Im Handelssaal an der Wall Street herrschte Anfang Juni gespannte Stille, als das Shiller-KGV des S&P 500 auf 42,84 stieg. Die zyklisch bereinigte Bewertung liegt damit nur noch knapp unter dem Dotcom-Rekord von 44,19 und deutlich über dem historischen Mittel von etwa 17,4 seit 1871. Für deutsche Privatanleger und Fonds mit starkem US-Exposure ist das relevant, weil hohe CAPE-Werte Bewertungsrisiken anzeigen. In der Berichterstattung wurde außerdem ein rabattiertes Angebot für einen Trenddienst erwähnt.
Vor den Bildschirmen an der Wall Street wurde Anfang Juni registriert, dass das Shiller-KGV des S&P 500 auf 42,84 anstieg.
Was bedeutet das hohe CAPE für Anleger?
Das Shiller-KGV, auch CAPE-Ratio genannt, setzt aktuelle Aktienpreise ins Verhältnis zu den inflationsbereinigten Durchschnittsgewinnen der letzten zehn Jahre. Ein Wert von 42,84 liegt deutlich über dem langfristigen Mittel von rund 17,4 und signalisiert erhöhte Bewertungsspannungen. Historisch traten Phasen mit einem CAPE über 30 oft vor markanten Kursrückgängen auf, etwa vor der Großen Depression, beim Platzen der Dotcom-Blase, beim Corona-Crash und im Bärenmarkt 2022.
Für deutsche Investoren ist das kein rein akademisches Risiko. US-Aktien sind für viele Privatanleger und Fonds ein Gradmesser von Risiko und Renditeerwartung. Eine starke Überbewertung in den USA kann Risikoallokation, Psychologie und das Risikobudget auch in Portfolios in Deutschland verändern.
Ein Treiber der Rally seit 2020 waren nach Berichten die rekordhohen Aktienrückkäufe von S&P-500-Unternehmen im Jahr 2025. Rückkäufe stützen sowohl Kurse als auch den Gewinn je Aktie, machen den Markt aber empfindlicher, sollte die Bewertung oder das Konjunkturumfeld kippen.
Weitere Kontextdaten liefern Auswertungen der Bespoke Investment Group, die in einem Post vom 30. Mai zitiert wurden. Demnach dauern Bullenmärkte historisch deutlich länger als Bärenmärkte: Der durchschnittliche Bärenmarkt des S&P 500 endete nach 286 Kalendertagen, ein typischer Bullenmarkt hielt 1.023 Kalendertage. Das ist kein Beruhigungsprogramm, aber es setzt das aktuelle Timing in Relation zu früheren Marktzyklen.
Welche Rolle spielen die jüngsten US-Inflationsdaten?
Die US-Verbraucherpreise fielen im Juni um 0,4 Prozent zum Vormonat, deutlich mehr als die erwarteten minus 0,1 Prozent. Auf Jahresbasis lagen die Preise bei 3,5 Prozent statt erwarteter 3,8 Prozent. Die Kerninflation ohne Lebensmittel und Energie blieb im Monatsvergleich unverändert, während ein Energieindex mit minus 5,7 Prozent den Rückgang der Gesamtinflation stark beeinflusste.
Jason Goepfert von NextGen News hat historische Fälle untersucht, in denen ein starker Rückgang des Verbraucherpreisindex folgte. Seit 1948 fand er 21 vergleichbare Signale. Nach diesen Fällen stieg der S&P 500 im Mittel um 5,2 Prozent in drei Monaten und um 7,2 Prozent in sechs Monaten, wobei in beiden Intervallen in etwa 85 Prozent der Fälle positive Renditen auftraten. Goepfert weist zugleich auf die begrenzte Stichprobengröße hin und betont, dass es sich um historische Korrelationen und nicht um kausale Beweise handelt.
Gibt es Handelsansätze, die sich mit der Lage schmücken?
Anbieter regelbasierter Trendansätze werben derzeit mit starken historischen Renditen. Ein genanntes Beispiel ist das TSI-System, das relative Stärke und Kursdynamik nutzt und in der Berichterstattung mit einer Performance seit 2013 von rund 690 Prozent gegenüber rund 173 Prozent für den DAX angegeben wird. Solche Zahlen erscheinen beeindruckend, sind aber als Marketingangaben präsentiert und müssen im Kontext von Risiko, Selektionseffekten und laufenden Kosten geprüft werden.
In der Berichterstattung wurde außerdem ein rabattiertes Angebot für den genannten Trenddienst erwähnt. Anleger sollten die Frist und die zugrunde liegenden Methodiken getrennt betrachten, statt sich allein von historischen Prozentzahlen leiten zu lassen.
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Das Shiller-KGV liegt bei 42,84, nur knapp unter dem Dotcom-Rekord von 44,19.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.