2,5 Milliwatt, so hoch ist die typische Sendeleistung handelsüblicher Bluetooth-Ohrhörer. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und mehrere Experten halten damit verbundene Gesundheitsängste für unbegründet. Zwar funken die Geräte in der Nähe von 2,45 Gigahertz, also in derselben Frequenzregion wie WLAN oder Mikrowellenherde, doch entscheidend für biologische Effekte ist die Sendeleistung; Mobiltelefone erreichen dagegen Maximalwerte um 0,2 Watt, und der zulässige SAR-Wert für Handys liegt bei bis zu zwei Watt pro Kilogramm Körpergewebe. Parallel dazu wurde im Januar eine Sicherheitslücke namens WhisperPair berichtet, die Fast-Pair-Implementierungen betrifft; Nutzer sollten verfügbare Firmware-Updates prüfen.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und mehrere Forschungsexperten haben in jüngerer Zeit Gerüchte über gesundheitsschädliche Strahlung durch Bluetooth-Kopfhörer zurückgewiesen. Entscheidend sei nicht allein die Frequenz, sondern die Sendeleistung, heißt es in den vier geprüften Beratungs- und Faktenchecks, die die aktuellen Messwerte und Expertenaussagen zusammengefasst haben.

Frequenz gleich, Leistung nicht gleich Gefahr

Bluetooth-Geräte arbeiten im Hochfrequenzbereich um etwa 2,45 Gigahertz. Das ist dieselbe Frequenzregion, in der auch WLAN-Router oder ein Mikrowellenherd operieren. Das bedeutet jedoch nicht automatisch ein vergleichbares Risiko. Die Sendeleistung handelsüblicher kabelloser Ohrhörer liegt nach Angaben des BfS bei rund 0,0025 Watt, also 2,5 Milliwatt. Ein Mikrowellenherd arbeitet typischerweise mit etwa 1000 Watt. Der reine Vergleich der Frequenz ist daher irreführend, weil die biologische Wirkung wesentlich von der abgestrahlten Leistung abhängt.

Zur Einordnung: Für Mobiltelefone werden Maximalwerte in der Größenordnung von 0,2 Watt genannt. Der zulässige SAR-Wert, die spezifische Absorptionsrate, beträgt für Handys bis zu zwei Watt pro Kilogramm Körpergewebe. Die vier geprüften Quellen kommen übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass SAR-Werte, die durch einzelne Bluetooth-Geräte entstehen, üblicherweise deutlich unter diesen empfohlenen Grenzwerten liegen.

Florian Kohn, wissenschaftlicher Referent im Kompetenzzentrum Elektromagnetische Felder beim BfS, wird mit den Worten zitiert, diese Leistung sei so gering, dass die Nutzung von Bluetooth-Kopfhörern nicht zu einer relevanten Erwärmung des Gewebes am Ohr führen könne. Die Aussage bildet einen zentralen Befund der Expertendiskussionen.

Was Forschende sagen und welche Risiken bleiben

Sarah Drießen vom Forschungszentrum für elektromagnetische Umweltverträglichkeit der Uniklinik Aachen bestätigt, dass die Felder von Bluetooth-Ohrhörern zu schwach seien, um das Gewebe so stark zu erwärmen, dass gesundheitliche Gefahren drohen. Sie warnt zugleich davor, aus diesen Argumenten falsche Schlüsse zu ziehen. Ein Beispiel, das sie nennt, ist die engere Lagerung eines Mobiltelefons am Körper bei der Nutzung kabelgebundener Alternativen.

Solche Verhaltensweisen könnten die Exposition gegenüber hochfrequenten Feldern erhöhen, wenn das Telefon direkt am Körper getragen wird.

Thomas Zwick, Leiter des Instituts für Hochfrequenztechnik und Elektronik am Karlsruher Institut für Technologie, verweist auf die bisherige Studienlage und nennt bislang keinen nachgewiesenen Zusammenhang zwischen der Nutzung von Bluetooth-Kopfhörern innerhalb der Grenzwerte und Erkrankungen beim Menschen. Die vier geprüften Faktenchecks und Ratgebertexte fassen übereinstimmend zusammen, dass es derzeit keine wissenschaftlichen Belege für krebserzeugende oder hirnschädigende Effekte durch handelsübliche Bluetooth-Ohrhörer gibt.

Die Quintessenz, die aus den geprüften Quellen hervorgeht, ist daher klar. Die Frequenzgleichheit mit Mikrowellen macht noch keinen Gesundheitsfall. Entscheidend sind die Sendeleistung und die resultierenden SAR-Werte, und beide liegen bei Bluetooth-Ohrhörern nach den vorliegenden Messungen und Aussagen deutlich unter den relevanten Grenzwerten.

Sicherheit auf Protokollebene: WhisperPair und Fast Pair

Parallel zur gesundheitlichen Debatte berichtete n-tv über eine Sicherheitslücke, die Forscher der KU Leuven im Januar veröffentlichten und die unter dem Namen WhisperPair bekannt wurde. Laut diesem Bericht konnten Angreifer die Kontrolle über Kopfhörer übernehmen, die Googles Fast-Pair-Funktion nicht korrekt implementiert haben. Bei einem erfolgreichen Angriff war es den Forschern zufolge möglich, Gespräche abzuhören oder Audio mit maximaler Lautstärke abzuspielen.

Die Untersuchung, so n-tv, zeigt, dass ein Angriff im Durchschnitt nur rund zehn Sekunden benötigte und in Tests bis zu Entfernungen von etwa 14 Metern erfolgreich war. Betroffen waren nach dem Bericht insbesondere Headsets von Herstellern wie Sony, JBL und Google, wenn deren Implementierung von Fast Pair Sicherheitslücken aufwies.

Weil dieser Befund in den geprüften Quellen zur gesundheitlichen Bewertung nicht auftaucht, hat er in der Quellenlage eine andere Gewichtung. Das n-tv-Detail ist single-sourced. Anbieter und Nutzer werden darin aufgefordert, verfügbare Firmware- und Software-Updates zu prüfen, soweit Hersteller entsprechende Patches bereitstellen. Ein genereller Sicherheitshinweis lautet, bei ungewöhnlichem Verhalten von Kopfhörern die Updates zu kontrollieren und die Herstellerinformationen zu beachten.

Insgesamt trennt sich die Debatte in zwei Ebenen. Auf der Ebene der biologischen Wirkung liefert die kombinierte Expertenmeinung des BfS und der Forschung keine Hinweise auf ein relevantes Gesundheitsrisiko durch handelsübliche Bluetooth-Ohrhörer. Auf der Ebene der Software- und Protokollsicherheit zeigt der n-tv-Bericht, dass technische Schwachstellen existieren können und dass hier Nutzer und Hersteller wachsam sein sollten.

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Installieren Sie regelmäßig verfügbare Firmware- und Software-Updates, um mögliche Sicherheitslücken zu schließen. Das Bundesamt für Strahlenschutz betont, dass die Sendeleistung handelsüblicher Bluetooth-Ohrhörer im niedrigen Milliwattbereich, also bei rund 2,5 Milliwatt, liegt und nach der derzeitigen Bewertung nicht zu einer relevanten Erwärmung des Gewebes am Ohr führt.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.