Aus einem Leica‑Bajonett ist eine offene Plattform geworden: Freefly ist das elfte Mitglied der L‑Mount‑Allianz, die inzwischen mehr als 20 Kameramodelle und 134 Objektive umfasst. Das jüngste Mitglied, bekannt für Mōvi‑Gimbals, Profi‑Drohnen und Hochgeschwindigkeitskameras, signalisiert eine Ausweitung des Mounts hin zu Film‑, Broadcast‑ und Spezialanwendungen; parallel kündigte Leica eine Zusammenarbeit mit Gpixel zur Entwicklung eigener Bildsensoren an.

L‑Mount: Aus Nischenanschluss wird offene Plattform

Was einst ein Bajonett an einer einzelnen Leica‑Produktlinie war, hat sich zu einer offenen Anschlusslösung gemausert. Freefly ist laut Mitteilung das elfte Unternehmen, das den L‑Mount nutzt. Der Hersteller ist vor allem für seine Mōvi‑Gimbals, professionelle Drohnen und Hochgeschwindigkeitskameras bekannt.

Der Beitritt von Freefly ist mehr als ein Logo auf einer Liste: Er zeigt, wie unterschiedlich die Anwenderbasis des L‑Mount inzwischen ist. Neben klassischen Fotokameras werden nun auch Film‑ und Broadcast‑Produkte sowie Spezialkameras für Industrie und Forschung adressiert. Freefly‑CEO Tabb Firchau sagte, man werde L‑Mount‑Optiken "dorthin bringen, wo die Welt sie noch nie gesehen hat — von Raketenstarts bis zur Waldbrandbekämpfung", und stellte damit den Fokus auf anspruchsvolle Einsatzfelder.

Solche Anwendungen verlangen robuste Optiken, spezielle Beschichtungen und oft eine enge Integration mit Gimbal‑ und Drohnenplattformen. Das L‑Mount‑System steht damit nicht mehr nur für spiegellose Systemkameras im klassischen Sinne.

Wachstum des Ökosystems und Wettbewerbssicht

Heute zählen zum L‑Mount‑Ökosystem nach Herstellerangaben mehr als 20 Kameramodelle und 134 Objektive. Das macht das Bajonett zu einer der offensten Plattformen außerhalb des Micro‑Four‑Thirds‑Marktes. Als offene Plattform profitiert L‑Mount von der Beteiligung vieler Hersteller:

  • Mehr Auswahl für Kundinnen und Kunden
  • Attraktivere Third‑Party‑Objektive und Adapter
  • Stärkere Basis für Zubehörhersteller

Die Allianz begann 2018 mit Leica, Sigma und Panasonic und wurde damals vielfach belächelt. Mittlerweile sind etablierte Player wie DJI und Blackmagic sowie diverse Objektivhersteller vertreten. Für Sony oder Canon ist das nicht zwangsläufig eine direkte Bedrohung — beide verfügen über umfangreiche Ökosysteme. Nikon dürfte die Entwicklung jedoch beobachten: zusätzliche offene Alternativen verändern die Angebotslandschaft für Anwender.

Leica und Gpixel: Richtung Sensor‑Souveränität

Parallel zur Mount‑Expansion kündigte Leica eine Kooperation mit Gpixel an, einem Unternehmen mit Hintergrund in industrieller, wissenschaftlicher und Hochgeschwindigkeits‑Sensorik. Die Zusammenarbeit soll zu einem gemeinsam entwickelten Bildsensor führen, wie Leica mitteilte.

Bisher bezog Leica seine Sensoren überwiegend von Sony. Die neue Partnerschaft signalisiert einen Schritt hin zu mehr Unabhängigkeit bei Kernkomponenten. Gpixel bringt laut Mitteilung Expertise aus Bereichen mit hohen Anforderungen an Dynamikumfang, Rauschverhalten und Detailwiedergabe mit — Eigenschaften, die für Foto‑ und Videoprofis wichtig sind.

Leicas Aufsichtsratschef Andreas Kaufmann lobte die Ingenieursarbeit aus "Wetzlar, Antwerpen und Changchun". Konkrete Angaben zum ersten Modell oder zu Einführungsdaten enthält die Ankündigung nicht; die Partnerschaft ist zunächst als strategischer Schritt angekündigt.

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Andreas Kaufmann lobte die Kooperation als "beste Ingenieursarbeit aus Wetzlar, Antwerpen und Changchun."

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.