Rheinmetall hat in Hamburg die Serienproduktion seines unbemannten Überwasserfahrzeugs K3 Scout begonnen. Zunächst sind rund 200 Boote pro Jahr geplant; bei entsprechender Auftragslage lässt sich die Fertigung laut Konzern auf bis zu 1.000 Einheiten jährlich hochfahren.

Serienstart und Kapazitäten

Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall hat im Hamburger Hafen mit der Serienproduktion des K3 Scout begonnen. Die Fertigung läuft auf der Werft Blohm+Voss, die nach der Ende März abgeschlossenen Übernahme zur Division Naval Systems gehört.

Zunächst ist eine Jahresproduktion von rund 200 Drohnenbooten vorgesehen. "Je nach Auftragslage können wir die Produktion auf bis zu 1.000 Einheiten jährlich hochfahren", sagte Tim Wagner, Leiter der Rheinmetall-Division Naval Systems. Die Fertigung erfolgt im Gemeinschaftsunternehmen Rheinmetall Kraken GmbH, das Rheinmetall gemeinsam mit der britischen Kraken Technology Group betreibt.

Die EU-Kommission hatte die Übernahme der NVL-Gruppe, zu der Blohm+Voss gehört, im Februar genehmigt. Mit der Integration der Werft in den Konzern zieht Rheinmetall erstmals direkt in den militärischen Schiffbau ein und verlegt zentrale Entwicklungs- und Testkapazitäten an den Standort Hamburg.

Technik und Einsatzprofil des K3 Scout

Das vorgestellte Modell K3 Scout ist für ferngesteuerte Einsätze konzipiert; autonome Fahrmodi sind als nächste Entwicklungsstufe vorgesehen. Wichtige technische Eckdaten (Herstellerangaben):

  • Länge: 8,50 Meter, Breite: 1,93 Meter
  • Leergewicht: rund 2.500 Kilogramm
  • Antrieb: Innenbord-Dieselmotor, Spitzengeschwindigkeit 55 Knoten (~102 km/h)
  • Reichweite: 650 Seemeilen bei 25 Knoten
  • Nutzlast: bis zu 600 Kilogramm, modular in zwei Kammern
  • Einsatzdauer: unter bestimmten Bedingungen bis zu 30 Tage

Zur Vernetzung nutzt das Boot kommerzielle Satellitendienste wie Starlink; bei Signalverlust greifen interne Navigationsverfahren wie Stern- oder Sonnentracking. Mehrere Einheiten können koordiniert als Schwarm operieren, wodurch Ziele aus unterschiedlichen Richtungen gleichzeitig angefahren werden können. Die Unternehmen betonen, dass bei militärischen Missionen künftig eine menschliche Überwachung und eine Zielfreigabe vorgesehen ist.

Marktnachfrage und geopolitischer Kontext

Drohnenboote haben sich in den vergangenen Jahren als Instrument in maritimen Konflikten sichtbar gemacht; die Ukraine setzt unbemannte Überwasserfahrzeuge bereits ein, was die Nachfrage bei NATO- und Partnerstaaten erhöht hat. Tim Wagner verwies auf bereits vorliegende Aufträge aus NATO-Staaten.

Für Rheinmetall bedeutet das, dass die neue Produktionslinie kurzfristig Aufträge bedienen und mittelfristig skaliert werden kann. Die Kombination aus traditioneller Werftkompetenz und moderner unbemannter Technik eröffnet dem Konzern neue Exportchancen. Die Division Naval Systems umfasst nach Angaben des Unternehmens mehrere Werften in Norddeutschland; Blohm+Voss soll zur nationalen Leit- und Testeinrichtung für autonomiefähige Überwassersysteme ausgebaut werden, um Know-how, Fertigungskapazitäten und Erprobungsinfrastruktur zu bündeln.

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Der Serienstart in Hamburg sieht zunächst etwa 200 Einheiten pro Jahr vor; ein schneller Ausbau auf bis zu 1.000 Boote ist laut Rheinmetall möglich, wenn sich die Nachfrage bestätigt.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.