Zahlreiche ältere Fire-TV-Geräte können HBO Max nicht mehr nutzen. Der Streamingdienst verlangt jetzt mindestens Fire OS 6. Die Änderung steht seit einer Aktualisierung im englischsprachigen Support-Dokument, die zwischen dem 17. Und 26. April vorgenommen wurde. Für Besitzer alter Sticks und erste Fire-TV-Modelle heißt das: Kein Zugang mehr über die native App.

Was genau passiert ist

HBO Max hat die Mindestanforderung für Fire-TV-Geräte erhöht. Nutzer brauchen nun Fire OS 6 oder neuer, um die App auf ihrem Gerät auszuführen. Die Anpassung wurde in einem Support-Eintrag dokumentiert. Die Eintragung erschien laut Archiv im Zeitraum 17. Bis 26. April.

Die Änderung gilt offenbar international. Die deutschsprachige Produktseite nennt keine klaren OS-Versionen. Das englischsprachige Support-Dokument nennt aber explizit die Fire-OS-Anforderung. Viele Anwender dürften deshalb bereits beim Start der App eine Sperre bemerkt haben.

Welche Modelle fallen weg

Betroffen sind vor allem ältere Fire-TV-Modelle. Dazu zählen Fire TVs der ersten und zweiten Generation. Ebenfalls betroffen ist der Fire TV Stick der ersten und zweiten Generation. Der zweite Stick wurde noch bis 2019 produziert. Diese Geräte nutzen in der Regel Fire OS 5, das auf Android 5.1 basiert.

Wer also einen älteren Stick besitzt, kann die App nicht mehr nutzen. Eine vollständige Übersicht über die OS-Versionen der einzelnen Modelle bietet Amazon auf seiner Support-Seite. Dort lässt sich nachlesen, welche Hardware welche Fire-OS-Version nutzt.

Warum Streamingdienste Mindest-OS festlegen

Streaminganbieter aktualisieren ihre Anforderungen aus mehreren Gründen. Neuere OS-Versionen bringen Sicherheits- und Performance-Verbesserungen. Sie bieten auch aktuelle Nutzerschnittstellen und DRM-Mechanismen, die ältere Systeme nicht liefern.

Anbieter können so Features und Schutzmaßnahmen durchsetzen, die auf Fire OS 5 nicht zuverlässig laufen.

Bei HBO Max ist der Schritt nicht neu im Markt. Andere Dienste haben ältere Fire-TV-Modelle bereits ausgeschlossen. Disney+ verlangt ebenfalls mindestens Fire OS 6. Netflix hatte mehrere Geräte mit Fire OS 5 schon früher vom Streaming ausgeschlossen. Für die Anbieter reduziert das den Supportaufwand. Für Nutzer bedeutet es aber, dass ältere Hardware obsolet wird.

Was Amazon geändert hat

Amazon selbst hat Fire OS weiterentwickelt. Das Unternehmen hat ein neues System namens Vega eingeführt. Vega löst Fire OS ab und kommt in neueren Fire-TV-Sticks zum Einsatz. Vega basiert auf Linux und unterscheidet sich technisch von den bisherigen, auf Android basierenden Versionen.

Die Umstellung auf Vega bringt aber auch Einschränkungen. Unter Vega ist zum Beispiel das Sideloading von Android-Apps nicht mehr möglich. Das hat Folgen für Nutzer, die alternative Installationswege nutzen. Gleichzeitig macht Vega bestimmte Modernisierungen im Hintergrund möglich, die Dienste wie HBO Max voraussetzen könnten.

Betroffene Nutzer stehen vor wenigen praktischen Optionen. Die einfachste Lösung ist ein Hardware-Upgrade. Neuere Fire-TV-Sticks unterstützen Fire OS 6 oder Vega und laufen mit aktuellen Apps. Wer kein neues Gerät kaufen will, kann prüfen, ob die App über einen Fernseher, eine Spielekonsole oder einen Smart-TV mit neuerem Betriebssystem verfügbar ist.

Eine weitere Möglichkeit ist die Nutzung externer Streaming-Hardware. Viele Smart-TVs, Streaming-Boxen und Spielkonsolen bieten HBO Max als App an. Allerdings ist das nur eine Verlagerung des Problems, wenn auch diese Geräte veraltet sind.

Technisch versierte Anwender versuchen manchmal, Apps per Sideload zu installieren. Unter Vega ist das nicht mehr möglich. Bei älteren Fire-OS-Geräten könnte Sideloading zwar noch laufen. HBO Max nutzt aber oft Sicherheitsprüfungen. Deshalb geht der Service nicht zwangsläufig per manuell installierter App.

Es ist unklar, wie viele der alten Fire-TV-Geräte noch im Einsatz sind. Amazon hat in den vergangenen Jahren mehrere Generationen von Sticks verkauft. Manche Haushalte behalten Geräte über viele Jahre. Die Hersteller bauen die Geräte häufig lange, und Ersatzbeschaffung erfolgt nicht immer sofort.

Aus Sicht von Anbietern entstehen dadurch laufende Kosten. Sie müssen ältere Softwareversionen testen und pflegen. Indem Dienste Mindestversionen setzen, begrenzen sie den Testaufwand. Für Nutzer ist die Folge, dass ältere Hardware schneller an Nutzbarkeit verliert.

HBO hat die Änderung über seinen Support-Bereich mitgeteilt. Der Hinweis ist in englischer Sprache veröffentlicht. Deutsche Produktseiten weisen nicht explizit auf die OS-Anforderungen hin. Das sorgt für Verwirrung bei betroffenen Nutzern, die nur die deutschsprachige Produktseite prüfen.

Wer sein Gerät wechseln muss, bekommt keine direkte Rückerstattung vom Dienst. Das ist üblich bei Kompatibilitätsänderungen. Anbieter verweisen meist auf Hardwarehersteller oder Händler, wenn es um Austausch oder Ersatz geht.

Streamingdienste müssen abwägen. Sie wollen neue Funktionen und sichere Wiedergabe anbieten. Gleichzeitig riskieren sie, Teile der Nutzerbasis auszuschließen. HBO Max hat sich jetzt für die neuere Plattform entschieden. Damit kann der Dienst moderne Funktionen und Schutzmechanismen nutzen.

Für Nutzer mit alter Hardware heißt das, dass ein Update der Plattform oder ein Gerätewechsel nötig ist, wenn sie die native App weiter nutzen wollen. Manche Nutzer weichen auf andere Empfangswege aus. Viele werden aber schlicht ein neues Gerät kaufen.

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HBO Max hat die Anforderung zwischen dem 17. Und 26. April im englischsprachigen Support-Dokument vermerkt. Betroffene Nutzer sollten die Amazon-Supportseite prüfen und gegebenenfalls auf ein neueres Gerät, eine Spielkonsole oder einen Smart-TV ausweichen.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.