AMD reaktiviert die Ryzen Mobile 3000U‑Serie mit den 12‑nm‑Picasso‑APUs, sodass Hersteller wieder auf DDR4‑2400 statt auf teurere DDR5‑Plattformen setzen können. Zur Rückkehr gehören Modelle wie der Ryzen 3 3100U und der Ryzen 5 3501U, beide mit Zen+-CPU‑Kernen und integrierter Vega‑8‑Grafik. Technisch bleibt alles beim Alten: 12‑nm‑Fertigung, Dual‑Channel‑DDR4‑2400‑Unterstützung und Vega‑GPUs mit acht Compute Units. Für Käufer bedeutet das vor allem mehr Auswahl an günstigen Einstiegsgeräten für Office, Web und Streaming.
Für Notebookhersteller heißt die Neuauflage konkret, dass sie wieder sehr kostengünstige Geräte bauen können, weil die Picasso-APUs auf DDR4-Speicher setzen und damit die teureren DDR5-Konfigurationen vermeiden.
Was AMD genau wieder anbietet
AMD hat die Ryzen Mobile 3000U-Serie reaktiviert und listet Produktseiten für zumindest zwei Varianten, darunter den Ryzen 3 3100U und den Ryzen 5 3501U. Beide APU-Typen beruhen auf der Picasso-Architektur mit Zen+-CPU-Kernen und enthalten eine integrierte Vega-iGPU. Die Chips werden weiterhin in 12 nm gefertigt, mit Globalfoundries als genanntem Auftragsfertiger, und unterstützen dualen DDR4-2400-Speicher. Die technischen Eckdaten, wie sie auf den Produktseiten angegeben sind, bestätigen damit die Erwartung: kein DDR5, keine neueren Zen-Generationen, sondern bewährte Komponenten, die preisbewusste Designs ermöglichen.
Die Grafikeinheiten tragen die Bezeichnung Vega 8 und bieten acht Compute Units. Das reicht für einfache Multimedia-Aufgaben, Videowiedergabe und leichtes Gaming bei reduzierten Settings, aber nicht für aktuelle, anspruchsvolle Spiele oder professionelle GPU-lastige Anwendungen. AMD positioniert die Neuauflage klar als Lösung für Basisfunktionen und erschwingliche Systeme.
SKU-Details und Leistungsprofil
Als Einstiegsoption führt AMD ein besonders simples Modell mit nur zwei CPU-Kernen und ohne SMT, das einen Maximaltakt von 3,2 GHz erreicht. Die nächsthöhere SKU bietet vier Kerne mit SMT für vier physische und acht logische Threads und erreicht ein Turbo von bis zu 3,7 GHz. Beide Varianten sind auf geringen Energieverbrauch und niedrige Kosten ausgelegt. Leistungsvergleiche mit historischen Benchmarks zeigen, dass Picasso-APUs in Single-Core-Tasks noch konkurrenzfähig sein können, in Multi-Core-Lasten und GPU-intensiven Szenarien aber deutlich hinter neueren Zen-Generationen wie Zen 3, Zen 4 oder Zen 5 liegen.
Das ist keine Überraschung: Zen+ war vor einigen Jahren State-of-the-art, seither hat sich die IPC weiter verbessert und die Leistungsaufnahme pro Rechenleistung reduziert. AMDs Schritt ist daher taktisch, nicht technologisch: Er schafft eine günstige Produktlinie für Märkte, in denen Preis wichtiger ist als Spitzenleistung.
Die praktische Konsequenz für OEMs und Endkunden ist zweifach. Erstens können Hersteller die Billig-Notebooks ohne DDR5-Upgrade entwerfen, was die Stückkosten senkt.
Zweitens bleiben Platinen, Kühllösungen und Zertifizierungen deutlich einfacher, weil die Plattformen auf etablierten DDR4-Designs aufbauen.
Gleichzeitig muss klar gesagt werden, wofür diese APUs nicht gedacht sind: leistungsorientierte Ultrabooks, produktive Workstations oder Gaming-Notebooks mit hohen Grafikansprüchen. Für diese Klassen bleiben moderne Zen-Generationen und diskrete Grafikkarten die richtige Wahl.
AMD selbst nennt die Entscheidung zur Reaktivierung als Reaktion auf Schwankungen und gestiegene Kosten im Speicherbereich. Indem wieder DDR4-kompatible APUs angeboten werden, sollen Notebookhersteller die Möglichkeit erhalten, günstigere Systeme zu fertigen, ohne auf teureren DDR5 angewiesen zu sein. Der Hersteller nannte keine pauschalen Listenpreise, OEM-Designs oder länderspezifische Rollout-Pläne; die Produktseiten deuten jedoch darauf hin, dass Lieferanten in den kommenden Wochen entsprechende Modelle ins Portfolio aufnehmen können.
Für Käufer bedeutet das: Wer ein sehr günstiges, funktionales Laptop für Office, Web, E-Mail und Streaming sucht, erhält künftig mehr Auswahl. Wer dagegen Wert auf lange Lebensfähigkeit, hohe Multicore-Performance oder moderne Speichertechnik legt, sollte bei neueren Zen-Generationen bleiben.
Technisch ist die Wiederauflage zudem ein Hinweis auf die Flexibilität von AMDs Produktplanung. Anstatt neue Siliziumentwicklungen vorzuziehen, nutzt der Hersteller bestehende Designs erneut, um kurzfristig Marktanforderungen zu adressieren. Die Produktion in 12 nm bei Globalfoundries stellt dabei sicher, dass bekannte Fertigungswege und Ausbeute-Profile weitergenutzt werden können.
Schließlich bleibt festzuhalten, dass die Vega-8-Grafik mit acht Compute Units zwar mehr Integrationsbreite bietet als sehr alte iGPUs, aber nicht mit den integrierten RDNA-basierten Lösungen moderner APUs konkurriert. Hersteller, die den Fokus auf Preis und Grundfunktionalität legen, dürften gerade deshalb dazu tendieren, die wiederaufgelegten Picasso-APUs zu verwenden.
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AMD nennt das zweite Quartal 2026 als Starttermin für die Rückkehr der Ryzen Mobile 3000U-Serie, Hersteller könnten daraufhin in den kommenden Wochen erste DDR4-basierte Einstiegsmodelle in ihre Portfolios aufnehmen. Ursprünglich berichtet von hartware.de.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.