Martin Scorsese, 83, hat seine Unterstützung für das deutsche KI-Startup Black Forest Labs öffentlich gemacht und das Bildgenerierungs-Tool FLUX als Hilfsmittel für die Filmvorproduktion vorgestellt. In einem vom Unternehmen veröffentlichten Video erklärt Scorsese, dass das Tool ihm ermögliche, Bildideen schneller und klarer an sein Produktionsteam zu vermitteln und Varianten einer Szene in kurzer Zeit zu erzeugen. Black Forest Labs zeigte konkrete Bedienschritte und präsentierte FLUX als Instrument, mit dem Produktionsdesign, Artdesign und Kameraabteilung an Visualisierungen teilnehmen können. Die Ankündigung rückt die Anwendung von KI für Storyboards in den Mittelpunkt einer bereits hitzig geführten Debatte über Technik, Handwerk und Beschäftigung in der Filmvorproduktion.

70 Jahre zeichne ich meine eigenen Storyboards, beginnt Martin Scorsese im veröffentlichten Video, und diese Zahl gibt dem Vorstoß Richtung KI eine persönliche Note. Scorsese, 83 Jahre alt, tritt laut der Ankündigung in einer beratenden Rolle auf und demonstriert FLUX als ein Werkzeug, das ihm helfen soll, seine Bildideen schneller in konkrete Visualisierungen zu übersetzen. Das Unternehmen zeigte, wie sich eine Straßenszene mit wenigen Klicks anwählen und Varianten der Komposition unmittelbar erzeugen lassen.

Im Video erklärt Scorsese, dass die Software ihm erlaubt habe, Produktionsdesign, Artdesign und die Kameraabteilung verbindlich an seinen Visualisierungen teilhaben zu lassen. Er nennt das Ergebnis "kreativ befreiend" und hebt hervor, dass das Tool in mindestens einer Szene bereits schnelle Tests ermöglicht habe, wodurch in der Vorproduktion Zeit und Geld gespart werden konnten, ohne dass Qualität oder Handwerk gelitten hätten. Das Material legt den Schwerpunkt auf die Nutzung als internes Planungswerkzeug, nicht als Ersatz der filmischen Produktion auf der Leinwand.

Black Forest Labs trat in der Präsentation als Anbieter eines Bildgenerators namens FLUX auf. Zu technischen Details, Preisgestaltung, konkretem Rollout oder regionalen Beschränkungen machte das Unternehmen im veröffentlichten Material keine Angaben. Ebenso unklar bleibt, ob Scorsese für seine Mitwirkung bezahlt wurde oder ob er Anteile erhielt, die Darstellung nennt das nicht. Wer den Kontakt hergestellt hat, lässt die Veröffentlichung erkennen: Zwei namentlich genannte Investoren sollen den Draht zwischen dem Regisseur und dem Startup hergestellt haben.

Die Reaktionen im Netz fielen geteilt bis heftig aus. In Kommentaren wurde die Frage gestellt, welche Folgen ein breiter Einsatz solcher Tools für Storyboard-Künstler und Beschäftigte in der Vorproduktion hätte. Einige Nutzerinnen und Nutzer sprachen von Arbeitsplatzverlust und vom Verrat an tradierter Handwerkskunst. Andere hoben die Produktivitätsvorteile hervor, etwa die Möglichkeit, Varianten rasch visuell zu testen und so teure Probestellungen oder Location-Setups zu vermeiden.

Der Vorstoß von Scorsese und Black Forest Labs fällt in eine bereits bestehende Hollywood-Debatte über KI. Gewerkschaften wie die Writers Guild of America und SAG-AFTRA setzten 2023 während der Arbeitskonflikte Regelungen zum Einsatz von KI durch, und im Frühjahr 2025 unterzeichneten Hunderte Filmschaffende einen offenen Brief an die US-Regierung, der vor einer Lockerung von Urheberrechtsregeln im Zusammenhang mit KI warnte.

Scorsese selbst verweist in dem Video auf frühere technologische Schritte in seiner Karriere, unter anderem 3D bei Hugo und die digitale Verjüngung in The Irishman, um seine Haltung als fortschrittlich, aber handwerklich verankert zu erläutern.

Wesentlich an Scorseses Darstellung ist die Betonung auf interner Steuerung des kreativen Prozesses. Beobachter haben bereits angemerkt, dass der Regisseur die Technologie primär als Kommunikations- und Planungsinstrument sieht, das es ihm erleichtert, seine Vorstellung an Teams weiterzugeben und schnelle Tests zu fahren. Das ist eine andere Rolle als die eines Produktionsmittels, das endgültige Bilder für den Kinofilm ersetzt.

Für Storyboard-Künstler ändert das Szenario die Spielregeln: Einerseits können automatisierte Visualisierungen Routineaufgaben beschleunigen und frühe Iterationen günstig machen. Andererseits steht die Branche vor der Frage, wie Honorare, Urheberrechte und Anerkennung für kreative Arbeit künftig zu regeln sind, wenn Algorithmen Vorvisualisierungen erzeugen. Diese Fragen spielen bereits auf politischer und gewerkschaftlicher Ebene, wie die Erwähnung der Gewerkschaften und des offenen Briefs zeigt.

Black Forest Labs positioniert sich in den präsentierten Materialien als ein süddeutsches Startup, das mit FLUX besonders die Vorproduktion adressiert. Das veröffentlichte Video legt Wert auf Demonstrationen der Bedienung und auf Szenenvarianten, nicht auf die öffentliche Vermarktung fertiger Filmbilder. Damit bleibt die Ankündigung eher eine Provokation für das Branchengespräch als ein unmittelbar disruptives Angebot am Markt.

Für die Filmbranche ist der Vorstoß eines Altmeisters wie Scorsese ein Katalysator. Er bringt eine Frage in den Vordergrund, die zuvor vor allem technologisch und juristisch diskutiert wurde: Wie lassen sich Effizienzgewinne durch KI mit dem Schutz kreativer Arbeit und der Sicherung von Beschäftigung vereinbaren? Scorsese zeigt, dass selbst Regisseure mit jahrzehntelanger Praxis bereit sind, digitale Werkzeuge auszuprobieren, wenn sie als Ergänzung zum handwerklichen Prozess verstanden werden.

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Das Video dokumentiert die Nutzung von FLUX in der Vorproduktion; am Ende fasst Scorsese das Ergebnis mit den Worten „kreativ befreiend“ zusammen. Ursprünglich berichtet von de.euronews.com.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.