Vor vollem Haus, begleitet von Paul McCartney, ließ sich Stephen Colbert am 21. Mai 2026 in seiner Abschiedsshow symbolisch in ein grünes Loch ziehen. Die letzte Ausgabe von The Late Show im New Yorker Ed Sullivan Theater vereinte prominente Kolleginnen und Kollegen, langjährige Mitwirkende und eine theatralische Schlussinszenierung, in der nur noch eine Schneekugel zurückblieb. CBS und Mutterkonzern Paramount hatten die Einstellung bereits im Sommer 2025 mit finanziellen Gründen begründet; Kritiker, darunter New York Times-Kolumnist Jason Zinoman, sehen hingegen politische Motive und verweisen auf das zeitliche Zusammentreffen mit Paramounts Bedarf an staatlicher Zustimmung für einen größeren Konzernwechsel sowie auf einen Vergleich über 16 Millionen US-Dollar mit "60 Minutes".

Die Sendung folgte formal dem vertrauten Ablauf, doch die Stimmung und die Gesten machten deutlich, dass Colberts Abschied mehr als Routine war. Er eröffnete ohne sofortige Spitzen gegen den Sender, dankte Publikum und Team und nannte die Show «die Freude-Maschine». Die Band begleitete wie gewohnt, er moderierte am Schreibtisch, und das Studio war mit Kollegen, Freunden und langjährigen Mitwirkenden gefüllt.

Die Show als Bühnenstück und öffentliche Geste

Das Programm enthielt humorvolle und zugleich deutliche symbolikgeladene Szenen. Auf dem Dach des Ed Sullivan Theaters standen Colbert und David Letterman in Anzügen. Letterman sagte: «Ich dachte eigentlich, dass der heutige Abend vielleicht ein bisschen traurig wird, weil deine Zeit hier zu Ende geht. Aber das erfüllt mein Herz mit wahrer Freude», und beide warfen anschließend nach Angaben der Sendung vermeintlich nicht mehr benötigte Büromöbel auf die Straße. Unten war auf einer Zielscheibe das CBS-Logo angebracht; das Ensemble zerstörte diese Symbolik sichtbar.

Im Publikum saß Paul Rudd, der Colbert während der Show beiläufig Bananen anbot. Kurz vor dem eigentlichen Auftritt scherzte die Produktion, der Papst sei als letzter Gast vorgesehen. Tatsächlich trat Paul McCartney auf, sprach mit Colbert über frühere gemeinsame Auftritte und stellte die historische Bühne der US-Öffentlichkeit zur Diskussion, als er sagte, Amerika habe früher als «Land der Freiheit, die größte Demokratie» gegolten. Zum Abschluss sangen Colbert und McCartney gemeinsam «Hello, Goodbye». Die Sendung endete visuell: Colbert wurde in eine grüne Öffnung gesogen und von der Bühne blieb nur noch eine kleine Schneekugel übrig.

CBS und Mutterkonzern Paramount hatten die Einstellung der Show bereits im Sommer 2025 angekündigt und als Ursache finanzielle Gründe genannt. In der Branche und in sozialen Netzwerken blieb diese Begründung allerdings umstritten. Kritiker verwiesen darauf, dass die Entscheidung zeitlich mit Paramounts Bedarf an Zustimmung einer US-Regierungsstelle für einen größeren Konzernwechsel zusammenfiel. Der New York Times-Kolumnist Jason Zinoman machte diesen Zusammenhang deutlich und verwies zugleich auf zusätzlichen Druck auf das Unternehmen, nachdem Paramount einen Vergleich über 16 Millionen US-Dollar in einem Streit mit dem Sender «60 Minutes» geschlossen hatte.

Die politische Dimension erhielt zusätzliche Schärfe durch frühere Angriffe von Präsident Donald Trump gegen die Show und gegen Colbert. Trump feierte die Absetzung öffentlich auf seinem Onlinedienst und schrieb, er freue sich, dass Colbert gefeuert worden sei.

In Berichten wurde zudem darauf verwiesen, dass Trump in der Vergangenheit verlangt habe, CBS solle Colbert «einschläfern lassen», eine Formulierung, die in mehreren Nachberichten genannt wurde.

Innerhalb der Late-Night-Szene reagierten Kolleginnen und Kollegen mit Solidarität. Jimmy Kimmel, Seth Meyers, John Oliver und Jimmy Fallon traten laut der Sendung in der Abschiedsepisode auf. Kimmel und Fallon erklärten, aus Respekt vor Colbert aktuelle Episoden ihrer eigenen Shows ausfallen zu lassen, falls diese zeitgleich ausgestrahlt würden. In Reaktionen im Netz und in der US-Unterhaltungsbranche gab es breite Empörung; Schauspieler und Autoren äußerten Unverständnis, und manche Kommentatoren warnten vor Folgen für die freie Meinungsäußerung.

Für das Publikum und die Belegschaft der Produktion war der Abend eine Mischung aus Feier, Abschied und Protest. Colbert bedankte sich wiederholt bei Team und Publikum, und die Show hielt an klassischen Ritualen fest, während sie zugleich bewusst visuelle Botschaften gegen den eigenen Arbeitgeber einbaute. Das Bild von Colbert, der zuletzt in eine grüne Öffnung gezogen wird und nur noch eine Schneekugel übrigbleibt, wirkte in diesem Kontext wie eine pointierte Metapher auf ein Ende, das nicht allein wirtschaftlich erklärt werden kann.

Hintergrund: Die Late Show wird seit 1993 im Ed Sullivan Theater produziert. Colbert übernahm das Format 2015 von David Letterman und moderierte es rund elf Jahre lang. CBS hatte die Absetzung offiziell im Sommer 2025 angekündigt und den letzten Sendetermin auf Mai 2026 gelegt.

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Die letzte Colbert-Sendung lief am 21. Mai 2026. Colbert hatte das Format 2015 übernommen und moderierte die 'Late Show' rund elf Jahre lang.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.