Mindestens vier teure russische Waffensysteme und Spezialfahrzeuge sind innerhalb kurzer Zeit durch ukrainische Drohnenangriffe beschädigt oder zerstört worden. Videos und Meldungen aus ukrainischen Einheiten zeigen Einschläge gegen Luftabwehrsysteme und ein schweres Pionierfahrzeug, Schätzungen sprechen von Millionenschäden. Die Angriffe nutzten FPV- und Sprengdrohnen sowie präzisionsgelenkte Munition, heißt es in den Berichten. Für die betroffenen russischen Kräfte hat der Verlust taktische Folgen für Luftverteidigung und Pionierunterstützung an der Front.

Präzisionsschläge auf mehrere Systeme

Ukrainische Streitkräfte veröffentlichten in mehreren Fällen Videomaterial, das den Einsatz kleiner, wendiger Drohnen gegen hochpreisige russische Ziele zeigt. Die Aufnahmen dokumentieren Explosionen, brennende Fahrzeuge und Wracks auf offenem Gelände.

Nach Angaben der Berichterstattung trafen die Angriffe unter anderem ein OSA-Flugabwehrsystem, ein Buk-System, ein Pantsir-Luftabwehrsystem und einen TOS-Mehrfachraketenwerfer. Ein Videobericht beziffert den materiellen Schaden dieser Serie auf über 50 Millionen US-Dollar.

Die ukrainische Militärgeheimdienstbehörde HUR meldete zudem die Zerstörung eines Buk-M3 in einem von Russland kontrollierten Gebiet der Oblast Saporischschja. Das Buk-M3 wird in der Berichterstattung mit einem Kaufwert von 40 bis 50 Millionen US-Dollar angegeben und gilt als eine der modernen Varianten der Buk-Familie.

Schweres Pionierfahrzeug IMR-3M als Ziel

Ein besonders markanter Fall ist der Verlust eines IMR-3M-Pionierfahrzeugs. Nach Angaben der 429. Separaten Brigade für unbemannte Systeme, genannt "Achilles", wurde das rund 50 Tonnen schwere Fahrzeug bei einem Angriff im Raum Wowtschansk getroffen.

Die Einheit veröffentlichte Videoaufnahmen, die den Einschlag und das anschließende Brennen des Fahrzeugs zeigen.

Das IMR-3M basiert auf dem Kampfpanzer T-90. Es ist mit einem Räumschild, einem Minenpflug und einem Teleskopkran ausgerüstet. Außerdem verfügt es über ein Maschinengewehr und Nebelwurfanlagen. In Berichten heißt es, dass das Fahrzeug Schutzsysteme gegen Auswirkungen von Massenvernichtungswaffen besitzt und die Panzerung Strahlung dämpfen soll.

Offene Quellen führen den Preis für einen IMR-3M mit knapp vier Millionen Euro an. Das macht es zu einer teuren Spezialmaschine, deren Verlust materielle und logistische Folgen hat.

Waffen und Taktik: FPV-, Bomben- und Präzisionsdrohnen

Die Berichte beschreiben den Einsatz von FPV-Drohnen und Bombendrohnen.

FPV steht für First-Person-View. Solche Systeme sind klein, schnell und manövrierfähig. Sie eignen sich, um gezielt Schwachstellen an Fahrzeugen auszunutzen.

In einigen Aufnahmen fliegt eine Drohne in niedriger Höhe um ein Wrack und stürzt sich dann mit einer Sprengladung darauf. Andere Bilder zeigen deutlichere Explosionen, die zu vollständigem Ausfall der betroffenen Systeme führten. Die Kombination aus Aufklärung, Videoverifikation und punktgenauem Angriff ist wiederholt genannt worden.

Die ukrainischen Drohnencrews reagierten in manchen Fällen unmittelbar, nachdem sie Bewegungen von russischen Konvois registriert hatten. In einem Vorfall begleitete ein UAZ-Geländewagen das Pionierfahrzeug; dieses Begleitfahrzeug wurde später an anderer Stelle durch Drohnen in Brand gesetzt, berichten die Einheiten.

Seltenheit und Dokumentation der Verluste

Nicht alle Zieltypen sind häufig verwundbar.

Die OSINT-Plattform Oryx, die freiwillig dokumentierte militärische Verluste sammelt, führte vor dem jüngsten Fall drei dokumentierte beschädigte oder zerstörte Fahrzeuge des IMR-3M-Typs. Wäre der aktuelle Vorfall bestätigt, würde er als vierter dokumentierter Verlust seit Kriegsbeginn 2022 eingestuft.

Solche Zählungen beruhen auf frei verfügbaren Bildern und Videos. Sie geben einen Anhaltspunkt für die Häufigkeit von Verlusten schwerer Spezialtechnik. In dem Fall des IMR-3M zeigt die Zählung, dass Angriffe auf diese Klasse von Fahrzeugen bislang selten dokumentiert wurden.

Die getroffenen Systeme haben unterschiedliche Aufgaben. Luftabwehrsysteme wie Buk, Pantsir oder OSA dienen dazu, Flugzeuge, Hubschrauber und Drohnen abzuwehren. Pionierfahrzeuge wie das IMR-3M räumen Minen und Hindernisse für vorrückende Truppen.

Der Verlust eines Luftabwehrsystems reduziert die lokale Schutzschicht für Bodenkräfte. Der Ausfall eines Pionierfahrzeugs macht Bewegungen von Sturm- und Versorgungseinheiten schwieriger. Beide Effekte wurden in Berichten als taktisch relevant genannt.

Gleichzeitig zeigen die Angriffe etwas über die ukrainische Schlagtechnik. Der Einsatz kleiner Drohnen gegen teure Ziele erhöht das Kosten-Umsatz-Verhältnis zugunsten der Angreifer. Klein, billig und schwer zu orten. Das macht sie für bestimmte Ziele attraktiv.

Unterschiedliche Berichte nennen unterschiedliche Summen. Ein Videoartikel schätzt kumulierte Schäden an mehreren Systemen auf über 50 Millionen US-Dollar. Die HUR nennt für ein einzelnes Buk-M3 einen Wert zwischen 40 und 50 Millionen US-Dollar. Für einen IMR-3M wird in offenen Quellen ein Preis von knapp vier Millionen Euro angegeben.

Die Bandbreite der Zahlen ergibt sich aus verschiedenen Faktoren. Erstens variieren die Anschaffungskosten je nach System und Ausstattungsstand. Zweitens berücksichtigen Schätzungen nicht zwangsläufig Folgekosten wie Ersatzteile, Logistik oder verlorene Einsatztage. Drittens basieren die Werte oft auf öffentlich verfügbaren Preisindikatoren und Herstellerangaben.

Die jüngsten Veröffentlichungen stützen sich stark auf Videoaufnahmen. Solche Aufnahmen sind für OSINT-Analysten wertvoll. Sie ermöglichen die Identifikation von Waffentypen und den zeitlichen Ablauf eines Angriffs.

Analysten prüfen dabei spezifische Markierungen, Fahrzeugformen und Schäden. Dadurch lassen sich in vielen Fällen Typen wie IMR-3M, Buk-M3 oder Pantsir zuordnen. Die Zählung von Verlusten durch Plattformen wie Oryx beruht auf genau solchen Verifikationsschritten.

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Nach Angaben der OSINT-Plattform Oryx sind bislang drei frühere Verluste des IMR-3M dokumentiert; der aktuelle Vorfall wäre damit der vierte.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.