowie weiteren Regierungsvertretern zusammen. Das pakistanische Militär erklärte gleichzeitig, Munir werde Gespräche und Konsultationen mit iranischen Stellen führen. Naqvi gilt als enger Vertrauter von Munir, was die Bedeutung des Besuchs für die militärisch-diplomatische Lage unterstreicht.
Diplomatie an mehreren Fronten
Die Vermittlungsbemühungen in Teheran laufen inzwischen parallel auf mehreren Kanälen. Nach Angaben von Reuters traf ein katarisches Verhandlungsteam ein, das in Abstimmung mit den USA handeln soll, mit dem erklärten Ziel, „eine endgültige Einigung zu erreichen, die den Krieg beendet und offene Fragen mit dem Iran klärt“. Katar hatte seine Rolle als Vermittler zuvor aufgegeben, nachdem es selbst von iranischen Raketen und Drohnen getroffen worden war. Die Rückkehr katarsignalisiert, dass externe Vermittler trotz direkter Angriffe wieder aktiv werden.
Pakistan macht in diesem Rahmen zunehmend Boden. Islamabad wurde in den vergangenen Wochen als zentraler Ansprechpartner genannt, und die US-Seite hat Pakistan wiederholt als wichtigen Gesprächspartner bezeichnet und die Vermittlungsarbeit gelobt. Das weist darauf hin, dass Washington Islamabad nicht nur als regionalen Intermediär, sondern auch als Kanal für mögliche US-Initiativen betrachtet. Zugleich bleiben Details eines von iranischen Stellen nach Angaben geprüften neuen US-Vorschlags zur Beendigung des Konflikts öffentlich unklar.
Warum Teheran alarmiert ist
Die iranische Führung signalisiert deutliche Sorge vor einer Eskalation. Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf sagte in einer Audiobotschaft, „die offenen und verdeckten Bewegungen des Feindes zeigen, dass er eine neue Runde des Krieges anstrebt“. Solche Formulierungen fassen die Sorge zusammen, dass militärische Aktivitäten hinter der Diplomatie weiterhin die Chance auf eine dauerhafte Lösung reduzieren könnten. Iranische Stellen erklärten zudem, die Streitkräfte hätten die seit der Waffenruhe genutzte Ruhephase dazu verwendet, Fähigkeiten wiederaufzubauen.
Hintergrund dieser Nervosität ist der größere militärische Schlagabtausch, den die USA und Israel Ende Februar mit dem Iran begonnen hatten. Die Folge war eine schnelle regionale Eskalation.
Die Anfang April in Kraft getretene Waffenruhe brachte zwar eine gewisse Beruhigung, doch nach Angaben von Teilnehmern ist diese Übereinkunft weiterhin brüchig: punktuelle Angriffe und militärische Bewegungen setzten sich fort.
In den Verhandlungen selbst stehen hochpolitische und technisch schwierige Streitpunkte auf der Agenda. Laut Berichten geht es unter anderem um die iranische Urananreicherung und die Kontrolle über die Straße von Hormus. Diese Themen verknüpfen sicherheitspolitische und wirtschaftliche Interessen verschiedener Beteiligter und erschweren schnelle Kompromisse.
Mein Eindruck ist, dass die pakistanischen Einsätze sowohl als Entgegenkommen an Washington wie als Angebot an Teheran zu verstehen sind. Pakistan bietet Islamabad und Teheran einen zusätzlichen Kanal, der militärische und zivile Ebenen verbinden soll. Damit versucht Islamabad, seine Rolle als regionaler Vermittler zu stärken und als neutraler Übermittler sensibler Absprachen zu fungieren.
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Entscheidend bleibt, ob Teheran den von den USA vorgelegten Vorschlag annimmt und ob Doha und Islamabad ihre Verhandlungsbemühungen koordinieren können; daran wird sich zeigen, ob die Vermittlungsversuche zu einem stabilen Ende der Kampfhandlungen führen.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.