Im März 2026 lag Haushaltsstrom bei 31,2 Cent pro Kilowattstunde.

Verivox: Stromkosten für E-Autos brechen Vergleichswerte

Im März 2026 lag der durchschnittliche Haushaltsstrompreis in Deutschland bei 31,2 Cent pro Kilowattstunde, errechnete das Vergleichsportal Verivox.

Bei einem Mittel- oder Oberklasse-Elektroauto mit einem Verbrauch von 16,9 kWh pro 100 Kilometer ergeben sich daraus Stromkosten von rund 53 Euro im Monat, wenn man 1.000 Kilometer fährt. Look, das ist eine konkrete Zahl, die viele überrascht.

Zum Vergleich: Ein Benziner desselben Segments kostete für die gleiche Fahrleistung im März etwa 160 Euro fürs Tanken mit Super E10, ein Diesel rund 113 Euro. Die Grundlage für diese Rechnung bildeten die Verbrauchswerte und die Tankstellenpreise, wie sie der ADAC für März 2026 ermittelte, teilte Verivox mit.

Prozentuale Ersparnis und Einschränkungen der Rechnung

Nach Verivox-Angaben war Fahren mit einem Elektroauto im März 67 Prozent günstiger als mit einem Benziner und 53 Prozent günstiger als mit einem Diesel.

That said, die Beobachtung ist nicht neu: Verivox vermerkt, dass ein ähnlich großer Abstand zuletzt vor vier Jahren erreicht worden war. Allerdings verweist das Portal zugleich auf Einschränkungen: Für Klein- und Kompaktwagen wurden in der Meldung von Verivox keine konkreten Vergleichszahlen geliefert.

Anders gesagt: Der aufgezeigte Vorteil bezieht sich auf eine bestimmte Fahrzeugklasse und auf durchschnittliche Verbrauchs- und Preisannahmen. Wer ein sparsames Kleinwagenmodell fährt oder außerhalb der Spitzenzeiten lädt, könnte andere Werte sehen.

Warum der Abstand so groß ist

Die Gründe für die aktuelle Spreizung sind vielfältig. Ein Treiber sind die hohen Kraftstoffpreise an den Zapfsäulen — und die sind nicht überall gleich. Point is, regionale und politische Maßnahmen spielen eine Rolle.

Man kann das Beispiel Deutschland nicht komplett getrennt von anderen Ländern betrachten. In mehreren europäischen Ländern haben Regierungen unmittelbar auf steigende Spritkosten reagiert: Nach Recherchen des Bayerischen Rundfunks wurde in Tschechien die Gewinnmarge der Ölkonzerne begrenzt; Polen senkte die Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe und führte Höchstpreise ein; Italien senkte die Verbrauchsteuer; Luxemburg reguliert Preise und hat niedrigere Energie- und Mehrwertsteuersätze als Deutschland.

Am Stichtag kostete Diesel im Mittel 1,98 Euro in Tschechien, 1,80 Euro in Polen, 2,30 Euro in Belgien, 2,19 Euro in Luxemburg und 2,23 Euro in Österreich. Die Niederlande und Dänemark meldeten Spitzenpreise von rund 2,58 Euro beziehungsweise mehr als 2,50 Euro pro Liter Diesel, so der BR-Bericht.

Politik und Privathaushalte — Reaktionen und Nachfrage

Hohe Spritpreise verändern, wie Menschen nachfragen und wie Politiker diskutieren. In Deutschland wird wieder über temporäre Steuersenkungen auf Kraftstoffe diskutiert; Sepp Müller, Co-Chef der Spritpreis-Taskforce und CDU-Politiker, hat entsprechende Vorschläge öffentlich gemacht, berichtete der Bayerische Rundfunk.

Auf der Nachfrageseite wächst das Interesse an Alternativen: Laut einem weiteren Bericht in der Zeit gewinnen Photovoltaik, Wärmepumpen und Elektroautos an Bedeutung. Die Zeit nennt zudem politische Rahmenbedingungen und Förderprogramme als wichtigen Faktor für die Umstellung hin zu erneuerbaren Energien.

Dass politische Entscheidungen wirken, zeigen die Praxisbeispiele aus Europa: Wenn Staaten Steuern senken oder Höchstpreise festlegen, fallen die Preise an der Zapfsäule — und der relative Vorteil eines Elektroautos schrumpft tendenziell. Wenn Staaten dagegen auf klimafreundliche Förderung setzen, steigt die Attraktivität von E-Mobilität.

Was das für Verbraucher bedeutet

Für Verbraucherinnen und Verbraucher sind die reinen Energiekosten nur ein Teil der Bilanz. Anschaffungs-, Wartungs- und Ladeinfrastrukturkosten zählen mit. Trotzdem ist der laufende Kostenunterschied, den Verivox für März aufzeigt, ein starkes Argument für Haushalte, die viel fahren.

Unternehmen mit großen Fuhrparks sehen ähnliche Effekte: Je länger die Laufleistungen, desto stärker schlägt der niedrigere Strompreis pro Kilometer zu Buche. Das macht E-Flotten vor allem für Logistik- und Dienstleistungsunternehmen attraktiver.

Gleichzeitig bleibt die Ladekostenrealität heterogen: Öffentliches Schnellladen ist teils deutlich teurer als heimisches Laden; Betreiberpreise variieren, und es gibt zeitliche Preisspitzen. Verivox bezog sich in seiner Berechnung auf Haushaltsstrompreise — nicht auf die Preise an Schnellladesäulen.

Marktausblick und Infrastrukturfrage

Wie sich die nächsten Monate entwickeln, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Rohölpreise weltweit, Steuern in Deutschland, Ausbau der Ladepunkte und Strompreise.

Die Zeit weist darauf hin, dass Investitionen in Photovoltaik und Wärmepumpen parallel zur Elektromobilität steigen — was die Stromnachfrage in Wohngebäuden erhöhen und die Diskussion über Netzausbau und zeitlich differenzierte Tarife anheizen dürfte.

Kurzfristig sind politische Eingriffe bei Kraftstoffpreisen möglich und in einigen Ländern schon umgesetzt worden. Das kann die relative Ersparnis eines E-Autos verringern. Langfristig aber könnten sinkende Batteriepreise, mehr CO2-Regulierung und breitere Förderung die Gesamtrechnung weiter zugunsten der Elektromobilität verschieben.

Wichtig ist: Verivox rechnet nur mit Haushaltsstrompreisen und den Verbrauchsdaten vom ADAC. Wer an teureren Ladesäulen tankt, sitzt schnell bei höheren Kosten. Wer zu Hause mit selbst erzeugtem Solarstrom lädt, sieht den Vorteil noch deutlicher.

Einzelne Verbraucher werden genaue Kostenrechnungen selbst durchführen müssen — abhängig von Fahrprofil, Ladeverhalten und regionalen Preisen. Für Viele liefert die aktuelle Verivox-Auswertung aber ein klares Signal: Bei den Energiekosten liegen E-Autos deutlich vorn.

Die Diskussion ist deshalb nicht nur eine Frage der Technologie, sondern auch eine fiskalische und ordnungspolitische Debatte: Welche Steuern bleiben, welche Subventionen gibt es, und wie reguliert der Staat die Preise an den Zapfsäulen?

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Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.